Haus der Industrie: MINT-Schulen vor den Vorhang

Hammerschmid, Kapsch, Petz und Fouquet übergaben erstmals MINT-Gütesiegel – 113 Vorzeigeschulen mit begeisterndem MINT-Unterricht erhalten neues Qualitäts-Label

Wien (OTS) - „MINT-Schulen vor den Vorhang“ hieß es vor rund 300 Gästen Dienstagabend im Haus der Industrie in Wien. Bildungsministerin Dr.in Sonja Hammerschmid, der Präsident der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Georg Kapsch, die Rektorin der Pädagogischen Hochschule Wien, Mag.a Ruth Petz sowie Dr. Klaus Peter Fouquet, Präsident der Wissensfabrik Österreich sowie CEO von Bosch Österreich verliehen als Träger der Initiative gemeinsam erstmals das „MINT-Gütesiegel 2017-2020“. Aus den 142 Bewerbungen der ersten Ausschreibung, die aus allen Bundesländern und quer über Bildungsstufen eingereicht wurden, hatte eine Fachjury 113 besonders engagierte Schulen ausgewählt, die im Rahmen der Veranstaltung offiziell ausgezeichnet wurden.

Bildungsministerin Hammerschmid zeigte sich begeistert: „Die hohe Zahl an Einreichungen und die vielfältigen innovativen Unterrichtsmethoden, die bereits jetzt vorhanden sind, beeindrucken mich sehr. Für unseren Wirtschaftsstandort sind engagierte und gut ausgebildete junge Menschen im Bereich Mathematik, Naturwissenschaft, Informatik und Technik der wesentliche Grundstein. Besonders freut es mich, dass es in den Schulen, die heute ausgezeichnet wurden, gelungen ist, Mädchen ebenso wie Burschen möglichst früh für Zukunftsthemen zu begeistern.“

Als Gastgeber wies IV-Präsident Kapsch auf die besondere Bedeutung der MINT-Fächer hin. „Es gibt für junge Menschen kaum Motivierenderes, als eine sinnstiftende berufliche Tätigkeit, die noch dazu mit attraktiven Karrierechancen verknüpft ist. Forschung und Innovation sind derartige Zukunftsfelder und für diese müssen wir schon in der Schule Stimmung machen“, so Kapsch. Ganz besonders angetan zeigte sich der IV-Präsident vom Abschneiden der HTL. Dieser für die Industrie so bedeutende Schultyp sei durch die Kriterien des Gütesiegels ganz besonders gefordert gewesen. „Mit dem heutigen Tag wurde fast jede vierte HTL in Österreich zur MINT-Schule“, betonte Kapsch.

Wissensfabrik-Chef Fouquet hob die Wichtigkeit der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen hervor. Gerade in der Sekundarstufe profitieren im Zusammenhang mit der Berufsorientierung – knapp vor Ende der Schulpflicht – die Schülerinnen und Schüler enorm davon. Bei den Einreichungen fanden sich viele Schulen, die großes Augenmerk auf eine qualitativ hochwertige Berufsorientierung legen und damit sowohl Mädchen als auch Burschen für die verschiedenen Karrieremöglichkeiten im MINT-Bereich begeistern.

Rektorin Petz sieht in dem Gütesiegel auch ein Zeichen der Wertschätzung für die tolle Arbeit, die an den ausgezeichneten Schulen im MINT-Bereich geleistet wird. Zusätzlich stellt das MINT-Gütesiegel eine Orientierungshilfe für interessierte Eltern dar, die auf der Suche nach einer passenden Schule für ihre Kinder sind. Ab dem Wintersemester 2017/18 bietet die Pädagogische Hochschule Wien Vernetzungsveranstaltungen für MINT-Schulen an, um den kollegialen Austausch zu fördern und ein wechselseitiges Lernen zu ermöglichen.

Dr.in Barbara Streicher, Geschäftsführerin des Vereins ScienceCenter-Netzwerk und Mitglied der Fachjury, hob die Bedeutung von Kooperationen mit außerschulischen Bildungspartnern hervor. Diese bringen spannende didaktische Ansätze wie hands-on-Vermittlung ein, können klassische Schulsettings aufbrechen und liefern den ausgezeichneten Schulen damit Inspiration und Rückhalt für ihre eigene Entwicklung im MINT-Bereich.
Zahlreiche hochrangige Gästen aus Bildungspolitik und der Wirtschaft wohnten der feierlichen Übergabe der MINT-Wandplaketten und der Urkunden an die ausgezeichneten Schulen bei. Der Physiker Werner Gruber, die Science-Slamerin Barbara Fischer, sowie eine Formation aus Schülerinnen und Schülern der Praxisvolksschule der PH Wien unterhielten die anwesenden Gäste.

Das „MINT-Gütesiegel“ ist eine gemeinsame Initiative von Bildungsministerium, Industriellenvereinigung, Pädagogische Hochschule Wien und Wissensfabrik Österreich. Es wurde im November 2016 zum ersten Mal bundesweit ausgeschrieben, um besonders engagierte Schulen auszuzeichnen, die innovativen und begeisternden Unterricht in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) fördern – mit vielfältigen Zugängen für Mädchen und Burschen. Ausgezeichnete „MINT-Schulen“ weisen unter anderem eine MINT-Schwerpunktsetzung im Schulprofil auf, setzen innovative Lehr-und Lernmethoden ein, forcieren gendersensiblen Unterricht, binden außerschulische Partner in das Schulgeschehen ein und unterstützen die Professionalisierung der MINT-Pädagoginnen und -Pädagogen.

Mit dem Gütesiegel wird den Schulen die Möglichkeit gegeben, Erfolge in Schulentwicklung und Profilbildung öffentlichkeitswirksam darzustellen und sich in der Bildungslandschaft entsprechend zu positionieren. Das Gütesiegel ist drei Jahre gültig, eine Wiedereinreichung unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Bereits im Herbst 2017 wird die zweite Ausschreibung für das MINT-Gütesiegel starten.

Weitere Informationen unter www.mintschule.at

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