Geht uns ein Licht auf? Ein Investment – doppelter Return: erneuerbare Energien und Zukunftschancen für viele Menschen

Oikocredit Austria zieht für 2016 eine erfreuliche Bilanz

Wien (OTS) - Oikocredit-Vorstandsvorsitzender Friedhelm Boschert konnte bei der heutigen Pressekonferenz eine erfreuliche Bilanz ziehen. 2016 war ein erfolgreiches Jahr für die internationale Entwicklungsgenossenschaft Oikocredit. Insgesamt investieren bereits über 54.000 Menschen in Oikocredit, und die Bilanzsumme stieg erstmals über eine Milliarde Euro. Österreich gehört, so Boschert, zu den erfolgreichsten Ländern der Oikocredit-Familie und ist im Verhältnis zur Einwohnerzahl das Land mit der höchsten Mitgliederzahl und dem größten Investitionsvolumen: Über 103 Millionen Euro werden in Österreich von rund 5.600 Anlegern investiert. „Manchmal ist Borgen besser als Spenden“, attestierte Vorstandsmitglied Rainald Tippow, der seine langjährige Erfahrung als Caritas-Manager Oikocredit ehrenamtlich zur Verfügung stellt.

Finanzielle und soziale Nachhaltigkeit im Vordergrund

Für Oikocredit stehen die finanzielle und soziale Nachhaltigkeit stets im Vordergrund. Rund 70 % des Portfolios werden nach wie vor in Mikrofinanzprojekte investiert. Das Portfolio für den Sektor Erneuerbare Energie wuchs 2016 um 150 % und beträgt nun 39,8 Millionen Euro. Es werden Solarenergie, Windenergie, Wasserkraft, Off-grid-Lösungen und größere Infrastrukturprojekte gefördert. Die erneuerbare Energie liege Oikocredit besonders am Herzen, berichtete Boschert aus eigenen Erfahrungen in Tansania: „Wir unterstützen damit auch die UN-Entwicklungsziele. 1,2 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu elektrischer Energie. In vielen Ländern sorgen Petroleumlampen, trotz ihrer giftigen Dämpfe für Licht. Kinder in Entwicklungsländern, die in die Schule gehen, müssen am Nachmittag meist ihren Eltern bei der Arbeit helfen. Zum Lernen bleibt nur der Abend. Hier bietet Oikocredit Unterstützung an und unterstützt Familien beim Ankauf von Solar-Panelen. Denn der durchschnittliche Preis für Energie wie Petroleum oder Diesel für Stromaggregate und Brennholz beträgt 10 Dollar im Monat. Um 150 Dollar kann man ein Solarlicht-Panel kaufen. Hier unterstützen die Oikocredit-Partner mit einem Kredit zu diesen Konditionen. So kann eine umwelt- und gesundheitsfreundliche Solar-Alternative angeboten werden, die dann Eigentum der Familie ist. Bereits 275.000 Haushalte in Kenia konnten auf diesem Weg mit Solaranlagen versorgt werden.“

Lebensperspektiven schaffen

Für Tippow ist die soziale Wirksamkeit von Oikocredit eine besonderer Faktor: „Wir versuchen Lebensperspektiven zu schaffen, und das bedeutet auch Einkommensperspektiven, vor allem in Afrika. Das Modell von Oikocredit zeigt, dass wir sogenannten nicht bankfähigen Menschen Vertrauen entgegenbringen, und dass diese Menschen, in großer Fairness aber auch mit Stolz, weil wir ihnen auf gleicher Augenhöhe begegnen, diese Kredite zurückzahlen. Wir wollen Chancen ermöglichen und Zukunft für Menschen in Ländern schaffen, von denen wir wissen, dass sie mehrheitlich in ihren Heimatländern mit ihren Familien leben wollen. Wenn wir es also schaffen, im Gesamtbild der internationalen Entwicklungszusammenarbeit ein wichtiger Baustein zu sein, werden wir unserer Aufgabe gerecht.“

Bildung und Umwelt als Schlüssel

Das gelte auch, ergänzte Boschert, für das Umweltbewusstsein von Oikocredit: "Fossile Brennstoffe sind endlich. Sie schaden der Umwelt, der Gesundheit und sind für viele Menschen unbezahlbar. Dennoch steigt der Energiebedarf in Entwicklungs- und Schwellenländern immer weiter. Bereits wenige Stunden Solarlicht pro Tag können die Lebenssituation vieler Menschen nachhaltig verbessern. Bessere Bildungschancen und beständiges Einkommen sichern die Zukunft vieler Familien."

Oikocredit in Österreich

Der österreichische Förderkreis Oikocredit Austria wurde 1990 als Verein gegründet. Die ethische Geldanlage bei Oikocredit unterliegt keiner Bindung. Die soziale Entwicklung steht im Vordergrund. Die Dividende beträgt maximal 2 % p.a. und wird jedes Jahr von der internationalen Generalversammlung beschlossen.

Infos: www.oikocredit.at
Presselink: www.oikocredit.at/presse

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