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Ein Vierteljahrhundert weltweite Hilfe durch ORF-Aktion „NACHBAR IN NOT“ (2)

NACHBAR IN NOT: 25 Jahre Hilfe aus Österreich – eine Chronologie der Hilfe

Utl.: NACHBAR IN NOT: 25 Jahre Hilfe aus Österreich – eine
Chronologie der Hilfe =

Wien (OTS) - Am 26. Mai 1992 wurde in einer gemeinsamen
Pressekonferenz von ORF, Caritas und Rotem Kreuz der Start einer
Hilfsaktion mit Namen „NACHBAR IN NOT“ für die Flüchtlinge und
Vertriebenen im auseinanderfallenden Jugoslawien bekanntgegeben. Alle
glaubten an eine Blitzkampagne, doch das Gegenteil war der Fall,
insgesamt zehn Jahre lang, von 1992 bis 2002, half NACHBAR IN NOT –
mit immer wieder neuen Schwerpunkten – den Menschen in dem vom
Bürgerkrieg zerrissenen Land beim Überleben und schließlich auch beim
Wiederaufbau. Die Bilanz der NACHBAR IN NOT-Jugoslawienhilfe in
Zahlen: 125 Millionen Euro an Spenden. 5.700 LKW-Transporte, beladen
mit 114.000 Tonnen Hilfsgütern, allein im Kosovo Überlebenshilfe für
300.000 Menschen, Unterbringung von 50.000 Menschen in winterfesten
Quartieren, Wiederaufbau von 4.800 zerstörten Häusern.

NACHBAR IN NOT wird international

2003, elf Jahre nach dem Jugoslawienkrieg, wurde NACHBAR IN NOT in
eine Stiftung umgewandelt, die über einen weltweiten Aktionsradius
verfügt. Auf Basis der bewährten Zusammenarbeit zwischen dem
Medienunternehmen ORF und österreichischen Hilfsorganisationen sind –
neben den Stiftern Caritas und Rotes Kreuz – sechs weitere
österreichische Hilfsorganisationen Kooperationspartner der Stiftung
NACHBAR IN NOT: Care, Diakonie, Hilfswerk Austria, Malteser
Hospitaldienst, Samariterbund und Volkshilfe.

Seither ist NACHBAR IN NOT weltweit 13-mal (mit Jugoslawien 14-mal)
aktiv geworden:

- „NACHBAR IN NOT – Hilfe für die Kinder des Irak“ (0,5 Mio. EUR
Spenden)
31. März 2003: Zehn Tage, nachdem die ersten Bomben auf Bagdad
gefallen sind, initiiert das ORF-Hitradio Ö3 gemeinsam mit dem
ORF-Humanitarian Broadcasting und NACHBAR IN NOT die Aktion „Hilfe
für die Kinder des Irak“. Innerhalb weniger Wochen werden 500.000
Euro auf das erste NACHBAR IN NOT-Konto nach dem Jugoslawienkrieg
eingezahlt.

- „NACHBAR IN NOT – Österreich hilft Darfur“ (6,8 Mio. EUR Spenden)
Bereits im Jahr 2004 ergibt sich für NACHBAR IN NOT abermals die
Situation, Hilfe in einem internationalen Krisengebiet zu leisten. Am
14. August startet die Hilfsaktion „NACHBAR IN NOT – Österreich hilft
Darfur“. In der bis dato in Österreich wenig bekannten Provinz Darfur
im afrikanischen Westsudan tobt seit Monaten ein Bürgerkrieg und
weitgehend unbeachtet von der Weltöffentlichkeit spielt sich eine der
größten humanitären Katastrophen ab. Innerhalb von vier Monaten der
aktiven Bewerbung der Sudanhilfe durch den ORF mit Spendenaufrufen
und redaktionelle Begleitmaßnahmen im Fernsehen, Radio, Internet und
Teletext wurden 6,8 Millionen Euro gespendet.

