Diözese: Opfergedenken in Bleiburg nicht instrumentalisieren

Katholische Kirche in Kärnten über Gedenkfeier am Loibacher Feld: "Ja zum Totengedenken, Nein zu jeder Form der antisemitischen oder faschistischen Instrumentalisierung"

Klagenfurt (KAP) - "Ja zum Totengedenken, Nein zu jeder Form der antisemitischen oder faschistischen Instrumentalisierung": Das hat die katholische Kirche in Kärnten am Donnerstag im Blick auf die Gedenkveranstaltungen südlich von Bleiburg in einer Aussendung festgehalten, zu denen am Samstag wieder Tausende Teilnehmer zum Großteil aus Kroatien erwartet werden. Darin stellt die Diözese klar, "dass sie sich von jeder möglichen antisemitischen Instrumentalisierung dieser Veranstaltung sowie jeder etwaigen Verherrlichung einer faschistischen Vergangenheit klar und entschieden distanziert".

Gleichzeitig wird der geistliche Charakter der von der katholischen Kirche in Kroatien gestalteten und geleiteten Feier betont: "Diese liturgischen Gedenkfeiern auf dem Loibacher Feld gaben und geben den Angehörigen der Opfer die Möglichkeit, der damals getöteten Menschen zu gedenken und für sie zu beten", heißt es darin. Gleichzeitig wird darauf verwiesen, "dass die Gräuel der unmittelbaren Nachkriegszeit im kommunistischen Jugoslawien lange Zeit verschwiegen wurden und daher das Loibacher Feld für viele Hinterbliebene zu einem Ort des christlichen Gedenkens geworden ist".

Die Feiern in Erinnerung an die Ereignisse vor 72 Jahre beginnen am Samstag, 13. Mai, um 11 Uhr mit einem Opfergedenken. Im Anschluss daran findet um 12 Uhr eine Messe auf dem Gelände der Gedenkstätte statt, die von Erzbischof Djuro Hranic (Erzdiözese Djakovo-Osijek) geleitet wird.

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