Das Az W trauert um Eduard Franz Sekler

30.9.1920 - 1.5.2017

Wien (OTS) - Der in Wien geborene Architekturhistoriker Eduard F. Sekler wirkte jahrzehntelang als Lehrender an der renommierten Harvard University und verfasste Standardwerke zu Josef Hoffmann, Le Corbusier und Sir Christopher Wren.

1941 begann er sein Studium an der Technischen Hochschule in Wien. Während des Krieges gehörte Sekler dem Baueinsatzstab für kirchliche und kulturelle Gebäude an, der präventive Maßnahmen an den von Bombenangriffen gefährdeten Denkmälern durchführte. Zeitgleich war Sekler im Widerstand aktiv. Nach Abschluss des Studiums 1945 wurde er Karl Holeys Assistent an der Lehrkanzel für Baugeschichte und Bauaufnahme I an der TU Wien. Sein Doktorat erwarb er am Warburg Institut in London. 1955 wurde er von Josep Lluis Sert an die Graduate School of Design (GSD) in Harvard berufen. Unterstützt von Sigfried Giedion führte er die von Gropius zuvor für obsolet erklärte Architekturgeschichte wieder ein und baute eine architekturhistorische Bibliothek auf. 1966 wurde er in Harvard Direktor des Carpenter Center for Visual Arts.

Sekler fungierte als Konsulent der UNESCO und kam bei seinen Erkundungsreisen 1962 erstmals nach Nepal. Von da an engagierte er sich als Vorsitzender des Kathmandu Valley Preservation Trust für den Erhalt dieser einzigartigen Kulturlandschaft. Seine denkmalpflegerische Arbeit wurde zum Vorbild für den Schutz von Weltkulturerbe-Stätten auf der ganzen Welt. In Wien ermöglichte Seklers fachliche Expertise unter anderem die Restaurierung der Postsparkasse und den Erhalt des Hauses Wittgenstein.

Zeit seines Lebens pendelte Sekler jedes Jahr zwischen seinem Geburtsort Wien und seiner Wahlheimat USA. Die von Otto Kapfinger so treffend beschriebene „Virulenz seiner global ausgerichteten Geistesarbeit“ wird nach seinem Tod am 1. Mai dieses Jahres weiter wirken.

Biografie: http://www.architektenlexikon.at/de/1433.htm

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