Brauner am 1. Mai: Für unsere Grundwerte ziehen wir an einem Strang!

Wien (OTS/SPW) - Mit einem lauten "Freundschaft!" begrüßte die Vorsitzende der Wiener SPÖ-Frauen, Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner die GenossInnen am Wiener Rathausplatz. Jahr für Jahr betone die konservative Seite, dass der 1. Mai aus der Mode gekommen sei. "Ihr alle, die ihr heute gekommen seid, gebt darauf die richtige Antwort. Heute zeigt sich die Stärke der Wiener Sozialdemokratie", bezog sich Brauner auf den vollen Platz und die 100.000 TeilnehmerInnen der Maikundgebung.

Es sei nicht zu leugnen, dass die Sozialdemokratie in den vergangenen Wochen nicht nur mit Inhalten in der Öffentlichkeit gestanden sei. "Ich sage aber ganz klar, wenn es darum geht, gegen Hetze und Hass gegen sozial Schwächere oder gegen Frauen, gegen den konservativen Backlash aufzutreten, dann sind wir uns ganz einig. Wenn es um unsere Grundwerte geht, dann ziehen wir an einem Strang!", stellte Brauner fest.

Diese Grundwerte der Sozialdemokratie seien heutzutage wichtiger denn je. Man müsse nur sehen, was sich in der Türkei, in Ungarn oder in den USA abspiele. "Aber auch vor Österreich macht dieser konservative Trend nicht halt, auch nicht im Netz". Hass und Hetze gegen sozial Schwächere, gegen Minderheiten, gegen Frauen nehmen zu. "Wir leben in einer Zeit, in der Frauenfeindlichkeit und Sexismus wieder salonfähig wird", betonte Brauner und erinnerte hierbei an den Konflikt, den Corinna Milborn mit Felix Baumgartner ausfechten musste. Er sei kein Einzelfall, denke man an den Rechtsruck in Polen, wo nun Abtreibungen verboten werden sollen. Frauenrechte werden immer dann beschnitten, wenn demokratische Errungenschaften in Frage gestellt werden. Umso mehr müsse man diese verteidigen - in Europa und in Österreich: "Frauenrechte zu verteidigen, heißt offensiv Verbesserungen zu fordern. Deshalb werden wir unser Frauennetzwerk verstärken, auch international. Und wir werden mit ganzem Herzen das Frauenvolksbegehren unterstützen!":

Fest stehe, man habe in Wien viel erreicht. Im Österreich-Vergleich seien die Wienerinnen am besten ausgebildet, würden am meisten verdienen und hätten die besten Jobchancen. "Aber so lange es in Österreich Frauen gibt, die nicht von ihrer Pension leben können, so lange drei von vier Ein-Personen-Unternehmerinnen weniger als 1000 Euro im Monat verdienen, so lange es Arbeitnehmerinnen gibt, die weniger als 1500 Euro verdienen, so lange werden wir Seite an Seite mit der Gewerkschaft für einen Mindestlohn kämpfen! Nicht nur am 1. Mai - jeden Tag!".

Umso trauriger sei es, dass es Gruppen gäbe, die Menschen, die weniger verdienen, verächtlich machen. Chantal habe diesen Menschen im Rahmen eines SPÖ-Facebook-Videos eine Stimme gegeben und die Reaktion der ÖVP Ottakring sei "menschenverachtend und sexistisch" gewesen. "Dagegen gilt es aufzutreten - gegen Angstmacher, Hetzer und Auseinanderdividierer! Wir stehen an der Seite der Schwächeren, an der Seite der Frauen, an der Seite derer, die Hilfe und Unterstützung brauchen".

In Wien werden die sozialdemokratischen Grundwerte nicht nur am 1. Mai hochgehalten, hier werden sie tagtäglich gelebt. Denn "Freiheit heißt, dass jede und jeder in Wien so leben und lieben kann wie er oder sie will. Gleichheit heißt, dass die Leistungen der Daseinsvorsorge allen zugänglich sind und nicht nur denen, die es sich leisten können. Gerechtigkeit heißt, dass wir allen Kindern die besten Startchancen ins Leben ermöglichen. Solidarität heißt, dass wir im Gegensatz zu ÖVP und FPÖ jenen helfen, die Hilfe brauchen und an ihrer Seite stehen, damit sie ein eigenständiges Leben führen können. Das ist der Wiener Weg, das ist der Weg der Wiener SPÖ!" (Forts.) nk

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