01. Juni 2017 „Weltbauerntag“: Romy-Sieger Michael Starkl präsentiert neue Serie über Österreichs Bäuerinnen und Bauern

Wien (OTS) - Sie ernähren 8 Millionen Menschen, obwohl sie gerade einmal drei Prozent der Bevölkerung ausmachen: Bäuerinnen und Bauern sind eine der wichtigsten Berufsgruppen in Österreich. Romy-Preisträger Michael Starkl beschäftigt sich in seinem neuen TV Projekt ausführlich mit dem Thema Landwirtschaft und schafft damit einen neuen Blick auf einen Berufstand abseits von Klischees.

„roadKITCHEN“ ist eine 10-teilige Kochsendung, die ab 3.Juni 2017 auf ORF III (Beginn: 18:05 Uhr) ausgestrahlt wird. Darin begibt sich der passionierte Hobbykoch Paul Kogelnig mit einem eigens entwickelten Food-Bike auf die Suche nach dem Ursprung unserer Nahrung und besucht LandwirtInnen in den unterschiedlichsten Regionen Österreichs. Gezeigt wird eine neue Generation von Bäuerinnen und Bauern, die sich dem nachhaltigen und biologischen Anbau bzw. der Tierhaltung verschrieben haben. Angefangen bei Rinderzucht, über Saatgutvermehrung und Gemüseanbau – jede/r LandwirtIn ist VorreiterIn auf seinem/ihrem Gebiet und lebt auf eine besondere Art und Weise den Berufsethos.

Wohlfühlen vor Ertrag

Allen gemeinsam ist die Abkehr von der industriellen Landwirtschaft. Die neue Generation der Bäuerinnen und Bauern vertritt andere Werte, es geht Ihnen vor allem um einen ursprünglichen Umgang mit der Natur.

„Das größte Problem, das Leute, die in der Landwirtschaft arbeiten haben, ist dass sie versuchen, die Natur zu verbiegen, aber das funktioniert nicht“, sagt Fred Zehetner, Rinderzüchter aus Niederösterreich, der in der ersten Folge vorgestellt wird. Auf seiner 320 Hektar großen BOA („Best of Austria“)-Farm im nördlichen Weinviertel züchtet er rund 600 Angus Aberdeen und Galloway-Rinder. Von der Geburt bis zum Tod steht das Wohlbefinden der Tiere im Mittelpunkt: „Geht es den Tieren gut, geht es den Menschen gut“, so Zehetner. Auf der Farm wachsen die Rinder artgerecht und natürlich auf, ohne Kunstdünger und Hochleistungsfutter. Die Tiere haben lange Zeit zum Wachsen, im eigenen Schlachthaus werden sie direkt am Hof geschlachtet.

Dieser Trend zur Natürlichkeit und Regionalität, dem Selbstproduzieren, das Bedürfnis der Menschen, zu wissen wo Produkte herkommen, haben Michael Starkl zur Idee für „roadKITCHEN“ inspiriert. „Vor allem hat mich interessiert, wie ein bewusster Umgang mit der Natur in Zeiten von Industrialisierung und Digitalisierung funktionieren kann“, so Starkl.

„Das wichtigste ist, dass man Freude daran hat“

Die Antworten auf diese Frage sind so vielfältig, wie die Wege, die die österreichische Landwirtschaft heute beschreitet, selbst. Natürlichkeit bedeutet Arbeit, aber auch mehr Spaß und Zufriedenheit. „Wir haben so eine Freude damit. Es ist so schön, zu sehen, wie aus einem Samenkorn eine riesige Pflanze wächst, die so schön blüht… und wir können das alles beobachten“, erzählt Maria Schmidt vom Biohof Schmidt, der für Sonnentor produziert und sich auch mit dem Thema Saatgutvermehrung alter Gemüse- und Getreidesorten beschäftigt.