- „NACHBAR IN NOT – Die Flutkatastrophe“ (32,6 Mio. EUR Spenden)
Am 26. Dezember 2004 ereignet sich das größte Seebeben seit mehr als
40 Jahren im Indischen Ozean. Die dadurch ausgelöste Flutwelle
erreicht innerhalb weniger Stunden die Küsten Thailands, Sri Lankas,
aber auch der Malediven sowie die Ostküste Afrikas. Einheimische wie
Touristen werden von der Welle überrascht und fliehen um ihr Leben.
Ganze Küstenstriche werden durch die ungeheure Gewalt des Tsunami
verwüstet.
Am 28. Dezember 2004 startet die ORF-Hilfsaktion „NACHBAR IN NOT –
Die Flutkatastrophe“. Die Hilfsbereitschaft angesichts der
Tsunami-Katastrophe ist überwältigend: Innerhalb weniger Monate
werden 32,6 Millionen Euro gespendet. Es ist dies die größte Summe,
die jemals in so kurzer Zeit in Österreich für eine Katastrophe im
Ausland lukriert wurde.

- „NACHBAR IN NOT – Hochwasser in Rumänien und Bulgarien“ (0,6 Mio.
EUR Spenden)
Im Sommer 2005, nur wenige Monate nach der Tsunami-Katastrophe,
richten Unwetter und anhaltende Regenfälle in weiten Teilen
Rumäniens, aber auch im angrenzenden Bulgarien verheerende
Verwüstungen an. Während in Österreich Urlaubszeit ist und eine große
Hitzewelle herrscht, startet am 25. Juli 2005 die Hilfsaktion
„NACHBAR IN NOT – Hochwasser in Rumänien und Bulgarien“ und die
Österreicher/innen spenden abermals 600.000 Euro innerhalb weniger
Wochen.

- „NACHBAR IN NOT – Erdbeben in Südasien“ (5,8 Mio. EUR Spenden)
Am 8. Oktober 2005 erschüttert in den Morgenstunden ein
Jahrhunderterdbeben den Norden Pakistans: Ganze Dörfer und Siedlungen
werden dem Erdboden gleichgemacht, Straßen verschüttet und die
Infrastruktur des Landes schwer beschädigt. Das Beben mit einer
Stärke von 7,6 auf der Richterskala forderte fast 90.000 Tote, mehr
als 10.000 Verletzte und machte rund drei Millionen Menschen
obdachlos.
NACHBAR IN NOT startet nur zwei Tage später die Aktion „NACHBAR IN
NOT – Erdbeben in Südasien“. Neben der Versorgung mit sauberem
Trinkwasser, Lebensmitteln, Medikamenten und dem dringenden Aufbau
von Notunterkünften erfordert der bevorstehende Winter die Versorgung
der Menschen mit zusätzlichen Zelten, Decken und Öfen gegen die
Kälte. 5,8 Millionen Euro spenden die Österreicher/innen für die
NACHBAR IN NOT-Pakistanhilfe.

- „NACHBAR IN NOT – Erdbeben Haiti“ (14,7 Mio. EUR Spenden)
Das Erdbeben, das Haiti am 12. Jänner 2010 erschüttert, gehört zu den
schlimmsten Naturkatastrophen der vergangenen Jahrzehnte. 250.000
Menschen kommen ums Leben, mehr als 1,3 Millionen werden obdachlos.
Betroffen ist eines der ärmsten Länder der Welt.
Am 14. Jänner 2010 starten ORF und NACHBAR IN NOT die Hilfsaktion
„NACHBAR IN NOT – Erdbeben Haiti“. Unter dem Motto „Österreich hilft
Haiti“ macht der ORF den 25. Jänner 2010 zum „Nachbar in
Not“-Aktionstag. Im Mittelpunkt steht dabei die Benefiz-Show
„Österreich hilft Haiti“, die von zahlreichen österreichischen
Künstlerinnen und Künstlern unterstützt wird. 1.365.474,00 Euro
werden allein im Verlauf des Thementages und des Benefizabends
gespendet. Insgesamt steigt das Spendenvolumen 14,7 Millionen Euro.

- „NACHBAR IN NOT – Flutkatastrophe Pakistan“ (6,0 Mio. EUR Spenden)
Im Sommer 2010 kommt es in Folge eines außergewöhnlich starken
Monsunregens in Pakistan zu katastrophalen Überschwemmungen. Sechs
Millionen Menschen sind dringend auf humanitäre Überlebenshilfe
angewiesen. ORF und NACHBAR IN NOT aktivieren daher am 18. August
2010 zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate die Spendenplattform
NACHBAR IN NOT, diesmal zugunsten der Flutopfer in Pakistan. Allein
der „ORF-Thementag für Pakistan“ am 24. August 2010 erreicht mit
allen Fernsehbeiträgen 2,5 Millionen Menschen, das sind 35 Prozent
der österreichischen Bevölkerung in TV-Haushalten (Erw. 12+).
6 Millionen Euro werden innerhalb von fünf Wochen gespendet. Knapp
200.000 Menschen konnten durch NACHBAR IN NOT-Hilfe mit
Lebensmitteln, sauberem Trinkwasser, Küchen- und Werkzeugsets,
Medikamenten und temporären Unterkünften versorgt werden.
Längerfristig laufende Projekte dienen der Sicherung der
Lebensgrundlagen, der Basisgesundheitsversorgung und dem Aufbau
provisorischer Schulen.

