AK Wien Vollversammlung: Wien wächst. Öffi-Offensive für die Außenbezirke 5

Wien (OTS) - Die AK Wien Vollversammlung hat einstimmig beschlossen, sich verstärkt für eine Öffi-Offensive in den wachsenden Außenbezirken einzusetzen. Das rasante Bevölkerungswachstum in Wien und der gesamten Ostregion bedeutet enorme Herausforderungen im Bereich des (öffentlichen) Verkehrs. Einige ÖV-Linien stoßen trotz dichter Intervalle bereits an ihre Kapazitätsgrenzen, andere wiederum fahren nur in langen Intervallen und werden daher nicht so gut angenommen. Insbesondere in den Außenbezirken Wiens hinkt der öffentliche Verkehr (ÖV) hinterher. Dabei pendeln beispielsweise zwischen der Donaustadt und Floridsdorf rund 10.000 Floridsdorfer-und DonaustädterInnen täglich auf Ihrem Arbeitsweg über die Bezirksgrenzen. Auch zwischen Liesing und Favoriten pendeln rund 5.000 AK Mitglieder, zwischen der Donaustadt und Simmering rund 4.000. Außerdem wächst Wien gerade in den Außenbezirken besonders stark. Für die alteingesessenen, die neu hinzugezogenen und die künftigen BewohnerInnen und ArbeitnehmerInnen braucht es ein qualitätsvolles Öffi-Angebot. Als Feinerschließung zu den ÖV-Haltestellen braucht es zudem ein attraktiv ausgebautes Fuß- und Radwegenetz.

Die AK Wien Vollversammlung fordert deshalb:
+ In den stark wachsenden flächigen Außenbezirken braucht es dringend einen Ausbau der tangentialen (hochrangigen) Öffentlichen Verkehr-Verbindungen, etwa in der Donaustadt: Verlängerung der Straßenbahnlinie 25 durch die Seestadt zur Station U2 Aspern Nord; in Favoriten: Straßenbahn „Wienerbergtangente“ oder im Raum Liesing-Inzersdorf.
+ S-Bahn: Ein 15-Minuten Mindesttakt im Schnellbahnnetz muss – auch über die Stammstrecke und die Vorortelinie hinausgehend - realisiert werden. Denn attraktive Angebote im Schnellbahnnetz sind Grundvoraussetzung dafür, dass mehr Menschen die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen werden. Insbesondere die Außenbezirke sind nicht so gut versorgt wie andere, das S-Bahn-Potenzial aber hoch. Hier müssen Haltestellen auf bestehenden Linien, insbesondere in Gebieten mit zu erwartenden Bevölkerungswachstum sowie Zielgebieten der Stadtentwicklung ergänzt werden. Die Umsetzung neuer Stationen muss rascher als geplant realisiert werden.
+ Auch die Straßenbahn- und Busanbindungen als Zubringer zu U-Bahn und S-Bahn müssen gestärkt werden und häufiger fahren.
+ Um den Umstieg auf den öffentlichen Verkehr zu erleichtern, ist für Parkmöglichkeiten vorzugsweise in Form von Park & Ride vorzusorgen. An hochrangigen ÖV-Haltestellen ist zudem Vorsorge für öffentlich zugängliche Toiletteanlagen zu treffen.
+ Als Feinerschließung zu den ÖV-Haltestellen braucht es zudem ein attraktiv ausgebautes Fuß- und Radwegenetz. Das stärkt zusätzlich die Lebensqualität vor Ort.

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