„Universum“ ab 20. Juni „undercover unter Tieren“ unterwegs

Fast lebensecht nachgebaute Hi-Tech-Tierpuppen liefern überraschende Einblicke in die Welt ihrer lebendigen „Artgenossen“

Wien (OTS) - Was man kennt, macht einem keine Angst! Nach diesem Motto hat der mehrfach preisgekrönte Dokumentarfilmer John Downer eine Idee in die Tat umgesetzt, die dem Tierfilm ganz neue Perspektiven eröffnet: Fast lebensecht nachgebaute, ferngesteuerte Tierpuppen begeben sich „undercover“ unter ihre echten, lebendigen „Artgenossen“. Mit Kameras bestückt liefern sie Einblicke in deren Verhalten, wie sie mit traditionellen Methoden nicht zu erreichen wären. Rund um den Globus – zu Pinguinkolonien in der Antarktis, zu Elefantenherden in der afrikanischen Savanne, zu Hanuman-Languren in Nordindien – schickt Regisseur John Downer seine Tier-Spione aus; ihre Kamera-Augen ermöglichen der neuen vierteiligen „Universum“-Serie „Undercover unter Tieren“ ab Dienstag, dem 20. Juni 2017, um 20.15 Uhr in ORF 2 überraschende Einblicke ins komplexe Leben der Tiere.

Eine ganze Reihe nachgebauter Wildtiere mit Hi-Tech-Innenleben hat das Team um John Downer für die BBC-Serie „Undercover unter Tieren“ (Bearbeitung: Jutta Karger) aufgeboten. U. a. hilft ein Orang-Utan mit täuschend echter Mimik in der nächsten Folge, „Klugen Köpfen auf der Spur“ (27. Juni), den großen Menschenaffen ganz nahe zu kommen. Teil drei – „Gemeinsam statt einsam‘“ (4. Juli) – widmet sich dem Teamwork in der Tierwelt. Die vierte und letzte Folge – „Bei Komödianten und Chaoten“ (11. Juli) – beweist, dass es auch unter Tieren nicht ausschließlich um die ernsten Dinge des Lebens geht.

Vorsicht ist geboten, wenn der mechanische Welpe zum ersten Mal im Wildhund-Rudel zum Einsatz kommt. Afrikanische Wildhunde sind ernstzunehmende Jäger, selbst für Löwen eine Konkurrenz. Doch er ist nicht nur mit einem Kamera-Auge ausgestattet, er kann sich auch wie ein Hund bewegen und mit Schwanzwedeln und Körpersprache deutlich machen, dass er freundlich gesinnt ist. Er wird akzeptiert und bald schon Zeuge dramatischer Momente: Eine Löwin hat den Geruch der jungen Welpen aufgespürt. Sie setzt alles daran, den Nachwuchs ihrer Konkurrenz zu vernichten, aber auch die Wildhunde gehen bis zum Äußersten, um ihre Jungen zu schützen. Im ersten Teil des neuen „Universum“-Vierteilers geht es um „Die Macht der Gefühle“. Gibt es die auch im Tierreich oder sind Emotionen uns Menschen vorbehalten? Mutterliebe scheint das Brutpflegeverhalten vieler Tiere zu motivieren, es ist verblüffend, wie behutsam selbst ein so gefährliches Reptil wie das Nilkrokodil sein Maul einsetzen kann, wenn es darum geht, die frisch geschlüpften Jungen in Sicherheit zu bringen. Sogar das „falsche“ Baby mit dem Kamera-Auge wird von der fürsorglichen Krokodil-Mutter vorsichtig aufgeklaubt und ins Wasser transportiert.

Auch in der Elefantenherde gibt es Nachwuchs. Das Neugeborene wiegt rund 100 Kilogramm und steht bald im Mittelpunkt des Interesses. Ältere Geschwister, Tanten und Cousinen umringen den Kleinen schützend. Um ohne Argwohn zu erregen in dieses engmaschige soziale Netz vorzudringen, müssen Roboter-Tiere zum Einsatz kommen, die für die Elefanten vertraute Weggefährten sind: Ein Robo-Reiher und eine ferngesteuerte Robo-Schildkröte sind dabei, wenn der kleine Elefant auf die Beine kommt und zum ersten Mal von seiner Mutter gesäugt wird.

Die Rotschnabel-Tokos in Kenia setzen ganz besonders auf Sicherheit vor Nesträubern: Das Weibchen wird während der Brutzeit in der Nisthöhle regelrecht eingemauert, ein falsches Vogelei mit Kamera ist auch mit dabei. Sie muss sich darauf verlassen können, dass ihr Partner sie mit Nahrung versorgt. Erst zwei Monate später, wenn die Küken nicht mehr gehudert werden müssen, wird sie sich aus dem Nest befreien und endlich wieder die Flügel spreizen können. Bei den Adelie-Pinguinen in der Antarktis besteht das Nest nur aus einem Häufchen Steine. Für den Nestbau sind die Männchen zuständig. Der Undercover-Pinguin des Filmteams hat auch ein paar besonders attraktive „Steine“ mit eingebauter Kamera mitgebracht. Aus nächster Nähe erlebt er mit, wie skrupellos es in der Brutkolonie zugeht, wenn es gilt, das schönste Nest zusammenzutragen und die Weibchen zu beeindrucken.

Ein ganz besonders berührender Moment hat sich eher durch Zufall ergeben: Auch in eine Kolonie von Hanuman-Languren in Indien wurde ein „falscher“ Artgenosse eingeschleust. Die Affen zeigten großes Interesse an dem „fremden“ Jungtier – der dabei beschädigt wurde. Auf die Languren muss die plötzlich regungslos daliegende Attrappe gewirkt haben wie ein totes Affenkind – so etwas wie Betroffenheit ist in ihrem Verhalten zu lesen.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream angeboten.

Das gesamte TV-Angebot des ORF – ORF eins, ORF 2, ORF III, ORF SPORT + sowie 3sat – ist auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090 010 gibt kostenfrei aus ganz Österreich persönliche Hilfestellung.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRF0004