- 18.06.2017, 05:00:16
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Häupl in ÖSTERREICH: Trotz Kriterienkatalog "Rot-Blau für mich nicht vorstellbar"
Wiener Bürgermeister bleibt bei striktem Nein zu Koalition mit FPÖ - Für Wien kündigt Häupl an: Keine Preisänderung bei Jahresticket um 365 Euro bis 2019
Utl.: Wiener Bürgermeister bleibt bei striktem Nein zu Koalition mit
FPÖ - Für Wien kündigt Häupl an: Keine Preisänderung bei
Jahresticket um 365 Euro bis 2019 =
Wien (OTS) - Im Interview für die Sonntagsausgabe der Tageszeitung
ÖSTERREICH zeigt sich Wiens Bürgermeister Michael Häupl zufrieden mit
dem Kriterienkatalog der SPÖ. An seiner grundsätzlichen Einstellung
zu Rot-Blau ändere er aber nichts.
Häupl: "Ich halte den Kriterienkatalog für ein vernünftiges
Instrument und finde ihn gut, deshalb habe ich auch dafür gestimmt.
Aber ich halte auch die Koalitionsdiskussion vor einer Wahl für
unvernünftig. Man merkt ja, wie sie nach außen wirkt, denn plötzlich
kommt die FPÖ daher und stellt Bedingungen für eine Koalition, was
ich wirklich putzig finde. Wieder so eine interessante Antwort auf
eine nie gestellte Frage."
Ob eine Konstellation für Häupl vorstellbar sei, angesichts der er
Rot-Blau akzeptieren würde? Häupl: "Das ist für mich nicht
vorstellbar. Eine solche Konstellation würde ich persönlich nicht
mittragen. Aber nicht, weil mein Verhältnis zur FPÖ von Emotionen
gerüttelt wäre, sondern weil ich bei vielen Inhalten zu große
Differenzen sehe ... Ich vergesse auch nie, was damals in den sechs
Jahren Schwarz-Blau passiert ist. Den ganzen Sozialabbau. In den
sechs Jahren hat man den Pensionisten 28 Prozent weggenommen. Es hat
schon seinen Grund, warum ich sie nicht mag."
Eine Neuauflage von Rot-Schwarz will Häupl nicht ausschließen:
"Eine Möglichkeit ... Das wird auf die handelnden Personen ankommen.
Für mich ist Herr Außenminister Kurz durchaus jemand, der das
Außenamt nicht so schlecht macht, weil er gute Mitarbeiter hat. Aber
das war's. Ich hab' von ihm noch nichts gehört zu Fragen der
Wirtschaft, der Investitionpolitik oder der Sozialpolitik. Das
einzige, was ich höre, ist, dass er eine Steuerreform mit 12 bis 14
Milliarden machen will, die er mit den 700 Millionen gegenfianziert,
die Wien die Mindestsicherung kostet. Geld übrigens, das ihm nicht
gehört. Wenn das eine Qualifikation für den Bundeskanzler ist, na
danke."
Launig kommentiert Häupl kolportierte Auseinandersetzungen im Büro
von Bundeskanzler Christian Kern. In seinem Umfeld sei es noch zu
keinem "Geschubse" gekommen. Häupl: "Das ist auch nicht meine
Kommunikationsform. Das kommt mir doch ein wenig sehr ursprünglich
vor."
Für Wien kündigt Häupl an, dass sich am Preis für das Jahresticket
um 365 Euro nichts ändern wird. Häupl: "Man kann davon ausgehen, dass
wir weder 2018 noch 2019 den Preis ändern."
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