GPA-djp: Frühjahrslohnrunde brachte großen Sprung bei Erhöhung der Mindestgehälter

Konsequenter Weg wird auch in Herbstlohn- und Gehaltsrunden fortgesetzt

Wien (OTS) - Noch bevor die Sozialpartnerverhandlungen zur Erreichung von 1.500.- Euro Mindestgehalt finalisiert sind, kann die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) ein sehr positives Resümee über die abgeschlossenen Kollektivverträge der Frühjahrsgehaltsrunden 2017 ziehen. Insgesamt konnte die GPA-djp seit Jahreswechsel 41 Kollektivvertragsverhandlungen erfolgreich abschließen. ++++


In 19 Kollektivverträgen konnte für rund 30.000 Beschäftigte ein Mindestlohn von 1.500.- Euro erreicht werden darunter Angestellte der Holz und Sägeindustrie, Angestellte bei Ärzten Wien, das Österreichisches Rotes Kreuz (Wien, Stmk., NÖ, Bgld.), Rettungs- und Sanitätsberufe, Physikalische Institute Wien und die Diakonie.


In 16 weiteren Kollektivverträgen wurde ein Fahrplan zur Erreichung von 1.500.- Euro bis spätestens Ende 2018 vereinbart. (u.a. Textilindustrie, Gastronomie, Private Kur- und Rehabetriebe)


In sieben Kollektivverträgen konnte im Bereich der GPA-djp ein Mindestlohn von 1.700.- Euro erzielt werden (Papier- und Pappeindustrie, Wiener Hafen, Angestellte bei Speditionen, Rotes Kreuz Vorarlberg sowie Rettungs- und Sanitätsberufe Vorarlberg, Casinos Austria und Lotterien).


Noch im Juni tritt die GPA-djp in Verhandlungen mit der Rechtsanwaltskammer Wien und der Notariatskammer Wien, Niederösterreich und Burgenland, um entsprechende kollektivvertragliche Regelungen zu erreichen. "Sollten sich einzelne Arbeitgebergruppen weigern, sich in dieser Frage zu bewegen, werden wir sicher den Druck erhöhen“, erklärt der stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp Karl Dürtscher im Rahmen der heutigen Tagung des Bundesvorstandes.


"Die durchaus positive wirtschaftliche Entwicklung und eine steigende Inflation bestärken uns, den Weg der konsequenten Anhebung der Mindestlöhne und -gehälter in den kommenden Lohn- und Gehaltsrunden fortzusetzen. Wir sind sehr optimistisch, dass es in absehbarer Zeit keine Mindestlöhne- und Gehälter unter 1.500.- Euro geben wird, ohne unser GPA-djp Ziel von 1.700.- Euro aus den Augen zu verlieren. Einen Abtausch von Mindestgehältern und 12-Stunden-Tag wird es mit uns nicht geben. Diese beiden Themen sind völlig getrennt voneinander zu betrachten“, erteilt Dürtscher entsprechenden Wünschen der Wirtschaftsklammer eine klare Absage.

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