Internationaler Tag für mehr Sicherheit an Eisenbahnkreuzzungen – Verkehrsministerium und KFV starten Info-Offensive in Gemeinden

125 Unfälle an Eisenbahnkreuzungen im Jahr 2016 – Größte Gefahren sind Ablenkung und Unaufmerksamkeit

Wien (OTS) - Anlässlich des morgigen Internationalen Tags für mehr Sicherheit an Eisenbahnkreuzungen starten Verkehrsministerium und KFV – Kuratorium für Verkehrssicherheit eine Informations-Offensive in Österreichs Gemeinden an. Ziel ist, der Bevölkerung die Gefahren bewusst zu machen und über richtiges Verhalten an Eisenbahnkreuzungen zu informieren. Im vergangenen Jahr gab es insgesamt 125 Unfälle an österreichischen Eisenbahnkreuzungen. 15 Personen kamen dabei ums Leben. Im Vergleich dazu verunglückten 2015 124 Personen, 21 davon tödlich. Hauptursache für Unfälle bei Eisenbahnkreuzungen sind Ablenkung und Unachtsamkeit. Auch Gewohnheit spielt eine wesentliche Rolle: Über 70 Prozent der Verunglückten wohnen weniger als zehn Kilometer entfernt von der Eisenbahnkreuzung, an der sich der Unfall ereignete. ****

„Gewohnheit macht blind: Die Leute kennen den Fahrplan und glauben zu wissen, dass jetzt kein Zug kommt. Oder sie sind im Kopf schon zuhause und schauen nicht genau. Das kann fatale Folgen haben. Die Ortsansässigen müssen sich dieser Gefahr bewusst werden. Darum gehen wir direkt in die Gemeinden und halten vor Ort Info-Workshops mit unseren Expertinnen und Experten ab“, sagt Verkehrsminister Jörg Leichtfried. 

„Mehr als 95 Prozent der Unfälle werden durch Fehlverhalten von Straßenbenützern verursacht. KFV-Interviews zeigen, dass Sicherungseinrichtungen – wie beispielsweise Schranken oder Lichtanlagen – oft ignoriert werden“, betont Dr. Othmar Thann, Direktor des KFV. „Unfälle an Eisenbahnkreuzungen sind häufig auf Unaufmerksamkeit und Ablenkung zurückzuführen. Wer sich der Gefahr bewusst ist und aufmerksam auf Verkehrszeichen achtet, ist immer sicherer unterwegs.“

Um die Sicherheit an Eisenbahnkreuzungen in den Gemeinden zu erhöhen, in denen sich häufig Unfälle ereignen, startet das Verkehrsministerium im Herbst in Kooperation mit dem KFV Informationstage direkt vor Ort. Die Teilnahme ist freiwillig, anmelden können sich Gemeinden ab sofort unter eisenbahnsicherheit@bmvit.gv.at. In Abstimmung mit Bürgermeisterin oder Bürgermeister, Eisenbahn und Polizei informieren Expertinnen und Experten bei Workshops Jung und Alt über das richtige Verhalten an Eisenbahnkreuzungen in ihrer Umgebung. Dazu gehört etwa das Achten auf Pfeifsignale des in die Kreuzung einfahrenden Zugs.

Das Infrastrukturministerium investiert jährlich rund 25 Millionen Euro, um Eisenbahnkreuzungen sicherer zu machen. Dabei werden etwa Schranken errichtet, Lichtanlagen installiert oder Kreuzungen durch Unterführungen oder Umfahrungen ersetzt.

SERVICE: Gemeinden können sich ab sofort unter eisenbahnsicherheit@bmvit.gv.at zu den Informationstagen "Mehr Sicherheit an Eisenbahnkreuzungen" anmelden. (Schluss)

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Sophie Lampl, Pressesprecherin des Bundesministers
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sophie.lampl@bmvit.gv.at
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