- 04.05.2017, 11:16:17
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Wiener Linien/AIT: Selbstfahrender Bus soll in Wien „erwachsen" werden
Von der Teststrecke bis zum Linienbetrieb – Forschungsprojekt soll Effizienz und Betriebssicherheit autonomer Fahrzeuge erhöhen
Utl.: Von der Teststrecke bis zum Linienbetrieb – Forschungsprojekt
soll Effizienz und Betriebssicherheit autonomer Fahrzeuge
erhöhen =
Wien (OTS) - Wien bekommt eine fahrerlose Autobuslinie: ein
entsprechendes Forschungsprojekt wird mit Mitteln des
Verkehrsministeriums gefördert, wie heute bekannt wurde. „Autonomes
Fahren ist ein Megatrend, der das Potenzial hat Städte nachhaltig zu
verändern. Als öffentlicher Verkehrsanbieter werden wir hier vorne
mit dabei sein", freut sich Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter
Steinbauer über die Förderzusage.
Im Projekt auto.Bus Seestadt arbeiten die Wiener Linien, das AIT
Austrian Institute of Technology, das KFV (Kuratorium für
Verkehrssicherheit), der TÜV AUSTRIA sowie die SIEMENS AG Österreich
und der französische Bushersteller NAVYA gemeinsam an der
technologischen und rechtlichen Weiterentwicklung von autonomen
Kleinbussen. Ziel ist die nachhaltige Erhöhung der Effizienz und der
Betriebssicherheit autonomer Fahrzeuge, um letztlich eine Buslinie in
der Seestadt unter realen Bedingungen betreiben zu können – mit
Haltestellen, Fahrplan und echten Fahrgästen.
Französischer Hersteller entwickelt automatischen Bus in Wien weiter
Unterwegs sein soll auf dieser ersten vollautomatischen Buslinie der
Kleinbus NAVYA ARMA. Er bietet Platz für bis zu 11 Fahrgäste, wird
von einem Elektromotor angetrieben und ist schon heute auf
verschiedenen Teststrecken unterwegs. Für den vollautomatischen
Betrieb muss der kleine Bus aber noch große Schritte tun: „Noch
steckt der Bus in den Kinderschuhen, in Wien soll er erwachsen
werden", fasst Steinbauer das gemeinsame Ziel zusammen.
Das umfangreiche Projektkonsortium lässt erahnen, wie komplex dieses
Unterfangen ist. Ebenso wichtig wie die Weiterentwicklung der
Sensorik, sind die Akzeptanz durch die Fahrgäste, die erforderlichen
rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die funktionale Sicherheit und
IT-Sicherheit der eingesetzten Systeme. Diese Aspekte sollen im
Projekt untersucht werden, um letztlich die effiziente Einbindung
fahrerloser Fahrzeuge in das multi-modale Verkehrssystem und das
Betriebsmanagement eines Verkehrsunternehmens zu ermöglichen.
Lernfähig und kommunikativ
Mit österreichischem Know-How soll der Bus „lernfähig" und
„kommunikativ" werden: „Wir entwickeln Lösungen wie
VerkehrsteilnehmerInnen und der Bus sicher miteinander interagieren.
Dazu wollen wir dem Bus durch Machine Learning beibringen, wie er
Personen und Objekte zuverlässig erkennen kann", erklärt Wolfgang
Ponweiser vom AIT. Außerdem soll sowohl für die Fahrgäste im Bus, als
auch für andere VerkehrsteilnehmerInnen nachvollziehbar werden, was
der Bus wahrnimmt und welches Fahrmanöver deshalb zu erwarten ist.
Das Projekt startet im Sommer 2017. Bevor der Bus Anfang 2018 nach
Wien kommt, müssen allerdings noch zahlreiche rechtliche und
regulatorische Fragen geklärt werden. Nach rund einem Jahr
Entwicklungszeit soll der Bus dann 2019 den Linienbetrieb in der
Seestadt aufnehmen.
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