ÖGJ-Vorsitzender Ernszt gratuliert Brigitte Martinek zum Sieg im Fahrzeugtechnik-Lehrlingswettbewerb

Zeigt zwei Dinge: Überbetriebliche Ausbildung ist genauso gut wie betriebliche, und Frauen können in so genannten Männerberufen punkten

Wien (OTS/ÖGB) - Beim Wiener Lehrlingswettbewerb der FahrzeugtechnikerInnen hat Brigitte Martinek in der Kategorie Karosseriebautechnik gewonnen. Die 20-Jährige lernt den Beruf nicht in einem Lehrbetrieb, sondern in der Überbetrieblichen Lehrlingsausbildung von Jugend am Werk. „Ich gratuliere Brigitte Martinek ganz herzlich zu ihrem Erfolg. Sie zeigt, dass Frauen auch in so genannten Männerberufen erfolgreich sind, und dass die überbetriebliche Lehrlingsausbildung um nichts schlechter ist als die Lehre in einem Betrieb“, sagt Sascha Ernszt, Vorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ).++++

„Die Zeiten, in denen die Überbetriebliche Ausbildung den Ruf einer Lehre zweiter Klasse hatte, muss somit endgültig vorbei sein“, so Ernszt. Er fordert dennoch die Wirtschaft auf, wieder mehr Lehrlinge auszubilden. Auch der Geschäftsführer der Landesinnung für Fahrzeugtechnik, Leonhard Palden, wird auf wien.orf.at so zitiert: „Es sind einfach nicht ausreichend Lehrstellen vorhanden.“ Dazu ÖGJ-Ernszt: „Viele Firmen nehmen ihre Verantwortung wahr und bilden in Top-Qualität aus, aber andere tun nichts und verlassen sich auf die aus Steuergeld finanzierte Überbetriebliche Ausbildung. Hier sieht man wieder einmal, dass eine Reform der Lehrstellenförderung überfällig ist: Wer nicht ausbildet, soll zumindest einzahlen!“

ÖGJ-Modell für einen Ausbildungsfonds

Die Gewerkschaftsjugend fordert einen Ausbildungsfonds (Fachkräftemilliarde), in den Firmen einzahlen, die nicht ausbilden, obwohl sie es könnten, und aus dem Betriebe, die qualitativ hochwertig ausbilden, Förderungen erhalten. Der Fonds soll durch ein Prozent der Jahresbruttolohnsumme durch die Unternehmen finanziert werden.

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