AK Bilanz 2016: 310.650 Beratungen, 39 Mio. Euro für Tirols Beschäftigte erkämpft

171. Vollversammlung der AK Tirol beschloss Rechnungsabschluss einstimmig

Innsbruck (OTS) - Die Bilanz der AK Tirol für 2016 kann sich sehen lassen und spiegelt wider, was den mehr als 350.000 Tiroler Beschäftigten im Alltag so alles widerfährt. Täglich finden in der AK Tirol im Schnitt 1.300 Beratungen in Innsbruck und in den Bezirken statt. Das ergab im letzten Jahr die Summe von insgesamt 310.650 Beratungen! Unterm Strich erkämpfte die AK Tirol 2016 rund 39 Millionen Euro für die Mitglieder.

Der Rechnungsabschluss der Arbeiterkammer Tirol wurde mit den Stimmen aller Fraktionen einstimmig beschlossen. AK Direktor Mag. Gerhard Pirchner präsentierte der Vollversammlung die Details und hob eindrucksvolle Zahlen hervor. Rund ein Drittel der 310.650 Beratungen, nämlich 99.760, betraf das Arbeitsrecht, 57.570 entfielen auf den Konsumentenschutz, weitere 46.850 auf das Sozialrecht, 18.470 auf das Miet- und Wohnrecht und weitere 22.900 auf Wirtschafts- und Steuerfragen. 18.480 Beratungen wurden im Betriebsservice geleistet, rund 12.810 in Lehrlings- und Jugendfragen, weitere 14.920 Anfragen drehten sich um die Aus- und Weiterbildung. Mehr als 8.000 Beratungen betrafen persönliche Schicksalsschläge, die im AK Unterstützungsfonds betreut werden. Diese Zahlen haben sich innerhalb von zehn Jahren um mehr als ein Drittel erhöht! Die AK Bücherei verzeichnete mehr als 106.000 Besucher mit 238.400 Entlehnungen, davon waren bereits mehr als 101.000 eBooks. Die Kontaktoffensiven, die im Laufe des Jahres in ganz Tirol durchgeführt wurden, werden im kommenden Jahr intensiviert. Dadurch lernten tausende Mitglieder die AK Funktionäre und Mitarbeiter persönlich kennen. Im Rahmen der AK Ferienaktionen erlebten im Vorjahr 1.370 Kinder in 31 Ferien-Wochen spannende Urlaubstage. Für die berufstätigen Eltern stellt dies eine wichtige Entlastung der Betreuungspflicht in den Sommermonaten dar.

Leider bedurfte es auch in abgelaufenen Jahr wieder in tausenden Fällen einer Intervention durch die AK Experten oder des Rechtsschutzes für die Klage bei Gericht, damit AK Mitgliedern zu ihrem Recht verholfen werden konnte. Unterm Strich erkämpfte die AK Tirol 2016 rund 39 Millionen Euro für Betroffene. Ganz zu schweigen von den zig Millionen Euro, die sich die Mitglieder durch vorbeugende Beratung und Information erspart haben. Dazu gehören auch Hilfe zur Selbsthilfe durch Online-Angebote, hunderte Broschüren, Informationsveranstaltungen und Bildungsangebote.

Gerechtigkeit muss sein

Sich für mehr Gerechtigkeit einzusetzen und den Tiroler Beschäftigten dabei mit Rat und Recht zur Seite zu stehen, war Schwerpunkt in der Beratungsleistung der AK Tirol. 315 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Innsbruck und in den Bezirken sind für die Mitglieder da. Täglich wandten sich knapp 1.300 AK Mitglieder an Ihre AK - egal, ob im Arbeits-, Sozial-, Konsumenten-, Wohn- oder Steuerrecht, in Bildungs- oder Jugendfragen. Von den insgesamt 310.650 Beratungen wurden 71.170 persönlich, 226.400 telefonisch und 13.080 schriftlich beantwortet. Das Web-Portal der AK Tirol verzeichnete 301.458 Besuche mit rund 1 Million Seitenaufrufe.

Die AK wurde auch 2016 regelrecht gestürmt. Darin zeigt sich, dass die AK die gesellschaftspolitischen Erfordernisse erkennt und ihr Angebot für AK Mitglieder entsprechend anpasst und erweitert, um die Nachfrage decken zu können. Die eigens geschaffene Wohn- und Mietrechtsberatungverzeichnet laufend Steigerungen in der Beratung, auch das Service für die Betriebsräte und für Krisenintervention in den Betrieben hat sich bestens bewährt. Im Konsumentenbereich sind die Anfragen und Berechnungen zu Kreditzinsen, Zinsgleitklauseln, Fremdwährungskrediten und Lebensversicherungen explodiert Durch die Regionalisierungsoffensive wurden die acht Bezirkskammern räumlich und personell ausgebaut und haben sich zu den wichtigsten regionalen Schutzhäusern in den Bezirken entwickelt.

