BEV fordert sofortigen Stopp des „Autonomiepaketes“

Neustart der Bildungsreform unter Einbindung aller Betroffenen!

Im Anschluss an das Ende der Begutachtungsfrist für das sogenannte „Autonomiepaket“ hat das BMB Gespräche mit den Vertretern der Lehrer begonnen. Der Bundeselternverband begrüßt dies ausdrücklich. Im Zuge der aktuellen politischen Entwicklungen, besteht jetzt die Gefahr des übereilten und unnötigen „Durchdrückens“ des sogenannten „Autonomiepaketes“ im Parlament noch vor dem Sommer.

Obwohl am Ende der Begutachtungsfrist Gespräche mit allen Schulpartnern versprochen wurden, schließt man schon wieder die restlichen Schulpartner von den laufenden Gesprächsrunden aus. Es erfolgen keine Kontaktaufnahmen oder Gesprächseinladungen seitens des BMB. Erneut findet keine strukturierte, inhaltliche Auseinandersetzung mit allen Schulpartnern statt.

Angesichts der enorm großen Zahl von annähernd 1.600 überwiegend negativen Stellungnahmen ist dieses Verhalten mehr als unverständlich! Unzählige Organisationen, Vereine, Vertreter der Schulpartner und der Direktoren und auch Einzelpersonen, stellen dieser Gesetzesvorlage ein denkbar schlechtes Zeugnis aus.  Das scheinbar gänzliche Ignorieren dieser Stellungnahmen von Seiten der Bundesministerin ist vor allem demokratiepolitisch bedenklich.

„Wenn man nicht weiß wohin die Reise gehen soll, ist es völlig sinnlos, schneller dort sein zu wollen! Der Verbesserungsbedarf ist derart groß, dass es in höchstem Maße verantwortungslos wäre, diese Gesetzesvorlage noch vor dem Sommer durchzuwinken!“ mahnt BEV Präsident Gernot Schreyer.

Der Bundeselternverband fordert daher den Neustart der Bildungsreform unter Einbindung aller Betroffenen!

Der Bundesverband der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen Österreichs vertritt die Interessen von ca. 650.000 Erziehungsberechtigten von rund 400.000 Schülern an über 1.180 Schulen in Österreich.

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Akad FDL Gernot SCHREYER
Präsident Bundeselternverband
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