Sechster Casinos Austria Kultur Talk: „Und der Rock lebt doch!“

Casinos Austria und Donauinselfest luden zum sechsten Kultur Talk mit Dietmar Hoscher, Josef „Muff“ Sopper, Roman Gregory, Max Testory, Annett Thoms und Judith „Judy“ Frank

Ganz nach dem diesjährigen Motto ‚Meine Stadt, mein Fest.’ legen wir den Fokus des diesjährigen Inselfests auf österreichische Musik und möchten auch die Vielfältigkeit aller Musik-Genres abdecken und uns musikalisch weiterentwickeln. Fakt ist, dass die Musikrichtungen immer mehr verschmelzen und eine eindeutige Zuordnung immer schwieriger wird. Unsere Erfahrung zeigt, dass der Rock nicht am Ende ist: Beim „spark7 Rock The Island Contest pres. by W24
Thomas Waldner, Donauinselfest-Projektleiter und "pro event" Geschäftsführer
Das Aufkommen neuer Technologien und Vertriebsschienen hat nicht nur das Rock-Genre massiv beeinflusst sondern das ganze Musik-Business von Grund auf verändert. Im Zeitalter der Digitalisierung ist es schlicht weg unmöglich über Tonträgerverkäufe zum Superstar zu werden. Affinity groups und Followers zu generieren sowie Präsenz in sozialen Netzwerken zu zeigen, sind heute die Schlüssel zum Erfolg für den heimischen und internationalen Nachwuchs - nachdem es die Rolle der Plattenfirmen nicht mehr gibt
Dietmar Hoscher, Vorstandsvorsitzender der Casinos Austria
Solange es Strom gibt, wird es auch Rock geben (und kommt mir nicht mit dem unplugged-Schmäh daher!)
Josef „Muff“ Sopper, Planet Music & Media
Rock ist für mich ein Gefühl der Stärke, eine Energieinfusion für meinen Körper und Geist. Diese Musik hat etwas Mächtiges, Starkes, Gewaltiges - daher kann der Rock kein Ablaufdatum haben. Erfolg entsteht durch authentische Musik daher müssen wir dem Rock treu bleiben
Annett Thoms, Musikerin
In Österreich hatte Rockmusik noch nie eine namhafte Stellung. Heutzutage spielen alle Radiosender dieselbe Mainstream-Musik, die nur eine Zielgruppe bespielt. Rockbands werden in Österreich trotz des vorhandenen Kulturbudgets und der öffentlichen Kulturbetriebe nicht gefördert. In Österreich fehlt es an einem Rock-Radiosender und einem Rockfest. Rock ist das Genre, das die meisten Fans weltweit begeistert - wir brauchen in Österreich nur die passende Plattform dafür!
Roman Gregory, Musiker

Wien (OTS/SPW) - Donnerstagabend luden Casinos Austria und die OrganisatorInnen des Donauinselfests zum sechsten Kultur Talk zum Thema „Ist der Rock am Ende?“ mit Dietmar Hoscher, Josef „Muff“ Sopper, Roman Gregory, Max Testory, Annett Thoms und Judith „Judy“ Frank auf die Wiener Summerstage. Durch den Abend führte Rockröhre Niki Fuchs.****

„Ist der Rock am Ende?“ Diese Frage stellte 88.6 Marketingleiterin und „Addicted to Rock“-Mastermind Niki Fuchs den sechs renommierten ExpertInnen der heimischen Musikbranche beim sechsten Casinos Austria Kultur Talk auf der Wiener Summerstage. Das bunt gemischte Podium rund um Casinos Austria Vorstandsdirektor Dietmar Hoscher und Planet Music & Media Boss Josef „Muff“ Sopper sowie den MusikerInnen Roman Gregory, Max Testory, Annett Thoms und Judith „Judy“ Frank kam zwar zu keiner zündenden Idee wie man den Rock in Österreich wieder beleben könnte, es wurde aber einstimmig beschlossen dass „Der Rock doch noch lebt!“.