Mit den mehr als 2,3 Mio. Euro an Direktförderungen für Bildungs- und Ausbildungsbeihilfen und dem Unterstützungsfonds sowie den Rückenwind-Projekten, den Nachhilfe- und Ferienaktionen und mehr als 120 Informations-reihen in allen Bezirken pro Jahr ist die AK für die Mitglieder wichtiger denn je.

Die Gesamteinnahmen der AK betrugen im Vorjahr rund 40 Millionen Euro. Der größte Teil der Mittel wurde vor allem für die direkte und umfassende Betreuung der Mitglieder in den Bereichen Arbeits- und Sozialrecht, Konsumentenschutz, Wohn- und Mietrecht, Bildungs- und Jugendmaßnahmen aufgewendet. Von der Beratung über die Intervention bis zum gerichtlichen Rechtsschutz reichte dabei die Palette.

Die AK Beschäftigten sind Experten im Arbeitsrecht, Sozialrecht, Wohnrecht und Konsumentenschutz und sind auch in zahlreichen weiteren interessenpolitischen Themenfeldern hervorragend aufgestellt. So hat die AK im Vorjahr 597 Gesetze und Verordnungen auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene begutachtet und ihre Stellungnahme abgegeben. Dabei ist die AK nur den Interessen ihrer Mitglieder verpflichtet. Durch inhaltliche Vorschläge der AK gelingt es immer wieder, auch auf dem Gesetzesweg Verbesserungen für die Arbeitnehmer zu erreichen.

Sparsam gewirtschaftet

Der Rechnungsabschluss 2016 zeigt aber auch, dass die Arbeiterkammer mit den Beiträgen ihrer Mitglieder äußerst umsichtig wirtschaftet. Im abgelaufenen Jahr wurden sinnvolle Sparpotentiale ausgeschöpft, wodurch auf die ungebremst hohe Nachfrage nach den zahlreichen AK Leistungen bestens reagiert werden konnte. Die AK Beiträge machten im Jahr 2016 insgesamt 38,150.300 Euro aus. Der durchschnittliche Mitgliedsbeitrag beträgt knapp 7 Euro im Monat und höchstens 14,44 Euro netto. 90.070 Tiroler AK Mitglieder sind vom Beitrag befreit. Keinen Beitrag bezahlen etwa geringfügig Beschäftigte, Lehrlinge und wer Krankengeld, Arbeitslosengeld, Notstandshilfe oder Karenzgeld bezieht.

Regionalisierung als Erfolgsmodell

Die Bezirkskammern haben sich als regionale Dienstleistungszentren etabliert: Mehr als 50 Prozent aller persönlichen Kontakte finden bereits in einer der acht Bezirkskammern in Imst, Kitzbühel, Kufstein, Landeck, Lienz, Reutte, Schwaz und Telfs statt. Parallel dazu wurde der laufende Kontakt zu den Betriebsräten in Kooperation mit den Gewerkschaften intensiviert und ausgebaut und mit dem Betriebsräte-Kolleg sowie laufenden Betriebsratsseminaren im AK Bildungshaus Seehof ein völlig neues Ausbildungsmodell geschaffen.

Tiroler mit ihrer AK hochzufrieden

Im Herbst 2016 wurden 1.313 Mitglieder vom Institut SORA zu den Beratungsleis-tungen der AK Tirol befragt. Die Analyse ergab Höchstnoten: 89 Prozent für die „Zuverlässigkeit der Beratung“, 93 Prozent für die „rasche Reaktion und Hilfe“, 95 Prozent bewerteten die Gesprächs- und Beratungsqualität als „ausgezeichnet“. Ähnlich positiv ist auch das Ergebnis des laufenden AK Monitorings unter den Mitgliedern: Die AK Tirol genießt das höchste Vertrauen und die größte Kompetenz in der Bevölkerung. Im Rahmen von mehr als 11.000 Mitgliedergesprächen im Jahr 2016 waren 91 von 100 Beschäftigten mit dem Kontakt zur AK „sehr zufrieden“ bzw. „zufrieden“.

Ein Überblick über die umfangreiche Tätigkeit der AK Tirol findet sich im 150-seitigen Geschäftsbericht 2016, der ebenfalls der Vollversammlung vorgelegt wurde und der auf ak-tirol.com bereit steht.

Rückfragen & Kontakt:

Kammer für Arbeiter und Angestellte für Tirol, Pressestelle
Direktor-Stv. Dr. Elmar Schiffkorn
0512/5340 - 1280
elmar.schiffkorn@ak-tirol.com

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