• 28.04.2017, 16:12:23
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Kern/Stadler/Schnabl: „Die absolute Mehrheit der ÖVP muss gebrochen werden“

SPÖ NÖ präsentiert Spitzenkandidaten für die Landtagswahl

Utl.: SPÖ NÖ präsentiert Spitzenkandidaten für die Landtagswahl =

St. Pölten (OTS) - „Ich bin Niederösterreicher – hier geboren,
aufgewachsen und nach wie vor tief verwurzelt. Auch wenn mich der
Berufsweg, wie viele andere NiederösterreicherInnen auch, nach Wien
verschlagen hat, war, ist und bleibt mein Herz blau-gelb“, erklärt
Franz Schnabl bei der Pressekonferenz, die anlässlich seiner
Präsentation als Spitzenkandidat der SPÖ NÖ für die kommende
Landtagswahl, im SPÖ NÖ Landtagsklub stattfand. Der
Landesparteivorstand hat Schnabl als Spitzenkandidaten und
designierten Parteivorsitzenden einstimmig beschlossen. Anstelle
eines Zweitwohnsitzes in Wien wird Schnabl ab sofort seinen
Hauptwohnsitz in St. Pölten haben.

Zwt.: Franz Schnabl ist Nummer eins der SPÖ NÖ für die Landtagswahl
„Diese große Herausforderung ist eine Ehre, denn es geht darum, den
Menschen zu dienen, wie ich es schon bisher als Präsident des ASBÖ
getan habe. Ich war Polizist, bin Samariter und arbeite im
Management einer international tätigen Firma, und ich bin vor allem
seit meiner Jugend Sozialdemokrat. Ich möchte die Zukunft unseres
Landes, unserer Republik und der EU nicht Populisten überlassen und
einen verantwortungsvollen Beitrag leisten – für die Zukunft meiner
Kinder und meines Enkels, für alle Menschen in unserem Land. Ich
zitiere das Essay von Stephane Hessel ‚Engagiert euch‘: ‚Widerstand
gegen Sozialabbau, gegen Diskriminierung, Umweltverschmutzung und
Ungerechtigkeit ist die Voraussetzung, etwas Neues zu schaffen.‘ Das
trifft sehr gut, warum ich mich engagieren möchte und warum ich es
für wichtig halte, dass sich alle Menschen, vor allem die Jungen, für
ihre Anliegen einsetzen.“

Zwt. „Niederösterreich muss nicht schneller, aber vieles kann
deutlich besser werden“
Schnabl habe in den vergangenen Tagen viele positive Rückmeldungen
und Zuspruch erhalten: „Das stimmt mich sehr positiv für die Zeit,
die jetzt vor uns liegt. In ganz Niederösterreich ist zu spüren, eine
Ära ist zu Ende gegangen; diese Aufbruchsstimmung gibt uns die
Gelegenheit, unser Niederösterreich neu zu denken. Jetzt ist die
Zeit!“ Niederösterreich müsse nicht schneller werden, aber vieles
könne deutlich besser werden, sagt Schnabl: „Vor allem in den
Bereichen Bildung, Wirtschaft und Arbeit, Familien und Kindergärten,
Demokratie und Transparenz und natürlich im Bereich Sicherheit.
Niederösterreich neu denken heißt für mich ganz klar, dass wir als
Bundesland in all diesen Bereichen aufholen, zur Modellregion und bis
2025 zum Vorzeigebundesland werden.“

Sicherheit in allen Bereichen steht an oberster Stelle: In der
Gesundheitsversorgung, bei Pensionen, im sozialen Bereich, in der
Bildungsgerechtigkeit und in der Arbeitswelt, nicht zuletzt –
Sicherheit vor Kriminalität. „Das sind die Voraussetzungen, vor dem
Hintergrund des digitalen Wandels, den Menschen Zukunftsangst zu
nehmen und Hoffnung zu geben, dass wir auch die wachsenden
Herausforderungen der Zukunft positiv gestalten können und Zuversicht
und Lebensqualität erhalten“, erklärt Schnabl.

