GRAS Wien: Universität Wien stellt USI Gelände deutschnationaler Burschenschaft zur Verfügung

Nach AG Skandal - Rektorat der Uni Wien toleriert antisemitisches Gedankengut an der Uni

Wien (OTS) - In einem offenen Brief fordern die Grünen & Alternativen Student_innen den Rektor der Universität Wien dazu auf, dem “Wiener Akademischen Turnverein” die Abhaltung ihres 130-jährigen Stiftungsfests am Universitätssportinstituts zu untersagen. Wie auf der Homepage des Wiener Akademischen Turnvereins (WATV) nachzulesen ist, hält dieser zwischen 25. und 28. Mai im Zuge ihres 130-jährigen Stiftungsfests einen Wettkampf am Gelände des Universitäts-Sport-Instituts (USI) auf der Schmelz ab.

Der WATV ist als Teil des Wiener Kooperationsrings (WKR), deutschnational ausgerichtet und ist ausschließlich Männern vorbehalten. “Die antisemitische Haltung des WATV erschließt sich allein schon aus dem Titel des Wettkampfs “Jahn-9.-Kampf” - der durch den Wettkampf gehuldigte Friedrich Ludwig Jahn war glühender Antisemit.” so Lena Köhler, Spitzenkandidatin der GRAS an der Uni Wien für die ÖH-Wahl 2017. “Dass die Universität Wien einem solchen Verband ihre Ressourcen zur Verfügung stellt ist untragbar. Damit zeigt sich, dass antisemitisches Gedankengut nicht nur von der Studienvertretung Jus betrieben, sondern auch vom Rektorat der Universität Wien geduldet wird.” sagt Köhler.

Der WATV ist keinesfalls ein harmloser Turnverein. “Wie stark der WATV in der einschlägigen Szene des WKR aktiv ist zeigt sich daran, dass der aktuelle Sprecher des WKR, Klaus Kuchling, Mitglied des WATV ist. Vor der Bude des WATV in der Mölker Bastei im 1. Wiener Gemeindebezirk treffen sich regelmäßig zahlreiche rechte und rechtsextreme Burschen für ihre Aufmärsche, bei denen auch “Hitlergrüße” dokumentiert sind”, sagt Köhler. Die deutschnationale Ausrichtung des WATV spiegeln sich auch in den schwarz-rot-goldenen  Farben des WATV wieder. Von Mitgliedern wird eine ”Zugehörigkeit und des Bekenntnisses zum deutschen Volkstum” vorausgesetzt.

"Wir fordern das Rektorat der Universität Wien dazu auf, die Zusage zu diesem Wettkampf zurück zu ziehen. Die GRAS stellt sich gegen jeden Antisemitismus, dieser hat weder was in der Studienvertretung noch am Universitätsgelände zu suchen”, so Köhler.

Offener Brief der GRAS an Dr. Engel, Rektor der Universität Wien: https://www.gras.at/?p=1056



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