In den letzten zehn bis 15 Jahren hat sich viel getan. Wie Zehetner, stammen viele der heutigen Bäuerinnen und Bauern nicht mehr aus einem landwirtschaftlichen Umfeld. Der Beruf ist für sie aus vielen Gründen attraktiv. Die Nähe zur Natur und dem „Leben erzeugenden Prinzip“, das der Landwirtschaft inhärent ist, sind wichtige Argumente.

Das Publikum bekommt in „roadKITCHEN“ einen Einblick in das Leben der jungen LandwirtInnen und sieht, wie ihre Nahrung angebaut wird. In beeindruckenden Bildern führen die Bäuerinnen und Bauern durch ihren Betrieb, erzählen von ihrem Alltag, ihrer Art und Weise zu arbeiten, aber auch von ihren Problemen und Sorgen. Der Bauerstand leidet an Zukunftsängsten: 70 Prozent ist nicht klar, wie sie ihre Zukunft bestreiten und ob die Übergabe in die nächste Generation gesichert ist.

Nachhaltigkeit und Kulinarik

Wenn es darum geht, die Zukunft zu sichern, sind die Menschen wichtig. Dem Qualitätsversprechen an Kundinnen und Kunden fühlen sich die neuen LandwirtInnen daher besonders verpflichtet. „Nur der Kunde kann den Bauer retten, nicht Förderungen oder EU-Programme“ sagt Zehetner in Anlehnung an Heinz Reitbauer senior, der mit seinem Edelfleisch das Steirereck in Wien beliefert.

Um KundInnen zu überzeugen, kommt in „roadKitchen“ daher auch das Kulinarische nicht zu kurz. Gemeinsam mit Hobbykoch Paul wird in jeder Sendung das Produzierte verkocht und verkostet, dabei unterstützen die Bäuerinnen und Bauern Paul mit ihrem Fachwissen.

„So wie ich vom Herzen für’s Herz koche, produzieren die Bauern in ‚roadKITCHEN‘ mit Herz. Das Ergebnis sind qualitativ hochwertige Produkte, um die es in der Sendung auch geht“, sagt Moderator Paul Kogelnig.

Am Ende jeder Folge wird zudem eine Initiative vorgestellt, die sich mit dem nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln beschäftigt. Themen wie Müllvermeidung, Lebensmittelverschwendung und Wiederverwertung stehen im Vordergrund. Vorgestellt werden Foodsharing- und Tafelprojekte, Kompostieranlagen, verpackungslose Supermärkte, „Dumpster“ und Altstoffverwerter.

Bauern, die in „roadKITCHEN“ vorgestellt werden:

  • Fred Zehetner, Wienviertel/NÖ, BOA Farm Rinderzucht
  • Biohof Holzer, Neudorf/NÖ, Kürbisbauer
  • Alfred Grand, Absdorf/NÖ, Hanfbauer, Regenwurmfarm
  • Gernot Heigl, Stegersbach/Burgenland, Flusskrebszucht
  • Christian Zeiler, Münchendorf/Wien, Tomatenbauer
  • Wolfgang Wallner, Moosdorf/OÖ, Hühner-Freilandhaltung
  • Denise Pölzelbauer, Brunn an der Pitten/NÖ, Bäckermeisterin
  • Werner Michlits, Pamhagen/Burgenland, Weinbauer
  • Biohof Schmidt, Neudorf bei Staatz/NÖ, Biobauer
  • Tristan Toé, Wachtberg/NÖ, Saatgutvermehrung, Gemüsebauer

Zur Person: Michael Starkl, Produzent und Regisseur

Filmemacher und Jungunternehmer Michael Starkl ist Kopf der Filmproduktionsfirma STARKL!Film. Er ist Sohn der österreichischen Gärtnerfamilie Starkl, lebt und arbeitet in Berlin. Für sein Erstlingswerk „GartenKULT“ (2015) erhielt er die Akademie-Romy für die „beste Programmidee“. Seine TV-Produktionen zeichnen sich durch Kinotechnik und hochwertige Bilder, aber vor allem durch Leidenschaft für Inhalte und Themen aus.

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