AK Wien feiert 25 Jahre Rechtsschutz - Kaske: Wir sind da, wenn wir gebraucht werden!

Einführung der Arbeits- und Sozialgerichtsbarkeit vor 30 Jahren war Meilenstein in der Zivilgerichtsbarkeit

Wien (OTS) - „Wir sind da, wenn wir gebraucht werden“, verweist AK Präsident Rudi Kaske auf eine eindrucksvolle Rechtsschutzbilanz der AK Wien: „Knapp 100.000 Arbeitsrechtsvertretungen in den letzten 25 Jahren alleine in Wien - das zeigt, die Arbeiterkammer ist ein verlässlicher Partner für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die Sorgen und Probleme in ihrem Arbeitsleben haben.“ Dabei ist das nur die berühmte Spitze des Eisbergs. In noch viel mehr Fällen wurden Probleme aus dem Weg geräumt, ohne dass ein Gang vors Gericht notwendig wurde: Durch Hilfe zur Selbsthilfe oder durch direkte Interventionen bei den Arbeitgebern. 2016 haben die ExpertInnen der AK Wien 86 Millionen Euro für die Mitglieder herausgeholt, durch Rechtsschutz, durch Vertretung bei Insolvenzen und im Sozialrecht. „Gibt es Probleme in der Arbeit, dann wissen unsere Mitglieder, wohin sie sich wenden können. Unsere Expertinnen und Experten stehen mit Rat und Tat zur Seite.“ Kaske versichert, dass „alle Beratungsleistungen in der von den Mitgliedern geforderten Qualität gewährleistet sind.“ Die ersten Monate im laufenden Jahr zeigen auch, dass die Nachfrage nach Unterstützung und Hilfe der AK nicht abnimmt. Die Inkraftsetzung des Arbeits- und Sozialgerichtsgesetzes vor 30 Jahren bezeichnet Kaske als Meilenstein der Zivilgerichtsbarkeit. Die bis dahin bestehende Kompetenzzersplitterung konnte damit weitgehend beseitigt werden, fachlich spezialisierte RichterInnen und die Einbindung von fachkundigen LaienrichterInnen sind die stabilen Garanten für Rechtsdurchsetzung und Streitbeilegung.

AK-Rechtsschutz ist Erfolgsgeschichte

Der Rechtsschutz der Arbeiterkammern ist eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Vor 25 Jahren waren in Wien gerade einmal etwas mehr als drei Dutzend MitarbeiterInnen in einem eher provisorisch eingerichteten Beratungsbereich die Pioniere der Rechtsschutzgeschichte. Heute sind fast ein Viertel aller AK-MitarbeiterInnen in diesem Bereich beschäftigt. Vor neun Jahren wurde im Haupthaus in der Prinz Eugen Straße ein neues Beratungszentrum geschaffen und alle vier Außenstellen sind der arbeitsrechtlichen Beratung und Rechtsdurchsetzung gewidmet. Kaske: „Wenn es notwendig ist, ist eine AK immer in der Nähe. Das ist auch ein erklärtes Ziel von uns: Nahe bei den Mitgliedern zu sein.“

Die Arbeiterkammer ist nicht nur in der Beratung der Mitglieder führend, in der Rechtsdurchsetzung vor dem Arbeits- und Sozialgericht Wien hat die AK Wien „einen Marktanteil von fast zwei Drittel und im Insolvenzbereich hat der von uns mit dem ÖGB gemeinsam betriebene Gläubigerschutzverband ISA eine nahezu vollständige Marktabdeckung inne.“

In seiner Rede verwies der AK Präsident auch darauf, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit schwierigen Entwicklungen konfrontiert sind. So stehen etwa Forderungen nach noch mehr Flexibilität im Widerspruch zu den Erfordernissen eines erholsamen Familienlebens. Neue Formen der Arbeit wie Crowd Working gefährden das Gefüge des ausgleichenden Arbeits- und Sozialrechts, und die ständigen Angriffe auf die Pflichtmitgliedschaft oder die AK-Umlage bedrohen die Schwächsten in der Gesellschaft. Kaske: „Wer die Arbeiterkammern schwächen will, will in Wirklichkeit die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer schwächen.“

Die Rechtsberatungs-Bilanz 2016 der AK Wien im Überblick:

275.000 Beratungen im Arbeits- und im Insolvenzrecht

44.000 Beratungen im Sozialrecht

15.000 Vertretungen bei Rechtsstreitigkeiten (Rechtsschutz, Arbeits-, Sozial- und Insolvenzrecht; gerichtlich und außergerichtlich)

86 Millionen Euro für die Mitglieder herausgeholt, durch Rechtsschutz, durch Vertretung bei Insolvenzen und im Sozialrecht.

Neben der Beratung durch ausgewiesene ExpertInnen gibt es auch noch Hilfe zur Selbsthilfe – durch Broschüren, Information und auf wien.arbeiterkammer.at.

Kaske: „Die Zahlen belegen: Wir lassen die ArbeitnehmerInnen nicht im Stich!“

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Arbeiterkammer Wien
Thomas Angerer
+43-1 501 65-2578
thomas.angerer@akwien.at
http://wien.arbeiterkammer.at

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