- 17.05.2017, 11:25:13
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„Am Schauplatz“-Reportage über die österreichische Bewegung der Staatsverweigerer
„Nachgefragt: Österreich – Nein Danke!“ am 18. Mai um 21.05 Uhr in ORF 2
Utl.: „Nachgefragt: Österreich – Nein Danke!“ am 18. Mai um 21.05
Uhr in ORF 2 =
Wien (OTS) - Sie nennen sich „Freeman“, „Souveräne“ oder
„Reichsbürger“. Den Staat und seine Gesetze erkennen sie nicht an.
Sie zahlen keine Steuern, sind nicht sozialversichert und ignorieren
Strafmandate und andere Bescheide. „Der Staat Österreich ist eine
Firma, mit der habe ich keinen Vertrag“, sagt Joe Kreissl, ein
wichtiger Kopf der Bewegung. Er und seine Mitstreiter planen, aus
Österreich auszutreten. In einem Schloss in Oberösterreich wollen sie
einen eigenen Staat gründen, mit eigener Gerichtsbarkeit. Er soll
„Erlösterreich“ heißen und sie von Österreich „erlösen“.
Eineinhalb Jahre sind seit der Erstausstrahlung der Sendung
„Österreich – Nein Danke!“ vergangen. In dieser Zeit hat die Bewegung
enormen Zulauf erlebt. Das Innenministerium geht von 1.100 aktiven
Mitgliedern und 22.000 Sympathisanten aus. Hat man die Bewegung
früher irrtümlich als Sekte eingestuft, sieht man sie jetzt als
staatsfeindliche Bewegung. Ein eigener Straftatbestand wurde soeben
beschlossen. „Am Schauplatz“-Reporterin Nora Zoglauer hat den Prozess
in Krems dokumentiert und ist eineinhalb Jahre später für die
Reportage „Nachgefragt: Österreich – Nein Danke!“ – zu sehen am
Donnerstag, dem 18. Mai 2017, um 21.05 Uhr in ORF 2 – wieder nach
Oberösterreich ins Schloss Walchen gefahren, um zu schauen, wie es
den Schlossbewohnern bei der Gründung ihres eigenen Staates
Erlösterreich ergangen ist.
Die österreichische Bewegung der Staatsverweigerer fiel einer
größeren Öffentlichkeit erstmals im Sommer 2014 auf. In Hollenbach im
Waldviertel versammelten sich rund 200 ihrer Sympathisanten auf dem
Anwesen der Masseurin Michaela W. Sie war besachwaltet und wollte
ihre Sachwalterin, eine Anwältin, loswerden. Die Freemen planten,
dieser den Prozess zu machen, an einem von ihnen gegründeten
Gerichtshof namens „International Common Law of Justice Vienna“. Doch
zu dem Tribunal kam es nicht. In einem Großeinsatz beendete die
Polizei die Versammlung. Ein Strafverfahren am Landesgericht Krems
war die Folge. Mehrere Souveräne wurden wegen schwerer Nötigung,
beharrlicher Verfolgung und Widerstand gegen die Staatsgewalt
schuldig gesprochen.
Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als
Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der
ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.
Das gesamte TV-Angebot des ORF – ORF eins, ORF 2, ORF III, ORF SPORT
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