- „NACHBAR IN NOT – Hunger in Ostafrika“ (7,3 Mio. EUR Spenden)
August 2010: Seit Wochen und Monaten leiden die Menschen in Ostafrika
unter einer der schlimmsten Dürrekatastrophen seit 60 Jahren. Rund
700.000 Kinder sind vom Hungertod bedroht. Hunderttausende Menschen
sind auf der Flucht und geschätzte zwölf Millionen Menschen in
Somalia, Äthiopien und Kenia brauchen dringend Überlebenshilfe.
Angesichts des menschlichen Elends am Horn von Afrika starten ORF und
die Stiftung NACHBAR IN NOT am 3. August 2011 die Hilfsaktion
„NACHBAR IN NOT – Hunger in Ostafrika“.
Den 25. August macht der ORF zum Schwerpunkttag für die NACHBAR IN
NOT-Ostafrikahilfe. Allein während der 90-minütigen Sondersendung der
Fernsehinformation, „Nachbar in Not – Hilfe für Ostafrika“, rufen
14.000 Spender/innen an, um die Aktion zu unterstützen. Insgesamt
werden an diesem ORF-Schwerpunkttag eine Million Euro gespendet und
erreicht das ORF-Fernsehen mit allen Sendungen und Beiträgen des
Tages zur NACHBAR IN NOT-Hilfe 1,2 Millionen Österreicher/innen, das
entspricht einem weitesten Seherkreis von 17 Prozent der Bevölkerung
(Erw. 12+) in Österreichs TV-Haushalten.
Insgesamt werden für die ORF-NACHBAR IN NOT-Ostafrikahilfe 7,3
Millionen Euro gespendet, die für Soforthilfemaßnahmen sowie lang-
und mittelfristigen Hilfsprojekte wie den Bau von Brunnen, Schul- und
landwirtschaftliche Projekte umgesetzt werden.

- „NACHBAR IN NOT – Flüchtlingshilfe Syrien“ (13,0 Mio. EUR Spenden)
Mai 2013: In Syrien herrscht ein blutiger Bürgerkrieg, der täglich
neue Opfer fordert. Laut UNHCR werden in den Nachbarländern täglich
7.000 neue Flüchtlinge registriert. Millionen Menschen brauchen
dringend Hilfe, die meisten davon sind Frauen und Kinder. 70.000
Menschenleben hat der Konflikt bisher gefordert, täglich werden in
Syrien auch Buben und Mädchen getötet oder verwundet, viele fliehen
in die Nachbarländer, oft ohne ihre Eltern. Die verschiedenen NACHBAR
IN NOT-Hilfsorganisationen sind seit Beginn der Krise im Frühjahr
2011 im Einsatz, um die betroffenen Menschen zu unterstützen. Um die
bestehenden Hilfsaktivitäten aufrechtzuerhalten und um dringend
notwendige, zusätzlich Hilfe leisten zu können, fehlen aber die
Mittel.
Deshalb geben der ORF und die unter dem Dach von NACHBAR IN NOT
arbeitenden Hilfsorganisationen am 6. Mai 2013 den Start der
Hilfsaktion „NACHBAR IN NOT – Flüchtlingshilfe Syrien“ bekannt und
bitten um Spenden. Mit zweimaligen Winterhilfen und
Schwerpunktaktionen beläuft sich der Spendenstand der NACHBAR IN
NOT-Syrienhilfe bisher auf 13 Millionen Euro.