„Ganz nach dem diesjährigen Motto ‚Meine Stadt, mein Fest.’ legen wir den Fokus des diesjährigen Inselfests auf österreichische Musik und möchten auch die Vielfältigkeit aller Musik-Genres abdecken und uns musikalisch weiterentwickeln. Fakt ist, dass die Musikrichtungen immer mehr verschmelzen und eine eindeutige Zuordnung immer schwieriger wird. Unsere Erfahrung zeigt, dass der Rock nicht am Ende ist: Beim „spark7 Rock The Island Contest pres. by W24“ steigt die Anzahl der Bewerbungen von Rockbands seit Jahren“, begrüßte Donauinselfest-Projektleiter und "pro event" Geschäftsführer Thomas Waldner die zahlreich erschienenen Gäste.

Mein Rock, mein Fest.

"Schon in den 1970er Jahren galt der Rock mit dem Aufkommen des Punk als tot, überholt und museal. Damals wie heute ist diese Aussage nicht ganz richtig. Es stimmt jedoch, dass immer weniger Protagonisten der alteingesessenen Rockszene – altersbedingt – auf den Bühnen der Welt präsent sind“, stellt Vorstandsvorsitzender der Casinos Austria Dietmar Hoscher vorweg klar.

Hoscher ist nicht nur seit Jahrzenten als Musikjournalist und Buchautor tätig sondern zeichnet auch als künstlerischer Leiter des Vienna Blues Spring Festivals verantwortlich. Als Mitglied zahlreicher Fachjurys und Erfinder der Casinos Austria Music Line gilt er als Experte und Förderer von Musikprojekten abseits des Mainstreams.

„Das Aufkommen neuer Technologien und Vertriebsschienen hat nicht nur das Rock-Genre massiv beeinflusst sondern das ganze Musik-Business von Grund auf verändert. Im Zeitalter der Digitalisierung ist es schlicht weg unmöglich über Tonträgerverkäufe zum Superstar zu werden. Affinity groups und Followers zu generieren sowie Präsenz in sozialen Netzwerken zu zeigen, sind heute die Schlüssel zum Erfolg für den heimischen und internationalen Nachwuchs - nachdem es die Rolle der Plattenfirmen nicht mehr gibt“, schließt Hoscher ab.

Den Rock wird es immer geben

„Solange es Strom gibt, wird es auch Rock geben (und kommt mir nicht mit dem unplugged-Schmäh daher!)“, steht für Josef „Muff“ Sopper, der schon seit 1981 als Urgestein der österreichischen Musikbranche dabei ist und schon seit 1985 bis heute beim Donauinselfest und beim Maifest mitwirkt. Bereits 1986 durfte er den ersten Rock auf der Insel mit Iron Maiden miterleben und wurde zeitgleich leitender Vorstand der vereinigten Österreichischen Musikförderer. 1989 heuerte er als Geschäftsführer der Planet Music & Media GmbH an. Als Resümee kann Muff mit rund 25.000 Bands aus aller Welt und rund 5.500 Veranstaltungstagen aufwarten, die sich großteils um das Genre Rock drehten.

Die Musikwelt befindet sich im Umbruch

Max Testory übt mit seinem Statement‚ der Rock sei noch lange nicht am Ende aber die Branche arbeite stetig und fleißig an seinem Untergang, Kritik an der heimischen und internationalen Musikbranche, die sich momentan im Umbruch befindet. Leider bedienen die Mainstream Medien nur die Industriemusik aber es wird sich auch hier eine Gegenbewegung bilden. Testory ist seit 1988 international als Sänger, Autor, Komponist, Gitarrist, Musikproduzent, Darsteller und Sprecher tätig. Seit 2010 betreibt er sein eigenes Musiklabel „Delicous Releases“ als akustischer Feinkostladen und idealistischer Gegenpol zur Industriemusik. Er wirkte unter anderen bei der Fernsehserie „Highlander“ und „Dark World“ mit und ist seit 2011 Leadsänger und Gitarrist der Band „Die Kammer“.

Der Rock verleiht Kraft

„Rock ist für mich ein Gefühl der Stärke, eine Energieinfusion für meinen Körper und Geist. Diese Musik hat etwas Mächtiges, Starkes, Gewaltiges - daher kann der Rock kein Ablaufdatum haben. Erfolg entsteht durch authentische Musik daher müssen wir dem Rock treu bleiben“, findet Annett Thoms, die sich seit jeher mit Musik auseinandersetzt und seit 1980 diverse Gesangausbildungen und Studien der Musik sowie zu Musikbusiness und Bandcoaching in Köln und New York absolvierte.

1998 gründete sie die Musik-Agentur „Fat Push“ in Berlin und förderte so Gesangstalente. Seit 2011unterrichtet sie als Gesangs- und Schauspiellehrerin an der neuen JML Privatuniversität in Wien und ist Vocalcoach von The Su’sis, Nikolaj Grilc und Nikolaj Efendi sowie Wendi Gessner. Seit 2011 ist sie Frontfrau der Band „Stringulatur“.

Der Rock ist nicht tot, er riecht nur komisch

Judith „Judy“ Frank sieht für den Nachwuchs Probleme, besonders im ländlichen Raum, da es hier für nachkommende MusikerInnen schwierig ist abseits des Mainstreams Fuß zu fassen. Den Ursprung dieser Entwicklung bezieht Frank auf die schwindende Nachfrage und die nicht vorhandenen Auftrittsmöglichkeiten sowie die Problematik dass namhafte Radiostationen nur „massentaugliche“ Musik spielen und diese Bands keine Chancen haben von einer breiten Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden.

Nach ihrer Ausbildung als Kindergartenpädagogin absolvierte Frank ein Bachelor- und ein Masterstudium in Musiktherapie an der IMC FH Krems. Sie wirkte in diversen Musicals, Theaterstücken und Bandprojekten mit. Seit 2012 ist sie die Frontfrau der österreichischen Band „Skolka“. Persönlich verbindet Frank mit Rock ein Lebensgefühl, das Lebenslust, Kraft und Freiheit bedeutet.

Der Rock ist kein auslaufendes Modell

Allroundtalent Roman Gregory macht sich seit 1990 als Frontmann und Mastermind des provokanten Ensembles Alkbottle einen Namen in der Musikbranche. Unter anderem war Gregory auch als Sprecher und Autor bei Antenne Wien und HITRADIO Ö3 tätig und wirkte als Darsteller in TV-Produktionen mit. Seit 2004 begeistert er mit seinem Solo-Musikkabarettprogramm als Wien Martin das Publikum und interpretiert Klassiker von Dean Martin auf ur-wienerische Art neu.

„In Österreich hatte Rockmusik noch nie eine namhafte Stellung. Heutzutage spielen alle Radiosender dieselbe Mainstream-Musik, die nur eine Zielgruppe bespielt. Rockbands werden in Österreich trotz des vorhandenen Kulturbudgets und der öffentlichen Kulturbetriebe nicht gefördert. In Österreich fehlt es an einem Rock-Radiosender und einem Rockfest. Rock ist das Genre, das die meisten Fans weltweit begeistert - wir brauchen in Österreich nur die passende Plattform dafür!“, kritisiert Gregory die momentane Lage.

Abschließend waren sich die DiskutantInnen einig, dass das Genre Rock sowohl in Österreich als auch weltweit noch nicht am Ende ist. Durch neue Technologien eröffnen sich auch neue Finanzierungsmöglichkeiten für KünstlerInnen. Der Rock hat innerhalb der letzten zehn Jahre viele Rückschritte gemacht und kleine Rockfestivals und – bands geraten immer mehr in den Hintergrund oder lösen sich komplett auf. Der Rock muss der jungen Zielgruppe durch verschiedene Kommunikationskanäle wieder näher gebracht werden, wenn die Musik wieder gesehen und gehört wird, wird der Rock auch wieder erfolgreich sein.

Donauinselfest 2017: Meine Stadt. Mein Fest.

Das Wiener Donauinselfest wird von der SPÖ Wien veranstaltet und ist das größte Open-Air-Festival in Europa mit freiem Eintritt. Von 23. bis 25. Juni 2017 bietet es auf 16 Inseln 600 Stunden Programm. Weitere Informationen auf https://donauinselfest.at. Beginnen Sie Ihr digitales Festival-Erlebnis auf unseren Social Media-Channels: Facebook: https://www.facebook.com/Donauinselfest, Twitter: https://twitter.com/Inselfest, Instagram: https://www.instagram.com/inselfest, YouTube https://www.youtube.com/user/donauinselfest2010 und Flickr: https://www.flickr.com/photos/donauinselfest.

Bildmaterial

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