- 08.05.2017, 16:05:52
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Neue Strukturen in der Betreuung der Natura-2000 Gebiete
Regionsmanagerinnen und –manager vorgestellt
Utl.: Regionsmanagerinnen und –manager vorgestellt =
Lauterach (OTS) - (VLK) – Die 39 Vorarlberger Europaschutzgebiete mit
einer Gesamtfläche von über 24.000 Hektar wurden je einer der fünf
neu gebildeten Natura-2000 Managementregionen zugewiesen. „Das
gewährleistet stärkere Vernetzung, verbesserte, aufeinander
abgestimme Entscheidungsfindung und optimierte Qualitätskontrolle“,
sagte Umweltlandesrat Johannes Rauch bei der heutigen (Montag)
Vorstellung der fünf Regionsmanagerinnen und –manager im Lauteracher
Ried.
Hintergrund der Ausweisung neuer Europaschutzgebiete ist ein von
der EU-Kommission eingeleitetes Vertragsverletzungsverfahren gegen
die Republik Österreich.
Fünf Regionsmanagerinnen und -manager, davon drei neue, sind jetzt
für die insgesamt 39 Vorarlberger Europaschutzgebiete zuständig. Die
Regionsmanager der Regionen Bodensee-Leiblachtal und
Montafon-Klostertal bleiben Angestellte der Naturschutzvereine
Rheindelta und Verwall-Klostertaler Bergwälder. Für die drei anderen
Regionen wurden aus den über 80 Bewerbungen in einem umfassenden
Auswahlverfahren die Regionsmanagerinnen Petra Häfele und Romana
Steinparzer sowie der Regionsmanager Martin Bösch bestellt. Sie sind
seit 1. Mai 2017 bei der inatura Erlebnis Naturschau GmbH angestellt.
„Wir wollen die Natura-2000 Gebiete nicht unter eine Käseglocke
stellen“; betonte Landesrat Rauch: „Selbstverständlich sollen sich
Menschen in diesen sensiblen Regionen aufhalten können, aber nach
bestimmten Regeln. Es ist die Aufgabe der Regionsmanagerinnen und
Regionsmanager das Miteinander unter den verschiedenen Akteurinnen
und Akteure und deren unterschiedlichen Interessen zu stärken und zu
fördern.“
Die fünf Regionen im Detail
Die Region Walgau – Großes Walsertal – Arlberg umfasst 13
Europaschutzgebiete, für die Romana Steinparzer seit Anfang Mai
zuständig ist. Auch vier neue Natura 2000 Gebiete, ausgewiesen für
einzigartige Steinkrebs- und Sumpfgladiolenvorkommen, wird die neue
Regionsmanagerin künftig betreuen. Neben der guten Betreuung der
Gebiete liegt der Fokus der Regionsmanagerin vor allem auf einer
guten Zusammenarbeit mit GrundeigentümerInnen, BewirtschafterInnen
und weiteren NutzerInnen und die Verankerung der wertvollen
Europaschutzgebiete in den Gemeinden.
Die neun Schutzgebiete in der Region Bregenzerwald-Kleinwalsertal,
vier Gebiete davon wurden neu ausgewiesen, beherbergen reichhaltige
Naturschätze Vorarlbergs. Martin Bösch wird sich als neuer
Regionsmanager vom Rohrach bis zum Ifen für den Erhalt seltener
Ahornwälder, Moore, prachtvoller Bergmäder, geschützter Vögel bis hin
zu Fischen in der Bregenzerachschlucht einsetzen.
Die Natura 2000 Gebiete der Region Montafon und Klostertal werden
seit 2013 vom Naturschutzverein Verwall – Klostertaler Bergwälder
betreut. Der Verein mit Sitz in Schruns sieht sich als Schnittstelle
der unterschiedlichen Interessensgruppen im Gebiet und hat es sich
zum Ziel gesetzt, das Informations- und Bildungsangebot bezüglich der
Europaschutzgebiete in der Region weiter auszubauen. Mit Beginn des
Jahres 2016 hat Christian Kuehs die Geschäftsführung des Vereins
übernommen und ist nunmehr auch für fünf neue Europaschutzgebiete im
Montafon zuständig. Mit einer Fläche von 12.000 Hektar ist das
Europaschutzgebiet „Verwall“ das größte Schutzgebiet in Vorarlberg.
In unmittelbarer Nähe zum dicht besiedelten Siedlungs- und
Wirtschaftsraum gibt es in der Region Rheintal fünf Schutzgebiete von
europaweiter Bedeutung. Vier Gebiete umfassen weitläufige
Riedlandschaften zwischen Lauterach und Feldkirch und eines findet
sich in der wild-romantischen Üble Schlucht in Laterns. Seit Mai
dieses Jahres ist Regionsmanagerin Petra Häfele in der
Gebietsbetreuung vor Ort sowie bei der Planung und Umsetzung von
Entwicklungs- und Pflegemaßnahmen von einem Kreis aus engagierten und
motivierten Naturschützern, Landwirten und Jägern unterstützt.
Die Region Bodensee besteht zwar nur aus drei
Europaschutzgebieten, dafür umfasst sie alle wichtigen Zuflüsse zu
See und einen großen Teil des Vorarlberger Bodenseeufers. Es sind
dies das Rheindelta, die Bregenzerachmündung und Mehrerauer Seeufer
sowie das Gebiet Leiblach - Schmelzwiesen. Walter Niederer als
Regionsmanager ist schon seit Jahren im regionalen Naturschutz am See
engagiert. Die größte Herausforderung ist sicher, dass das
Bodenseeufer und die Zuflüsse ein sehr attraktives Naherholungsgebiet
ist und die Bedürfnisse der Natur mit den Bedürfnissen der Menschen
in Einklang gebracht werden kann.
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