Fotos auf der E-Card verhindern Missbrauch

Auf Basis von Freiwilligkeit ist jedoch nichts zu erreichen – Verpflichtung ist unumgänglich

St. Pölten (OTS) -

„Wir begrüßen den Wunsch des neuen Hauptverbandschefs Alexander Biach, wonach die E-Cards mit einem Foto des Besitzers ausgestattet werden sollen“, meint MR Dr. Herbert Machacek, Allgemeinmediziner und Abgeordneter im Landtag (Liste Frank). „Das darf allerdings nicht auf freiwilliger Basis geschehen, sondern muss verpflichtend und damit einheitlich sein“, so Dr. Machacek weiter. „Denn gerade die potenziellen Problemfälle lassen sich mit einer Freiwilligkeit nicht erfassen. Wer betrügen möchte, der wird sich sicherlich nicht freiwillig für eine Maßnahme entscheiden, die den Betrug schwieriger machen würde.“

Dr. Gabriele Von Gimborn, MPH, ebenfalls Landtagsabgeordnete (Liste Frank) und Allgemeinmedizinerin kann das Argument nicht nachvollziehen, wonach eine flächendeckende Ausstattung mit Fotos für alle E-Card-Besitzer zu teuer sei. „Angeblich schon 600.000 „verloren gegangene“ E-Cards kommen sicher teurer, wie die einmalige Ausstattung mit Fotos. Außerdem ist es für die Angestellten in unseren Ordinationen unzumutbar, jedes Mal eine Ausweiskontrolle durchzuführen.“ Dr. Von Gimborn teilt daher auch die Meinung der Ärztekammer. „Für Personenkontrollen ist die Exekutive zuständig. Nur eine flächendeckende Einführung von Fotos auf den E-Cards verhindert Missbrauch, von dem wir mangels Kontrollmöglichkeit noch nicht einmal das Ausmaß wissen.“

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