Wiener Gemeinderat bekennt sich zu umfassendem Schutz des historischen Stadtzentrums

Wien (OTS) - In einer Resolution, getragen von SPÖ und Grünen, wird der Wiener Gemeinderat heute ein unmissverständliches Bekenntnis zum Schutz des historischen Stadtzentrums von Wien fassen. „Das historische Stadtzentrum von Wien bildet ein einzigartiges städtebauliches Denkmal, dessen außergewöhnlicher und universeller Wert weltweit anerkannt wird“, heißt es dazu.

Entsprechend, so die Planungssprecher von SPÖ und Grünen, Gerhard Kubik und Christoph Chorherr, habe man den Beschluss gefasst den Schutz des historischen Stadtzentrums durch den Wiener Gemeinderat nachhaltig zu bekräftigen. Die beiden Abgeordneten rufen auch die anderen Parteien auf, diesem Antrag zuzustimmen.

Der Wiener Gemeinderat hat auch bereits in der Vergangenheit die Stadtplanung mit der Umsetzung genereller Ziele und Planungsabsichten beauftragt. So wurde beispielsweise am 25. April 1905 ein Antrag zur „Herstellung eines Wald- und Wiesengürtels um Wien“ beschlossen, der Grundlage für den Schutz des Wienerwaldes und Auftakt für eine auf viele Jahre angelegte Umsetzung des Wald- und Wiesengürtels war. Wörtlich heißt es dazu in der Vorlage für den Beschluss zum Schutz des historischen Stadtzentrums:

„Die Stadt Wien bekennt sich zur Erhaltung der historisch gewachsenen Silhouette ihrer Innenstadt. Die bestehende Entwicklungsdynamik soll jedoch als Chance genutzt werden, die Stadt im Sinne ihrer Bürgerinnen und Bürger und den höchsten kulturellen Maßstäben verpflichtet weiter zu bauen. Die Stadt Wien bekennt sich dazu, dass in der Inneren Stadt keine neuen Hochhausstandorte, keine zusätzlichen Hochhäuser sowie keine Aufstockungen von bestehenden Hochhäusern geplant und verordnet werden. Die Stadt Wien bekennt sich des Weiteren dazu, dass in dem durch den Masterplan Glacis beschriebenen Bereiche keine neuen Hochhausstandorte geplant und verordnet werden. Der Gemeinderat stellt klar, dass diesem Bekenntnis widersprechende Interpretationen der thematischen Leitbilder Masterplan Glacis und Hochhauskonzept nicht zulässig sind."

„Die Stadt Wien, ihre Struktur und ihre bauliche Gestalt, ist Ergebnis einer Jahrhunderte währenden Entwicklung. Die Wiener Innenstadt als Ergebnis einer tiefgreifenden, permanenten Überformung verfügt über keinen geschlossenen mittelalterlichen oder barocken Kern, sondern über eine höchst attraktive Gemengelage unterschiedlicher Baustile, gefasst durch den durchwegs homogenen gründerzeitlichen Ring, an dem mit Gebäuden der Moderne, der Nachkriegsmoderne sowie der Gegenwart weitergebaut wurde. Die städtebaulichen und architektonischen Qualitäten des historischen Zentrums sind überragende Zeugnisse eines fortwährenden Wandels von Werten im Laufe von zwei Jahrtausenden.“

In diesem Zusammenhang ist ein verantwortungsvoller Umgang mit dem kulturellen Erbe des historischen Wien von großer Bedeutung. Ebenso ist dem Anspruch Wiens als weltoffene, prosperierende Stadt gerecht zu werden, so Kubik und Chorherr.

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