- 15.06.2017, 10:58:14
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AG Jus blockiert VSStÖ-Vorschlag für faire Fakultätsvertretung
Jüdische Hochschüler_innen sollten Teil der FV sein
Utl.: Jüdische Hochschüler_innen sollten Teil der FV sein =
Wien (OTS) - Der VSStÖ am Juridicum konnte bei der ÖH-Wahl im Mai
Zugewinne von fast 10 Prozent verzeichnen. Nun stehen die
Beschickungen in die dortige Fakultätsvertretung an. Beschickt wird
durch die Studienvertretungen Diplom und Doktorat. In beiden sind nur
VSStÖ und Aktionsgemeinschaft vertreten. Der VSStÖ hat für die
FV-Beschickung eine gemeinsame Lösung mit der zweiten großen
Studierendenorganisation am Juridicum angestrebt. Von den elf zu
besetzenden FV-Mandaten sollten je fünf von VSStÖ und AG gestellt
werden. Um den besonderen Umständen, unter denen die Wahl am
Juridicum stattgefunden hat, gerecht zu werden, sollte das 11. Mandat
von der Jüdischen Österreichischen HochschülerInnenschaft besetzt
werden.
„In unserer gestrigen Studienvertretungssitzung hat die
Aktionsgemeinschaft diesen Vorschlag leider abgelehnt. Nachdem die AG
bereits bei der Wahl zu den Vorsitzenden der Studienvertretung unser
Angebot zur Zusammenarbeit abgelehnt hat, nur um alle Posten mit
AG-Mitgliedern zu besetzen, wurden nun erneut die Interessen der
eigenen Fraktion in den Vordergrund gestellt“, zeigt sich die
gewählte Studienvertreterin Nada Taha Ali Mohamed (VSStÖ) empört.
Obwohl die AG nur um 15 Stimmen knapp eine Mehrheit im Diplom-Studium
hat, besetzt sie nun 100 Prozent der von der Studienvertretung-Diplom
zu vergebenden FV-Mandate.
„Wir hätten die jüdischen Hochschüler_innen in die
Fakultätsvertretung holen sollen. Das wäre ein starkes Zeichen der
neuen Studienvertretung gewesen. Der AG-Leaks-Skandal ist noch nicht
vollständig aufgeklärt. Wäre die AG unserem Vorschlag gefolgt, hätte
sie deutlich machen können, dass menschenverachtende Hetze nicht
repräsentativ für die Studierenden am Juridicum ist“, fügt Maximilian
Blassnig (VSStÖ), ebenfalls gewählter Studienvertreter, an.
„In der JÖH engagieren sich viele kompetente und motivierte Menschen.
Da hätte sich jedenfalls eine passende Person für diese Aufgabe
gefunden. Die Jüdische Hochschüler_innenschaft hat sich bereits
Mehrfach lautstark gegen Hass und Hetze eingesetzt. Das Know-How in
diesem Bereich wäre für die Vertretungsarbeit am Juridicum eine große
Bereicherung gewesen“, schließen Taha Ali Mohamed und Blassnig.
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