Moosbrugger zum heutigen Weltmilchtag: Wir bringen die Vielfalt

170 Sorten Trinkmilch und 400 Käsesorten aus Österreich im Handel

Wien (OTS) - Das Futter von rund 2 Mio. ha Wiesen, Almen, Weiden und Feldern in Österreich wird von rund 30.000 Milchbauern mit zirka 500.000 Milchkühen zu 3,15 Mrd. kg Milch jährlich veredelt. Drei Viertel der Rohmilch in Österreich kommen aus dem Berg- und benachteiligten Gebiet, die heimische Milchproduktion erfolgt in bäuerlichen Familienbetrieben nahezu zur Gänze aus Eigenfuttermitteln. Die Aktionsangebote im Handel ärgern allerdings die Milchbauern.  

"Die österreichischen Verbraucher sind die wichtigsten Verbündeten in unserer täglichen Arbeit, mit jedem Milchprodukt aus Österreich kaufen sie quasi nebenbei die Gentechnikfreiheit und Landschaftspflege mit. Sie helfen damit teilweise, die Einkommensgrundlage für die Existenz des durchschnittlichen 18-Kuh-Betriebs zu sichern und leisten ihren Beitrag zu einer Produktvielfalt, die es kaum sonst wo auf dieser Welt gibt. Bäuerliche Familienbetriebe sind das Herzstück unserer Milchproduktion, die am Markt aber im Wettbewerb mit Erzeugnissen aus zehn- bis 100-mal größeren Einheiten steht. Die Aktionsangebote im Handel mit -30% und -40% ärgern uns." Dies stellt Josef Moosbrugger, Präsident der LK Vorarlberg und Zuständiger für Milchwirtschaft in der LK Österreich, anlässlich des heutigen Weltmilchtages zu den Leistungen der Milchbauern fest. 

"Der EU-weite Milchmarkt kommt endlich in eine stabile Phase. Die Lieferungen in wichtigen Mitgliedsländern liegen unter dem Vorjahresniveau, die Butternotierungen befinden sich derzeit sogar auf einem Höhenflug. In Österreich legte der Konsum von Butter 2016 wieder zu und verdrängte sogar andere Fette", so der Präsident.  

Die Aktionsangebote mancher Lebensmittelhändler ärgern insofern, als die österreichischen Bauern und Molkereien auf Produktvielfalt, Qualität und Tierwohl setzen: "Unser Ziel ist die Qualitätssicherung und ein dem bäuerlichen Familienbetrieb entsprechender Standard beim Tierwohl für alle Milchkühe. Es wird nicht nur eine agrarische, sondern eine gesamtgesellschaftliche Zielsetzung in Österreich sein müssen, dass mit der Rinderhaltung eine flächendeckende Bewirtschaftung des ländlichen Raums und insbesondere der Grünland- und Benachteiligten Gebiete erhalten wird", betont Moosbrugger. (Schluss)

  


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