VP-Kugler: Integration in Wien: Fördern jedoch auch Fordern ist notwendig

Treffen der Integrationsverantwortlichen der Landes- und Stadtparteien der ÖVP im ÖVP Wien Rathausklub

Wien (OTS) - Am Freitag dem 12. Mai 2017 lud die Integrationssprecherin der ÖVP Wien Gemeinderätin Gudrun Kugler, zu einem Treffen der Integrationsverantwortlichen der Landes- und Stadtparteien der ÖVP.

Als Gäste und Fachexperten wurden unter anderem Dr. Tina Widmann, frühere Salzburger Landesrätin für Familie, Kinder, Jugend und Integration und Mag. Michael Girardi, Leiter der Abteilung „Grundsatzangelegenheiten Integration“ im Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres begrüßt.

„Die Migrationsumwälzungen der letzten Jahre machen Integration zum vorrangigen Anliegen. Menschen, die hier bleiben werden, müssen die Fähigkeit erlangen, sich selbst zu erhalten. Die Verbreitung des politischen Islams muss verhindert werden - stattdessen Rechtsstaat, die Einhaltung der Gesetze sowie Freiheit und Toleranz der westlichen Kultur eingefordert werden. Durch eine positive Debattenkultur können wir außerdem einen europäischen Islam fördern“, so Kugler.

Daher sei das Fördern wie auch Einfordern und die Erwartung einer Gegenleistung wesentlich für das Gelingen der Integration. Gemäß der Studie von OECD und Europäische Kommission würde es fünf Jahre dauern, bis 50 Prozent der Flüchtlinge einer Beschäftigung werden nachgehen können. Es dauere im Schnitt 15 bis 20 Jahre, bis sich die Beschäftigungsquoten der Geflüchteten jenen von Inländern angeglichen hätten. Integration ist demnach ein sehr langer Prozess und eine große Herausforderung insbesondere für Ballungszentren, wie die Stadt Wien.

Für Girardi ist bei der Integration der entscheidende Punkt, Migrantinnen und Migranten sowohl zu fördern, als auch zu fordern. Seit 2015 würden vom BMEIA besonders jene Projekte finanziert, die die Integration von Flüchtlingen fördern. Zudem gilt es, die Migrantinnen und Migranten zu motivieren, neben den Sprachkursen auch die Wertekurse zu besuchen, damit Flüchtlinge mit den Grundregeln unseres Zusammenlebens frühzeitig vertraut gemacht werden können. Ende 2015 wurden im BMEIA Werte- und Orientierungskurse für Flüchtlinge entwickelt und bundesweit angeboten, deren zentrale Bestandteile die Grundwerte der österreichischen Verfassung wie beispielsweise die Gleichberechtigung von Mann und Frau, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und die Meinungsfreiheit beinhalten.

Für Widmann müsse so früh wie möglich angesetzt werden, um den Migranten unser Bildungssystem und die daraus resultierenden Anforderungen und Werte näher zu bringen. Dazu gehöre beispielsweise ein Buddy-System, sowohl auf der Ebene der Eltern als auch auf Ebene der Jugendlichen.

„Als Länder und Gemeinden wollen wir uns hinter Sebastian Kurz stellen und seine Politik im Bereich Integration engagiert unterstützen. Auch auf sozialpolitischer Seite wollen wir den Integrationsblickwinkel stärker einbringen, denn die Selbsterhaltung ist ein wichtiges Ziel“, so Kugler weiter und abschließend: „Man blickt in Integrationsfragen immer gleich Richtung Bund. Integration ist aber Querschnittmaterie: Auch die Länder sind für vieles zuständig. Dafür wollen wir uns besser koordinieren, gemeinsam nachdenken und engagiert zusammenarbeiten.“

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