- 19.06.2017, 14:09:02
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Arbeitsmarkt – Wallner: Erfolge bei Integration junger Bleibeberechtigter
Qualifizierungsprojekt von i+R Bau eröffnet jugendlichen Flüchtlingen Möglichkeiten und Chancen – Landeshauptmann: "Initiative mit Vorbildcharakter"
Utl.: Qualifizierungsprojekt von i+R Bau eröffnet jugendlichen
Flüchtlingen Möglichkeiten und Chancen – Landeshauptmann:
"Initiative mit Vorbildcharakter" =
Hohenems (OTS) - (VLK) – Junge Flüchtlinge mit Bleibeberechtigung
schnellstmöglich in den Arbeitsmarkt integrieren: Daran arbeiten
nicht nur Land, Arbeitsmarktservice (AMS) und viele weitere
Institutionen und Initiativen. Auch heimische Unternehmen bringen
sich aktiv ein. In der WIFI Bauakademie wurde am Montag (19. Juni)
ein erfolgreich laufendes Qualifizierungsprojekt vorgestellt, das vom
Unternehmen i+R Bau gemeinsam mit dem AMS, der WIFI-Bauakademie sowie
Caritas und Institut für Sozialdienste (IfS) durchgeführt wird. "Die
Initiative könnte ein Beispiel für andere Unternehmen sein", würdigte
Landeshauptmann Markus Wallner die Anstrengungen.
Etwa 200 unbegleitete jugendliche Flüchtlinge werden in Vorarlberg
von der Kinder- und Jugendhilfe in verschiedenen Wohnheimen und zum
Teil auch in Privatquartieren von Betreuerinnen und Betreuern der
Caritas Flüchtlingshilfe, des Institut für Sozialdienste und vom SOS
Kinderdorf betreut. Weil fast 90 dieser Jugendlichen inzwischen eine
Bleibeberechtigung besitzen, geht es jetzt darum, sie
schnellstmöglich in die Lage zu versetzen, die berufliche Zukunft in
Vorarlberg erfolgreich in die eigene Hand zu nehmen, betont der
Landeshauptmann. Dazu wären die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
derzeit recht günstig, so Wallner: "Die Wirtschaft wächst stärker als
in den letzten Jahren und die Vorarlberger Unternehmen stellen
vermehrt neue Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ein".
Die dynamische Entwicklung ist insgesamt hilfreich, um
bleibeberechtigte Flüchtlinge in Beschäftigung zu bekommen. Innerhalb
der letzten zwölf Monate ist die Zahl der unselbständig Beschäftigten
in den Hauptflüchtlingsgruppen von 701 auf 1.096 um 56,3 Prozent
(+395) gestiegen.
Geeignete Arbeitskräfte rekrutieren
Das Qualifizierungsprojekt ist über Vermittlung von Anton Strini,
der im Auftrag des Landes die Arbeitsmarktintegration von
Flüchtlingen koordiniert, zustande gekommen. Die Firmenleitung der
i+R Bau hat dieses Projekt von Beginn an stark unterstützt, führte
Reinhard Braito, einer der Geschäftsführer der i+R Bau, aus: "Die
Auftragssituation am Bau ist sehr gut und wir müssen zu einem Teil
auf Leiharbeitskräfte zurückgreifen, um unsere Bauvorhaben
termingerecht abwickeln zu können. Da hat sich dieser Vorschlag eines
Qualifizierungsprojekts mit Flüchtlingen natürlich angeboten, wenn
wir uns auch darüber klar waren, dass es sich um eine besondere
Herausforderung handelt."
Gute Zusammenarbeit aller Partner
Josef Gojo, Betreuer unbegleiteter jugendlicher Flüchtlinge beim
Institut für Sozialdienste, hob die "unbürokratische und sehr
effektive" Zusammenarbeit aller beteiligten Partner hervor. Die jetzt
im Projekt arbeitenden Jugendlichen hätten auch bei den restlichen
Jugendlichen in den Wohnheimen Eindruck gemacht.
Initiative mit Vorbildcharakter
Begonnen hat das Qualifizierungsprojekt im Mai mit einem
zweiwöchigen Ausbildungsblock an der WIFI-Bauakademie in Hohenems.
Anschließend folgte eine dreiwöchige Baustellenpraxis. Seit 12. Juni
absolvieren die Jugendlichen wieder einen zweiwöchigen
Ausbildungsblock an der WIFI-Bauakademie. Die Finanzierung des
Projekts erfolgt über das AMS-Förderinstrument "Chance". Während der
zwölf Wochen dauernden theoretischen und praktischen Ausbildung
erhalten die Jugendlichen vom AMS eine Beihilfe zur Deckung des
Lebensunterhalts, die Ausbildungskosten an der WIFI-Bauakademie
werden vom Land finanziert und die Kosten für Projektabwicklung,
Arbeitskleidung und Arbeitsschuhe übernimmt die Firma i+R Bau.
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