Gerstorfer: „Abbruch ging klare Einflussnahme der FPÖ voraus und war laut Landesschulrat nicht zulässig“

SPOÖ-Vorsitzende zum Abbruch eines Vortrages über „extremistische Herausforderungen“ an einer Linzer Schule

Linz (OTS) - Seit heute liegt der von Birgit Gerstorfer eingeforderte Bericht des Landesschulrates über den Ablauf des abgebrochenen Schulvortrages zum Thema „Die extremistische Herausforderung“ an einer Linzer Schule vor. Der Vortragsabbruch ist, so bestätigt der Bericht des Landesschulrats, nach einer parteipolitischen Intervention des oberösterreichischen FPÖ-Mandatars Mag. Roman Haider erfolgt.

Die SchülerInnen haben dem Landessschulrat gegenüber bestätigt, dass der Vortrag nach ihrer Auffassung als neutral einzustufen war, verschiedene Positionen dargelegt wurden und der Vortragende auch immer wieder auf Aspekte des Linksextremismus und eines religiös begründeten Extremismus eingegangen war. Auch bei der als problematisch transportierten Folie zum Thema Burschenschaften habe der Vortragende ein differenziertes Bild gezeichnet. Wie der Landesschulrat weiter ausführt, verstieß der Vortrag nicht gegen schul- bzw. dienstrechtliche Aspekte und befand sich im Einklang mit den Unterrichtsprinzipien, insbesondere der Fächer Politische Bildung und Philosophie sowie den didaktischen Grundsätzen für Lehrerinnen und Lehrer.

Insofern kommt der Landesschulrat zum eindeutigen Schluss, dass der laufende Unterricht nicht abzubrechen gewesen wäre. Dies wird für zukünftige Interventionen solcher Art auch in der nächsten DirektorInnendienstbesprechungen klargestellt.

„Ich gehe davon aus, dass dem massiven Versuch der parteipolitischen Einflussnahme der FPÖ damit ein Riegel vorgeschoben wurde. Ausständig sind Konsequenzen der FPÖ Oberösterreich, die mit ihrer Vernaderungshomepage trotz eindeutiger Faktenlage noch versucht hat, die Tatsachen zu verkehren. Diese Vernaderungsseite muss umgehend offline genommen werden“, verlangt Gerstorfer.

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