- „NACHBAR IN NOT – Taifunhilfe Philippinen“ (3,4 Mio. EUR Spenden)
Am 8. November 2013 verwüstet Taifun „Haiyan“ 39 philippinische
Provinzen. Über 10 Millionen Menschen sind betroffen. Die
Überlebenden der Taifun-Katastrophe brauchen dringend sauberes
Trinkwasser, Nahrungsmittel, Notunterkünfte und medizinische Hilfe.
Die Bilder aus den betroffenen Städten erinnern an die
Tsunami-Katastrophe. Es sind mehr Menschen von der grauenhaften
Naturkatastrophe betroffen, als in Österreich leben. Es ist ein
Wettlauf gegen die Zeit, denn die Menschen brauchen dringend sauberes
Trinkwasser, Essen und einen sicheren Platz zum Schlafen.
Aus diesem Grund starten ORF und NACHBAR IN NOT am 13. November 2013
die Hilfsaktion „NACHBAR IN NOT – Taifunhilfe Philippinen“. Der ORF
macht außerdem Montag, den 18. November, zu einem großen Thementag,
der ganz im Zeichen der NACHBAR IN NOT-Taifunhilfe steht und bei dem
allein 800.000 Euro gesammelt werden. Insgesamt spenden die
Österreicherinnen und Österreicher innerhalb wenigen Wochen 3,4
Millionen Euro für „NACHBAR IN NOT – Taifunhilfe Philippinen“.

- „NACHBAR IN NOT – Hochwasser Südosteuropa“ (4,4 Mio. EUR Spenden)
Mai 2014: Anhaltende schwere Regenfälle haben zu den schlimmsten
Überschwemmungen in Bosnien, Serbien und Kroatien seit mehr als 100
Jahren geführt. Rund ein Viertel der 3,8 Millionen Einwohner/innen
Bosniens sind von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten, an die
100.000 Privathäuser, rund 230 Schulen und Gesundheitseinrichtungen
sind unbrauchbar. Auch in Serbien ist die Lage katastrophal, allein
die materiellen Schäden werden mit jenen der Balkankriege 1992 bis
1995 verglichen. Inzwischen warnen die Behörden vor dem Ausbruch von
Seuchen im gesamten betroffenen Gebiet. Angesichts dieser Tatsachen
starten der ORF und NACHBAR IN NOT am 20. Mai 2014 die Hilfsaktion
„NACHBAR IN NOT – Hochwasser in Südosteuropa“, für die insgesamt 4,4
Millionen Euro in Österreich gespendet werden.

- „NACHBAR IN NOT – Erdbeben Nepal“ (3,0 Mio. EUR Spenden)
Das Erdbeben, das am 25. April 2015 mit einer Stärke von 7,8 Nepal
und Teile Nordindiens erschüttert, ist das schwerste Erdbeben seit
mehr als 80 Jahren in dieser Region. 5.000 Tote, 10.000 Verletzte,
Zigtausende Menschen obdachlos. Es herrscht akute
Trinkwasserknappheit und viele Menschen schlafen aus Angst vor
Nachbeben im Freien. Die zerstörte Infrastruktur erschwert die
Versorgung der Überlebenden zusätzlich. Vor allem die Bauern in den
entlegenen Bergdörfern haben alles verloren. Die Bevölkerung Nepals
gehört zu den Ärmsten der Armen. ORF und NACHBAR IN NOT starten am
29. April 2015 die Hilfsaktion „NACHBAR IN NOT – Erdbeben Nepal“.
Insgesamt fließen 3 Millionen Euro Spenden aus Österreich in die
NACHBAR IN NOT-Hilfe für die Menschen in Nepal.

- „NACHBAR IN NOT – Hungersnot Afrika“ (0,4 Mio. EUR Spenden bisher)
6. Juni 2017: Die Hungersnot in Afrika und im Jemen verschlimmert
sich dramatisch. Aus diesem Grund starten der ORF und NACHBAR IN NOT
die Hilfsaktion „NACHBAR IN NOT – Hungersnot Afrika“. Am schlimmsten
betroffen sind die Länder Nigeria, Südsudan, Äthiopien, Somalia,
Nordkenia, Uganda und der Jemen. Aufgrund langanhaltender Dürre liegt
die Landwirtschaft brach und Tiere sterben – somit verliert die
Bevölkerung jegliche Lebensgrundlage. Vertreibungen, Kriege, Unruhen
und steigende Lebensmittelpreise vergrößern die Not. Millionen
Menschen, vor allem die Kinder, leiden unter akuter Mangelernährung.
Innerbalb der ersten Woche nach der Start der Aktion wurden bereits
400.000 Euro gespendet.

Insgesamt hat die ORF-Aktion NACHBAR IN NOT in den 25 Jahren ihres
Bestehens 223,5 Millionen Euro Spenden in Österreich für die
weltweite Hilfe im Ausland lukriert.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GOK

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