- 16.06.2017, 11:37:38
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LH Mikl-Leitner: Nächster Meilenstein für die Umfahrung Wieselburg
„Bringt Mehrwert für die gesamte Region“
Utl.: „Bringt Mehrwert für die gesamte Region“ =
St. Pölten (OTS/NLK) - Mit einem Beschluss über 66 Millionen Euro
(bei Gesamtkosten von 80 Millionen Euro) wird die NÖ Landesregierung
in ihrer Sitzung am kommenden Dienstag den nächsten Meilenstein in
der Umsetzung der Umfahrung Wieselburg setzen. Das gaben heute,
Freitag, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Landesrat Ludwig
Schleritzko im Zuge einer Pressekonferenz in St. Pölten bekannt.
„Das Thema Mobilität ist für uns in Niederösterreich von ganz großer
und zentraler Bedeutung“, sagte die Landeshauptfrau: „Unser Motto
ist: Wir bieten Mobilität, wir verbieten nicht Mobilität.“ Die
Mobilität sei „von zentraler Bedeutung für unsere Betriebe, unsere
Pendlerinnen und Pendler und für die Lebensqualität unserer
Familien“, betonte sie: „Daher hat das Thema Verkehrspolitik einen
ganz großen Stellenwert im Land Niederösterreich.“
Ziel sei es dabei, „alle Verkehrsströme und Verkehrswege aufeinander
abzustimmen“, so Mikl-Leitner. Aus diesem Grund arbeiten die
Landesräte Wilfing und Schleritzko auch intensiv an einem
Mobilitätspaket, das im Herbst vorgestellt werden soll, informierte
die Landeshauptfrau.
Die Umfahrung Wieselburg werde einen Mehrwert für die gesamte Region
bieten, zeigte sie sich überzeugt. Erstens bringe diese „eine
spürbare Entlastung der Stadt Wieselburg“. Derzeit fahren rund 16.000
Fahrzeuge pro Tag durch die Stadt: „Mit der Umfahrung gehen wir davon
aus, dass wir diese Verkehrsströme von 16.000 Fahrzeugen auf 8.000
Fahrzeuge halbieren können.“ Zweitens mache die Umfahrung eine
bessere Anbindung des gesamten Erlauftales möglich, was besonders für
die Tourismusregion Erlauftal und das Wander- und Skigebiet
Ötscher-Hochkar von besonderer Bedeutung sei. Drittens „steigern wir
damit auch die Standortqualität von Wieselburg und der gesamten
Region“, was durch Betriebsansiedlungen auch zusätzliche
Arbeitsplätze bringe, so Mikl-Leitner.
Bei Projekten wie der Umfahrung Wieselburg sei ihr das „gemeinsame
Miteinander“ besonders wichtig, dankte sie den beteiligten Gemeinden
Wieselburg, Wieselburg-Land, Bergland und Petzenkirchen für die gute
Kooperation. Vor 40 Jahren habe es die ersten Ideen zu diesem Projekt
gegeben, vor 20 Jahren die ersten Planungen: „Nun gehen wir davon
aus, dass, wenn alles ohne Probleme abläuft, wir diese
Umfahrungsstraße in drei Jahren für den Verkehr freigeben können.“
Im Zuge der Pressekonferenz informierte die Landeshauptfrau auch über
den Straßenbau im Waldviertel. Bis Ende 2020 werden dort rund 180
Millionen Euro verbaut werden, verwies sie auf die beiden
Hauptverkehrsachsen im Waldviertel: zum einen die Strecke
Stockerau-Horn-Vitis-Gmünd, zum anderen die Strecke
Krems-Gföhl-Vitis-Waidhofen/Thaya. Die Umfahrung Zwettl sei „im
Finale“ und werde Ende Juli dieses Jahres dem Verkehr übergeben,
betonte sie: „Die Umfahrung Zwettl wird eine massive Entlastung und
Verbesserung für die Bevölkerung und die gesamte Region bringen.“
Wichtig sei ihr auch, eine Idee einer Waldviertel-Autobahn zu
diskutieren, meinte Mikl-Leitner in diesem Zusammenhang. Auch in
dieser Diskussion sei ihr das „gemeinsame Miteinander“ wichtig.
Landesrat Schleritzko sei damit beauftragt worden, den „Prozess
aufzusetzen“, so die Landeshauptfrau.
In den letzten 25 Jahren seien rund acht Milliarden Euro in den
Ausbau des niederösterreichischen Straßennetzes investiert worden,
sagte Landesrat Ludwig Schleritzko. Bis 2020 werden 1,3 Milliarden
Euro investiert, informierte der Landesrat. Dabei gehe es vor allem
und die drei Themen Verbesserung der Verkehrssicherheit, sinnvolle
Mobilität und schonender Umgang mit Ressourcen.
Die Umfahrung Wieselburg sei „ein Meilenstein“ und gemeinsam mit der
bereits fertiggestellten Umfahrung Mistelbach und der Umfahrung
Zwettl eines von drei großen Umfahrungsprojekten in Niederösterreich,
so Schleritzko. Die Wieselburger Umfahrung umfasse eine Länge von 8,4
Kilometer und insgesamt 17 Brücken, umriss er kurz das Projekt. Die
Wirtschaft profitiere davon doppelt, meinte er: „Zum einen von den 80
Millionen Euro Baukosten, zum anderen durch die Verbesserung der
Standortqualität für bestehende und zukünftige Betriebe.“
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