Handgranate auf Abwegen

Wien (OTS) - Am 15.05.2017 fand gegen 14:30 Uhr ein Mann beim Räumen eines Lagers am Bischof-Faber-Platz (18. Bezirk) eine Handgranate aus dem zweiten Weltkrieg. Der Mann brachte daraufhin das Kriegsmaterial zum Mistplatz der MA48 in die Richthausenstraße. Die Mitarbeiter der Müllentsorgung teilten ihm mit, dass der Fund ein Kaliber zu groß für die Problemstoffsammlung sei und verwiesen ihn an die Polizei. Folgsam stellte der Mann etwas später die Handgranate (in einer Metalldose verwahrt) bei der Polizeiinspektion Gersthofer Straße auf das Pult des wachhabenden Polizisten. Ein sprengstoffkundiger Spezialist der LPD Wien untersuchte schließlich das Gerät, der Entschärfungsdienst des Innenministeriums transportierte die alte Splitterhandgranate ab. Die Granate dürfte mehrere Jahrzehnte in dem Lager unentdeckt geblieben und funktionsuntüchtig gewesen sein.

Hinweis: Beinahe wöchentlich werden im Wiener Gemeindegebiet diverse Kriegsmaterialien, von Munition über Granaten bis Fliegerbomben, aufgefunden oder bei Bauarbeiten ausgegraben. Trotz des hohen Alters der Waffen muss bei jedem gefundenen Gegenstand von einer potenziellen Gefahr ausgegangen werden. Deshalb muss bei jedem derartigen Fund folgende Vorgangsweise von allen Beteiligten unbedingt eingehalten werden:
1.) Kein (weiteres) Hantieren mit dem Kriegsmaterial nach dem Fund 2.) Verlassen des unmittelbaren Fundortes
3.) Unverzügliche Verständigung der Polizei unter Tel. 133
4.) Abwarten der weiteren Verfügungen der Exekutive

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