- 19.06.2017, 11:48:59
- /
- OTS0108
„Universum“ ab 20. Juni „undercover unter Tieren“ unterwegs
Fast lebensecht nachgebaute Hi-Tech-Tierpuppen liefern überraschende Einblicke in die Welt ihrer lebendigen „Artgenossen“
Utl.: Fast lebensecht nachgebaute Hi-Tech-Tierpuppen liefern
überraschende Einblicke in die Welt ihrer lebendigen
„Artgenossen“ =
Wien (OTS) - Was man kennt, macht einem keine Angst! Nach diesem
Motto hat der mehrfach preisgekrönte Dokumentarfilmer John Downer
eine Idee in die Tat umgesetzt, die dem Tierfilm ganz neue
Perspektiven eröffnet: Fast lebensecht nachgebaute, ferngesteuerte
Tierpuppen begeben sich „undercover“ unter ihre echten, lebendigen
„Artgenossen“. Mit Kameras bestückt liefern sie Einblicke in deren
Verhalten, wie sie mit traditionellen Methoden nicht zu erreichen
wären. Rund um den Globus – zu Pinguinkolonien in der Antarktis, zu
Elefantenherden in der afrikanischen Savanne, zu Hanuman-Languren in
Nordindien – schickt Regisseur John Downer seine Tier-Spione aus;
ihre Kamera-Augen ermöglichen der neuen vierteiligen
„Universum“-Serie „Undercover unter Tieren“ ab Dienstag, dem 20. Juni
2017, um 20.15 Uhr in ORF 2 überraschende Einblicke ins komplexe
Leben der Tiere.
Eine ganze Reihe nachgebauter Wildtiere mit Hi-Tech-Innenleben hat
das Team um John Downer für die BBC-Serie „Undercover unter Tieren“
(Bearbeitung: Jutta Karger) aufgeboten. U. a. hilft ein Orang-Utan
mit täuschend echter Mimik in der nächsten Folge, „Klugen Köpfen auf
der Spur“ (27. Juni), den großen Menschenaffen ganz nahe zu kommen.
Teil drei – „Gemeinsam statt einsam‘“ (4. Juli) – widmet sich dem
Teamwork in der Tierwelt. Die vierte und letzte Folge – „Bei
Komödianten und Chaoten“ (11. Juli) – beweist, dass es auch unter
Tieren nicht ausschließlich um die ernsten Dinge des Lebens geht.
Vorsicht ist geboten, wenn der mechanische Welpe zum ersten Mal im
Wildhund-Rudel zum Einsatz kommt. Afrikanische Wildhunde sind
ernstzunehmende Jäger, selbst für Löwen eine Konkurrenz. Doch er ist
nicht nur mit einem Kamera-Auge ausgestattet, er kann sich auch wie
ein Hund bewegen und mit Schwanzwedeln und Körpersprache deutlich
machen, dass er freundlich gesinnt ist. Er wird akzeptiert und bald
schon Zeuge dramatischer Momente: Eine Löwin hat den Geruch der
jungen Welpen aufgespürt. Sie setzt alles daran, den Nachwuchs ihrer
Konkurrenz zu vernichten, aber auch die Wildhunde gehen bis zum
Äußersten, um ihre Jungen zu schützen. Im ersten Teil des neuen
„Universum“-Vierteilers geht es um „Die Macht der Gefühle“. Gibt es
die auch im Tierreich oder sind Emotionen uns Menschen vorbehalten?
Mutterliebe scheint das Brutpflegeverhalten vieler Tiere zu
motivieren, es ist verblüffend, wie behutsam selbst ein so
gefährliches Reptil wie das Nilkrokodil sein Maul einsetzen kann,
wenn es darum geht, die frisch geschlüpften Jungen in Sicherheit zu
bringen. Sogar das „falsche“ Baby mit dem Kamera-Auge wird von der
fürsorglichen Krokodil-Mutter vorsichtig aufgeklaubt und ins Wasser
transportiert.
Auch in der Elefantenherde gibt es Nachwuchs. Das Neugeborene wiegt
rund 100 Kilogramm und steht bald im Mittelpunkt des Interesses.
Ältere Geschwister, Tanten und Cousinen umringen den Kleinen
schützend. Um ohne Argwohn zu erregen in dieses engmaschige soziale
Netz vorzudringen, müssen Roboter-Tiere zum Einsatz kommen, die für
die Elefanten vertraute Weggefährten sind: Ein Robo-Reiher und eine
ferngesteuerte Robo-Schildkröte sind dabei, wenn der kleine Elefant
auf die Beine kommt und zum ersten Mal von seiner Mutter gesäugt
wird.
Die Rotschnabel-Tokos in Kenia setzen ganz besonders auf Sicherheit
vor Nesträubern: Das Weibchen wird während der Brutzeit in der
Nisthöhle regelrecht eingemauert, ein falsches Vogelei mit Kamera ist
auch mit dabei. Sie muss sich darauf verlassen können, dass ihr
Partner sie mit Nahrung versorgt. Erst zwei Monate später, wenn die
Küken nicht mehr gehudert werden müssen, wird sie sich aus dem Nest
befreien und endlich wieder die Flügel spreizen können. Bei den
Adelie-Pinguinen in der Antarktis besteht das Nest nur aus einem
Häufchen Steine. Für den Nestbau sind die Männchen zuständig. Der
Undercover-Pinguin des Filmteams hat auch ein paar besonders
attraktive „Steine“ mit eingebauter Kamera mitgebracht. Aus nächster
Nähe erlebt er mit, wie skrupellos es in der Brutkolonie zugeht, wenn
es gilt, das schönste Nest zusammenzutragen und die Weibchen zu
beeindrucken.
Ein ganz besonders berührender Moment hat sich eher durch Zufall
ergeben: Auch in eine Kolonie von Hanuman-Languren in Indien wurde
ein „falscher“ Artgenosse eingeschleust. Die Affen zeigten großes
Interesse an dem „fremden“ Jungtier – der dabei beschädigt wurde. Auf
die Languren muss die plötzlich regungslos daliegende Attrappe
gewirkt haben wie ein totes Affenkind – so etwas wie Betroffenheit
ist in ihrem Verhalten zu lesen.
Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der
Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand
abrufbar und wird auch als Live-Stream angeboten.
Das gesamte TV-Angebot des ORF – ORF eins, ORF 2, ORF III, ORF SPORT
+ sowie 3sat – ist auch im HD-Standard zu empfangen. Alle
Informationen zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen
HD-Angebote finden sich auf der Website hd.ORF.at, die
ORF-Service-Hotline 0800 / 090 010 gibt kostenfrei aus ganz
Österreich persönliche Hilfestellung.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRF






