FP-Stenzel: Hochhausbeschluß – kein Grund für Hochstimmung

Rot-Grüne Stadtregierung beschließt Hochhaus am Heumarkt. Wien verliert Weltkulturerbe

Wien (OTS) - Die FPÖ-Stadträtin Ursula Stenzel warnte die rot-grüne Stadtregierung heute nochmals eindringlich davor, das Hochhaus am Wiener Eislaufverein im Kern des Welterbegebietes Innere Stadt durch die Verabschiedung des Flächenwidmungsplanes 7984 durchzusetzen. „Obwohl der Kulturausschussvorsitzende Woller und Stadträtin Vassilakou in Feierstimmung sind, ist das kein Tag, um die Champagnerkorken knallen zu lassen“, so Stenzel. 

Hier wird - ob mit oder ohne Weltkulturerbe - ein schwerer Eingriff in das Stadtbild vorgenommen, der nicht mehr zu korrigieren sein wird und dessen Verfahren von Anfang an fragwürdig gewesen ist. Die Korruptionsstaatsanwaltschaft ermittelt wegen Korruptionsverdachts gegen den Verkauf  der Liegenschaft, die österreichische Architektenkammer hat sich von Anfang an aus dem kooperativen Verfahren ausgeklinkt, weil die Stadtregierung - in erster Linie Planungsstadträtin Vassilakou - es von Anfang an verabsäumt hat, Rahmenbedingungen zu definieren, die auf die Stadtmorphologie und den öffentlichen Nutzen Rücksicht genommen hätte.  

Die angeblichen Vorteile des Projektes hätte man auch ohne den massiven Hochhausbau umsetzen können. „Die Argumentation Vassilakous, ohne die heutige Flächenumwidmung wäre der Bestand des Wiener Eislaufvereins endgültig gefährdet, ist fadenscheinig. Die Stadt Wien hat eindeutig vor dem Kapital kapituliert“, sagte Ursula Stenzel.  

Auch wie man mit den Bürgern umgegangen ist, spottet jeder Beschreibung. Dass der Petitionsausschuss erst am 7. Juli tagen wird, ein Zeitpunkt, zu dem die Entscheidung über das umstrittene Hochhausprojekt und den Neubau des Hotels Intercontinental schon längst getroffen ist, kann man nur als Bürgerverachtung bezeichnen. 

Auch dass bewusst die UNESCO mit dieser heutigen Entscheidung provoziert wird und sämtliche Stellungnahmen des Welterberates ICOMOS übergangen wurden, ist verantwortungslos. Die UNESCO wird morgen bereits eine Vorentscheidung über die Aberkennung des Weltkultururerbes für Wien treffen. Man hätte die Abstimmung über den Flächenwidmungsplan heute, wie von der FPÖ gefordert, bis zum Zeitpunkt der Welterbekonferenz in Krakau Anfang Juli verschieben und von der Tagesordnung absetzen sollen.  

 „Die heute leider zu erwartende Entscheidung für das Heumarkt-Hochhaus ist ein kulturpolitischer Skandal und der damit verbundene Verlust des Weltkulturerbes für Wien eine Blamage, insbesondere in Hinblick auf das europäische Jahr des Welterbes im kommenden Jahr“, so Stenzel abschließend. 

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