ÖAMTC zu Getreidemarkt: Kuhhandel auf dem Rücken mobiler Wiener

Club enttäuscht über Unterstützung der SPÖ für Stau-Stadträtin Vassilakou

Wien (OTS) - Heute hat Bürgermeister Michael Häupl erklärt, das Getreidemarkt-Konzept von Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou nun doch mitzutragen. "Offenbar hat es hier einen Kuhhandel gegeben:
Unterstützung für das Investorenprojekt Heumarkt durch die Grünen und im Gegenzug die Zustimmung der SPÖ zum Stau-nach-Plan-Projekt am Getreidemarkt", so ÖAMTC-Interessenvertreter Bernhard Wiesinger. "Diese Vorgangsweise ist unverständlich, denn am Heumarkt geht es um ein Immobilienprojekt und die Glaubwürdigkeit gegenüber einem einzelnen Investor, während am Getreidemarkt täglich über 25.000 Autofahrer betroffen sind. Diese bezahlen für dieses Tauschgeschäft in Zukunft mit ihrer Zeit, die sie in den von der Stadtregierung absichtlich verursachten Staus verlieren", so Wiesinger.

Kein Grund zum Aufgeben – Mehrheit wird sich durchsetzen

In Sachen Verkehr regiert die Wiener Stadtregierung gegen den Willen der Bevölkerung. "Für das bewusste Ausspielen von Autofahrern gegen Radfahrer gibt es keine Mehrheit. Zudem zeigt eine repräsentative Umfrage aus dem Herbst 2015, dass die große Mehrheit der Bevölkerung bei wichtigen Entscheidungen mitreden will. Wir gehen nicht davon aus, dass sich diese Mehrheit auf Dauer von der Minderheit Staus verordnen lassen wird", so der ÖAMTC-Interessenvertreter. Der Club wird daher weiterhin die politisch verordnete Scheuklappenmentalität der Wiener Verkehrsplanung aufzeigen. Das betrifft nicht nur den Getreidemarkt, sondern auch Projekt wie die geplanten Spurreduktionen auf der Roßauer Lände, in der Universitätsstraße, in der Praterstraße oder am Matzleinsdorfer Platz.

ÖAMTC-Vorschlag im Sinne der Rad- und Autofahrer

Am Getreidemarkt ist Platz für einen ausgebauten Radweg und drei Fahrspuren für den Autoverkehr. Dafür muss man bloß den Radweg Richtung Museumsquartier über die Nibelungengasse führen. "Diese Alternativlösung würde auch für Radfahrer eine sicherere Route bedeuten", so Wiesinger. Unterdessen geht die Aktion "Stau nach Plan" weiter. Bisher haben 440.000 Personen auf Facebook das Info-Video des Clubs angesehen, über 6.200 Wienerinnen und Wiener haben für die ÖAMTC-Lösung unterschrieben und über 2.040 Personen haben Protestmails an Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou geschickt. Unterschreiben können Betroffene weiterhin unter www.staunachplan.at.

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