Aufhebung der Zugangsbeschränkungen für das Medizinstudium löst Ärzteflucht nicht!!!!

Der drohende Ärztemangel im ländlichen Raum ist nicht mit Aufhebung der Zugangsbeschränkungen zu lösen!

St. Pölten (OTS) - Abwanderung österreichischer Jungärzte

Mangelhafte Qualität bei der Aus- und Weiterbildung, schlechte Arbeitsbedingungen im Spitalsbereich, sowie bürokratische Hürden im niedergelassenen Bereich machen es für Jungärzte unattraktiv, in Österreich als Arzt tätig zu sein.

Die Abwanderung von Jungärzten überrascht daher nicht. „Um eine weitere Abwanderung zu verhindern, müssen wir die Ursachen dafür im Ansatz bekämpfen. Medizinische Massenuniversitäten sichern die ärztliche Versorgung jedenfalls nicht. Man arbeitet hier ganz einfach an den Problemen vorbei. Bilden wir noch mehr Ärzte aus, wandern noch mehr in andere Länder und Branchen ab.“, so Machacek.

  

Maßnahmen gegen die Abwanderung und für die Verbesserung

Laut OECD Schnitt ist Österreich das Land mit der zweithöchsten Ärztedichte. Um diesen Platz zu halten und um Versorgungsproblemen vorzubeugen, müssen die Rahmenbedingungen für Ärzte angepasst werden: Finanzierung aus einer Hand und das Prinzip des best point of practice müssen umgesetzt werden. Machacek nennt als weitere Schritte unter anderem die Verbesserung der Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten im Spitalsbereich, Entbürokratisierung der Ordinationsstrukturen im niedergelassen Bereich, Förderungen von Ärzten im ländlichen Raum und moderne, einheitliche Leistungs- und Honorarkataloge im Sozialversicherungsbereich.

„Warum wollen wir noch mehr Mediziner ausbilden, wenn wir grundsätzlich keinen Ärztemangel haben, sondern die Ursachen von steigender Abwanderung und medizinischen Versorgungsproblemen im Gesundheitssystem zu finden sind? Unsere Strukturen müssen endlich verbessert werden, um Österreich wieder als interessanten Arbeitsmarkt für unsere Jungmediziner zu positionieren“, betont Machacek abschließend.  Ein Resolutionsantrag dazu wird im Landtag eingebracht.

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