- 15.05.2017, 12:46:48
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- OTS0117
„Thema“ am 16. Mai: Leichenfund im Schweinestall
Außerdem: Jus-Studenten verhöhnen NS-Opfer
Utl.: Außerdem: Jus-Studenten verhöhnen NS-Opfer =
Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert in „Thema“ am Dienstag,
dem 16. Mai 2017, um 21.05 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:
Leichenfund im Schweinestall
Freitagabend findet eine Polizeistreife eine verweste Leiche in einem
heruntergekommenen Schweinestall in Oberösterreich. Kriminalisten
sind sich sicher: Es handelt sich um den seit zehn Monaten
verschwundenen Dr. Roland Krenn. Schon Tage vor dem Leichenfund
recherchiert „Thema“ im „Vermisstenfall Krenn“. Der 63-Jährige galt
als äußerst vermögend und als Einzelgänger. „Ein armer, reicher Kerl“
sagt ein Bekannter. Zum Schweinestall, in dem Roland Krenns Leiche
gefunden wurde, gehört auch ein Gasthaus. Der 28-jährige Wirt wurde
festgenommen. Er sitzt wegen Mordverdachts in U-Haft. Niemand im Ort
kann sich vorstellen, dass der Wirt dazu fähig wäre. „Der Stall ist
Tag und Nacht offen. Jemand anders hat dort die Leiche hineingelegt“,
meint die Großmutter des Verdächtigen, als sie „Thema“ den Stall
zeigt, den sie nie wieder in ihrem Leben betreten will. Martin
Steiner und Christoph Bendas haben die Hintergründe recherchiert.
Jus-Studenten verhöhnen NS-Opfer
Unmittelbar vor der ÖH-Wahl ist die Hochschülerschaft mit einem
handfesten Skandal konfrontiert: Jus-Studenten und Funktionäre der
ÖVP-nahen AktionsGemeinschaft (AG) am Wiener Juridicum haben auf
Facebook und WhatsApp Holocaust-Opfer verhöhnt und u. a. Fotomontagen
mit Hitler, Göbbels und Hakenkreuz verbreitet. „Leider handelt es
sich hier nicht um einzelne schwarze Schafe, sondern um eine größere
Gruppe von AG-Jus-Funktionären“, sagt Paul Oberhammer, Dekan an der
Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Uni Wien. Das „JUS
Männerkollektiv“ hat 32 Mitglieder, 17 wurden bisher ausfindig
gemacht und aus der AG-Studentenvertretung ausgeschlossen. Danielle
Spera, Direktorin des Jüdischen Museums in Wien, hat sie alle zu
einem Workshop eingeladen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen
Verdachts auf Verhetzung und Verstößen gegen das Verbotsgesetz.
Christian Zechner und Christoph Seibel berichten.
Holocaust-Gedenken: Von Rettern und Geretteten
Lucia Heilmann ist elf Jahre alt, als sie sich mit ihrer Mutter in
der Werkstatt eines Freundes vor den Nazis verstecken muss. Vier
Jahre lang war die Todesangst allgegenwärtig. „Ich durfte nicht
einmal aus dem Fenster schauen. Wenn mich jemand gesehen hätte, wäre
das unser Ende gewesen“, erzählt die 87-jährige ehemalige
Kinderärztin. Auch die Oberösterreicherin Anna Hackl ist ein Kind,
als ihre Familie zwei entflohene Mauthausen-Gefangene bei sich auf
dem Hof versteckt. Sie erinnert sich an bange Momente: „Die SS ist
mit den Hunden gekommen. Das ganze Haus war umstellt. Warum sie die
Versteckten nicht gefunden haben, ist uns heute noch ein Rätsel.“
Christoph Bendas über Heldenmut unter Todesangst in einem der
dunkelsten Kapitel der Geschichte.
Begeisterung für die Bühne
Mathias Gmeiner ist der erste deutschsprachige Schauspieler mit
Downsyndrom, der die Bühnenreifeprüfung abgelegt hat. 19 weitere
junge Frauen und Männer werden derzeit ausgebildet. „Wenn ich auf der
Bühne stehe, ist das für mich wie ein warmes Licht, da fühl‘ ich mich
geborgen, wie zu Hause“, sagt Brent Larsen, einer der begeisterten
Schauspielschüler. Rike Fochler hat das Ensemble „T21büne“ bei Proben
und bei einer Vorstellung besucht.
Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als
Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der
ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.
Das gesamte TV-Angebot des ORF – ORF eins, ORF 2, ORF III, ORF SPORT
+ sowie 3sat – ist auch im HD-Standard zu empfangen. Alle
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