AG Jus blockiert VSStÖ-Vorschlag für faire Fakultätsvertretung

Jüdische Hochschüler_innen sollten Teil der FV sein

Wien (OTS) - Der VSStÖ am Juridicum konnte bei der ÖH-Wahl im Mai Zugewinne von fast 10 Prozent verzeichnen. Nun stehen die Beschickungen in die dortige Fakultätsvertretung an. Beschickt wird durch die Studienvertretungen Diplom und Doktorat. In beiden sind nur VSStÖ und Aktionsgemeinschaft vertreten. Der VSStÖ hat für die FV-Beschickung eine gemeinsame Lösung mit der zweiten großen Studierendenorganisation am Juridicum angestrebt. Von den elf zu besetzenden FV-Mandaten sollten je fünf von VSStÖ und AG gestellt werden. Um den besonderen Umständen, unter denen die Wahl am Juridicum stattgefunden hat, gerecht zu werden, sollte das 11. Mandat von der Jüdischen Österreichischen HochschülerInnenschaft besetzt werden.

„In unserer gestrigen Studienvertretungssitzung hat die Aktionsgemeinschaft diesen Vorschlag leider abgelehnt. Nachdem die AG bereits bei der Wahl zu den Vorsitzenden der Studienvertretung unser Angebot zur Zusammenarbeit abgelehnt hat, nur um alle Posten mit AG-Mitgliedern zu besetzen, wurden nun erneut die Interessen der eigenen Fraktion in den Vordergrund gestellt“, zeigt sich die gewählte Studienvertreterin Nada Taha Ali Mohamed (VSStÖ) empört. Obwohl die AG nur um 15 Stimmen knapp eine Mehrheit im Diplom-Studium hat, besetzt sie nun 100 Prozent der von der Studienvertretung-Diplom zu vergebenden FV-Mandate.

„Wir hätten die jüdischen Hochschüler_innen in die Fakultätsvertretung holen sollen. Das wäre ein starkes Zeichen der neuen Studienvertretung gewesen. Der AG-Leaks-Skandal ist noch nicht vollständig aufgeklärt. Wäre die AG unserem Vorschlag gefolgt, hätte sie deutlich machen können, dass menschenverachtende Hetze nicht repräsentativ für die Studierenden am Juridicum ist“, fügt Maximilian Blassnig (VSStÖ), ebenfalls gewählter Studienvertreter, an.

„In der JÖH engagieren sich viele kompetente und motivierte Menschen. Da hätte sich jedenfalls eine passende Person für diese Aufgabe gefunden. Die Jüdische Hochschüler_innenschaft hat sich bereits Mehrfach lautstark gegen Hass und Hetze eingesetzt. Das Know-How in diesem Bereich wäre für die Vertretungsarbeit am Juridicum eine große Bereicherung gewesen“, schließen Taha Ali Mohamed und Blassnig.

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