"trend“: ORF-Stiftungsräte erwägen Sonderprüfung wegen dramatisch gestiegener Umbaukosten

Kosten für Sanierung des Hauptgebäudes über 60 Millionen Euro – Diskussion über Rückabwicklung des Funkhaus - Verkaufs

Wien (OTS) - Wegen der stark gestiegenen Kosten für den ORF-Umbau erwägen nun Stiftungsräte bei der nächsten Sitzung des Aufsichtsgremiums am 1. Juni eine Sonderprüfung der Großbaustelle auf dem Küniglberg zu initiieren. Ein entsprechender Antrag sei "im Bereich des Möglichen“, wird Stiftungsrat Norbert Kettner in der aktuellen, am Freitag erscheinenden Ausgabe des "trend“ zitiert. Laut Informationen des Wirtschaftsmagazins liegen die Kosten für die Sanierung und Renovierung des Hauptgebäudes inzwischen über 60 Millionen Euro, was auch vom ORF bestätigt wird. Die ursprüngliche Kalkulation für diesen ersten von insgesamt elf Bauteilen sah rund 43 Millionen, inklusive Reserven 53 Millionen vor. Erwartet wird, dass ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz in den kommenden Tagen Pläne für eine deutliche Redimensionierung der künftigen Bauteile präsentieren wird, um im Kostenrahmen von 303 Millionen Euro zu bleiben. Das gilt insbesondere für den geplanten Neubau eines multimedialen Newsrooms, dessen Baukosten laut "trend“ mit 40 bis 50 Millionen Euro veranschlagt sind. Sogar ein Verbleib der Radios im Funkhaus und eine Rückabwicklung des 2016 beschlossenen Verkaufs des denkmalgeschützten Gebäudes in der Argentinierstraße an die Vorarlberger Baugruppe Rhomberg werden diskutiert. Ein ORF-Sprecher bestätigt dem "trend“ lediglich, dass es noch keine Einigung über die Details der im März 2017 grundsätzlich beschlossenen Änderung auf einen Verkauf in Tranchen gibt: "Wir sind mit dem potenziellen Käufer Rhomberg-Gruppe in intensiven Gesprächen.“ Hubert Rhomberg wird in dem Bericht zitiert, dass er flexibel sei und von einer Einigung ausgehe, obwohl er es "als Bürger sogar sinnvoll“ findet, "wenn der ORF über einen Exit nachdenkt.“

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