Mückstein: Österreichs PatientInnen brauchen qualitätsgesicherte und leistbare Cannabismedizin

Grüne: Verordnungsentwurf bringt massive Verschlechterung und drängt PatientInnen auf den Schwarzmarkt

Wien (OTS) - Ein am 2. Mai in Begutachtung gegangener Entwurf für eine Änderung der Suchtgiftverordnung enthält versteckt eine gravierende Änderung für die Produktion und Herstellung von Cannabismedizin. „Sieht die AGES, die derzeit das Monopol für die Produktion von Cannabis für medizinische Zwecke in Österreich hat, in der vermehrten Vermarktung von CBD-hältigem Cannabis ihre guten Geschäfte gefährdet?,“ fragt sich die Grüne Gesundheitssprecherin, Eva Mückstein, und fordert von der Gesundheitsministerin endlich Transparenz über die finanzielle Gebarung der AGES in Zusammenhang mit dem Cannabisanbau. 

Der Verordnungsentwurf sieht vor, dass auch die Verwertung der Blüten und Fruchtstände von Hanfsorten, die wenig THC, aber dafür das Cannabinoid CBD enthalten, für medizinische Zwecke nicht erlaubt ist. CBD ist ein nicht psychoaktiv wirkendes Cannabinoid und weder international als Suchtmittel klassifiziert noch unterliegt es dem österreichischen Suchtmittelrecht. 

Mückstein: „Die geplante Regelung ist eine massive Verschlechterung für PatientInnen. Da die Krankenkassen sehr restriktiv bei der Genehmigung von THC-hältigen Cannabismedikamenten vorgehen, sind diese vermehrt auf Blüten oder Produkte, die kein oder nur sehr wenig THC, dafür aber CBD enthalten, ausgewichen.“ 

„Ein de-facto Verbot von Anbau und Verarbeitung von CBD-hältigen Blüten und der Handel mit Produkten wie CBD-Ölen drängt PatientInnen vermehrt auf den Schwarzmarkt“, hält Mückstein fest und sagt: „Wichtig wäre ein kontrollierter Anbau mit einer verpflichtenden Qualitätsprüfung durch eine Kontrollbehörde, die sicherstellt, dass die Pflanzen schadstofffrei sind und die auch den Gehalt an Wirkstoffen exakt überprüft. Die PatientInnen brauchen endlich qualitätsgesicherte und leistbare Cannabismedizin.“

Rückfragen & Kontakt:

Grüner Klub im Parlament
+43-1 40110-6733
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0002