- 12.05.2017, 10:32:00
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Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation stellt sich neu auf
Neuer Name und ein neuer Präsident für die ÖAR; Stöger würdigt Arbeit
Utl.: Neuer Name und ein neuer Präsident für die ÖAR; Stöger würdigt
Arbeit =
Wien (OTS) - Die ÖAR, Österreichische Arbeitsgemeinschaft für
Rehabilitation, wird mit Delegiertenbeschluss vom 11. Mai 2017 in
„Österreichischer Behindertenrat“ umbenannt. Gleichzeitig wählten die
Delegierten mit Herbert Pichler einstimmig einen neuen Präsidenten.
Der bisherige ÖAR-Präsident Dr. Klaus Voget, seit 1991 im Amt, legt
seine Funktion zurück und wird Ehrenpräsident. Er will damit einen
Generationenwechsel einleiten. Sozialminister Alois Stöger würdigte
gestern Abend Vogets jahrzehntelanges Engagement für Menschen mit
Behinderungen. Gleichzeitig forderte er den Behindertenrat dazu auf,
weiterhin Impulsgeber zu sein sowie eine „laute Stimme“. Stöger
weiter: „Fordern Sie ein, dass Österreich aufgrund seiner Geschichte
die Aufgabe hat, mit Menschen mit Behinderungen sorgfältig
umzugehen.“
Der neu gewählte Präsident Pichler formuliert seine prioritären
Anliegen für die Zukunft mit „allumfassender Barrierefreiheit“,
„Schulreform sowie Schulinklusion“ und Arbeitsmarktpolitik: „Menschen
mit Behinderungen müssen am Arbeitsmarktservice Zielgruppe Nr. 1
werden“, so Pichler.
Er fordert unter anderem auch eine jährliche Anpassung des
Pflegegeldes sowie die Schaffung eines Inklusionsfonds, der die
Existenz von Menschen mit Behinderungen absichern soll. Auch eine
Anhebung der Ausgleichstaxe samt Solidaritätsbeitrag aller heimischen
Unternehmen will Pichler durchsetzen. Damit soll erreicht werden,
dass Arbeitgeber mehr Menschen mit Behinderungen einstellen. Deren
Lage am Arbeitsmarkt verschlechtert sich zunehmend.
Gegründet wurde die ÖAR im Dezember 1975. Sie ist die
Dachorganisation der Behindertenverbände Österreichs, zählt aktuell
80 Mitglieder und vertritt rund 400.000 Menschen mit Behinderungen.
Grundgedanke der Organisation war damals wie heute, dass ein
gemeinsames Auftreten unterschiedlicher Gruppen mit unterschiedlichen
Problemstellungen von Menschen mit Behinderungen politisch mehr
Schlagkraft habe. Mit der Namensänderung in Behindertenrat will der
Dachverband hin zu einer sozialpolitisch stärkeren Kraft.
Nach der Neuwahl des Präsidiums und der Umbenennung in Behindertenrat
feierte die ÖAR ihr 40-jähriges Jubiläum mit einem Festakt.
Fotos und mehr Infos dazu unter: #40JahreOeAR
Bis zur Umstellung auf den neuen Namen bleiben die Domains und der
öffentliche Auftritt des Behindertenrats vorerst unter ÖAR bestehen.
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