- 03.05.2017, 16:26:56
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AK Wien Vollversammlung: Wien wächst. Öffi-Offensive für die Außenbezirke 5
Wien (OTS) - Die AK Wien Vollversammlung hat einstimmig beschlossen,
sich verstärkt für eine Öffi-Offensive in den wachsenden
Außenbezirken einzusetzen. Das rasante Bevölkerungswachstum in Wien
und der gesamten Ostregion bedeutet enorme Herausforderungen im
Bereich des (öffentlichen) Verkehrs. Einige ÖV-Linien stoßen trotz
dichter Intervalle bereits an ihre Kapazitätsgrenzen, andere wiederum
fahren nur in langen Intervallen und werden daher nicht so gut
angenommen. Insbesondere in den Außenbezirken Wiens hinkt der
öffentliche Verkehr (ÖV) hinterher. Dabei pendeln beispielsweise
zwischen der Donaustadt und Floridsdorf rund 10.000 Floridsdorfer-
und DonaustädterInnen täglich auf Ihrem Arbeitsweg über die
Bezirksgrenzen. Auch zwischen Liesing und Favoriten pendeln rund
5.000 AK Mitglieder, zwischen der Donaustadt und Simmering rund
4.000. Außerdem wächst Wien gerade in den Außenbezirken besonders
stark. Für die alteingesessenen, die neu hinzugezogenen und die
künftigen BewohnerInnen und ArbeitnehmerInnen braucht es ein
qualitätsvolles Öffi-Angebot. Als Feinerschließung zu den
ÖV-Haltestellen braucht es zudem ein attraktiv ausgebautes Fuß- und
Radwegenetz.
Die AK Wien Vollversammlung fordert deshalb:
+ In den stark wachsenden flächigen Außenbezirken braucht es dringend
einen Ausbau der tangentialen (hochrangigen) Öffentlichen
Verkehr-Verbindungen, etwa in der Donaustadt: Verlängerung der
Straßenbahnlinie 25 durch die Seestadt zur Station U2 Aspern Nord; in
Favoriten: Straßenbahn „Wienerbergtangente“ oder im Raum
Liesing-Inzersdorf.
+ S-Bahn: Ein 15-Minuten Mindesttakt im Schnellbahnnetz muss – auch
über die Stammstrecke und die Vorortelinie hinausgehend - realisiert
werden. Denn attraktive Angebote im Schnellbahnnetz sind
Grundvoraussetzung dafür, dass mehr Menschen die öffentlichen
Verkehrsmittel nutzen werden. Insbesondere die Außenbezirke sind
nicht so gut versorgt wie andere, das S-Bahn-Potenzial aber hoch.
Hier müssen Haltestellen auf bestehenden Linien, insbesondere in
Gebieten mit zu erwartenden Bevölkerungswachstum sowie Zielgebieten
der Stadtentwicklung ergänzt werden. Die Umsetzung neuer Stationen
muss rascher als geplant realisiert werden.
+ Auch die Straßenbahn- und Busanbindungen als Zubringer zu U-Bahn
und S-Bahn müssen gestärkt werden und häufiger fahren.
+ Um den Umstieg auf den öffentlichen Verkehr zu erleichtern, ist für
Parkmöglichkeiten vorzugsweise in Form von Park & Ride vorzusorgen.
An hochrangigen ÖV-Haltestellen ist zudem Vorsorge für öffentlich
zugängliche Toiletteanlagen zu treffen.
+ Als Feinerschließung zu den ÖV-Haltestellen braucht es zudem ein
attraktiv ausgebautes Fuß- und Radwegenetz. Das stärkt zusätzlich die
Lebensqualität vor Ort.
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