Zwt: Toleranz und Ordnung sind keine Gegensätze, sondern zwei Seiten
ein- und derselben Medaille
Der 58-Jährige ist nach seiner Tätigkeit als Chef der Wiener
Sicherheitswache seit 2003 bei Magna International beschäftigt. Sein
persönliches Credo lautet – Toleranz und Ordnung sind keine
Gegensätze, sondern zwei Seiten ein- und derselben Medaille. Er weist
darauf hin, dass die SPÖ NÖ, gemessen an absoluten Stimmen, die
stärkste SPÖ-Landespartei ist und sich bei Bundeswahlen immer auf
Augenhöhe mit der ÖVP befindet. „Das zeigt: Wenn der Sondereffekt
Pröll wegfällt, ist der Unterschied gar nicht mehr so groß und wir
sind stärker, als der ÖVP lieb ist. Die absolute Mehrheit der ÖVP
muss gebrochen werden. Wir müssen so stark werden, dass wir unsere
wichtigen Anliegen und Themen für die NiederösterreicherInnen
durchsetzen können. In der nächsten Landesregierung werden wir als
gleichberechtigter Partner bestimmende Kraft sein und
Niederösterreich nach vorne bringen“, erklärt Schnabl, der mit
Zuversicht in die Wahl geht: „Die Menschen wollen, dass Politik etwas
bewegt und nach vorne bringt. Ein ordentlicher Umgang miteinander,
der Respekt vor anderen Meinungen und Handschlagfähigkeit, das ist
für mich eine Selbstverständlichkeit und war in allen meinen
bisherigen Tätigkeitsbereichen, ob bei der Polizei, im Samariterbund
und auch im Management eines internationalen Konzerns immer die Basis
meines Handelns – und das sowie die Zusammenarbeit auf Basis des
Kriterienkataloges der SPÖ, möchte ich auch in der
niederösterreichischen Landespolitik beibehalten. Ich werde alle
demokratischen Parteien dazu einladen, ein Fairnessabkommen
abzuschließen und gemeinsam zu überlegen, wie man mit falschen
Meldungen, Verleumdung und Hetze in den sozialen Netzwerken umgeht.“
Dass Niederösterreich Heimat und Geburtsort der österreichischen
Sozialdemokratie ist, ist für Schnabl ein Auftrag: „Das aktuelle
Projekt zur Öffnung der SPÖ für Gastmitglieder ist ein Anfang. Unser
Projekt muss sein, viele Initiativen zu starten und die
Sozialdemokratie in diesem Land zu einer modernen, für Jung und Alt
attraktiven Bewegung zu machen, die für mehr Demokratie, Bildung,
Arbeit und Gerechtigkeit steht und die Menschen gewinnt und mitnimmt.
Der Neustart beginnt wieder in Niederösterreich. Denn jetzt ist die
Zeit.“

Zwt. Stadler: „Schnabl ist ausgezeichnete Wahl“
Landesparteivorsitzender Mag. Matthias Stadler, der Schnabl als
„ausgezeichnete Wahl“ bezeichnete, weist darauf hin, dass die SPÖ NÖ
einen zukunftsweisenden Reformschritt beschlossen und mit der
Umsetzung einer Struktur- und Organisationsreform begonnen hat. „Die
Weiterentwicklung der Organisationsreform ist ausdrücklich erwünscht
und mit diesem Modell gewährleistet. Die dynamische Entwicklung
unserer Gesellschaft erfordert schnelle Anpassungen und
gegebenenfalls auch ‚Umbrüche‘ – wie wir sie gerade hautnahe am
Beispiel der Digitalisierung und der daraus entstehenden Chancen und
Risiken erkennen. Die einzige Konstante ist die Veränderung, so
deutlich wie jetzt, war diese Veränderung in den letzten Jahren nicht
erfasst – daraus gilt es die richtigen Schlüsse zu ziehen – gerade
für die Politik und somit für das „Gesellschaftsmanagement“. „Das
Ziel, die SPÖ NÖ offen, modern und sozial zu positionieren, haben wir
mit dieser mutigen Reform erreicht. Damit wird die Parteiarbeit in
den Gemeinden, Städten und Sektionen maßgeblich gestärkt, die
Organisation wird flexibler, mobiler und moderner. Menschen, die in
der SPÖ tätig sind, oder sich mit der Sozialdemokratie verbunden
fühlen, werden über diese Reform wieder mehr Zeit für das Zuhören,
sowie den verstärkten Dialog mit den NiederösterreicherInnen finden.“

Ein Signal für Öffnung und Modernisierung hat Stadler auch mit dem
Servicebüro REDpoint der SPÖ NÖ in der Fußgängerzone in St. Pölten
gesetzt: „Wir haben einen Platz zum Reden geschaffen, und dabei nicht
auf unsere Wurzeln im Sozialbereich vergessen“, erklärt Stadler: „Der
REDpoint ist kein Ersatz für ein Parteisekretariat, sondern ein
zusätzliches Angebot der Sozialdemokratie für alle interessierten
Menschen, um sie über unsere Ziele, Visionen und Aktionen zu
informieren und ein Stück des Weges mitzunehmen. Dazu sind wir
Gastgeber für Veranstaltungen, helfen den Menschen bei der
Kontaktaufnehme mit sozialen Institutionen und Einrichtungen – oder
sind einfach nur da, wenn Menschen jemanden zum Zuhören brauchen.“
Stadler erklärte zudem, dass am ordentlichen Landesparteitag, der
2014 stattgefunden hat, die „Zehn Gebote für Niederösterreich“
einstimmig beschlossen wurden – die Eckpunkte und Positionen
sozialdemokratischer Politik in Niederösterreich, die auch in den
„Plan A für Niederösterreich einfließen sollen.“

Stadler weist auch darauf hin, dass er stolz darauf sei, dass es ihm
und seinem Team gelungen ist, die SPÖ NÖ nach den finanziellen
Einbußen und der prekären finanziellen Situation nach der
Landtagswahl 2013 wieder nachhaltig auf wirtschaftlich gesunde und
stabile Beine zu stellen.

Zwt. Kern: Niederösterreich für SPÖ NÖ ein wichtiger Faktor
Bundeskanzler Christian Kern, der ebenfalls an der Pressekonferenz
teilnahm, begrüßte die Entscheidung des SPÖ NÖ
Landesparteivorstandes: „Ich freue mich, das sich Franz Schnabl dazu
entschlossen hat, diese Herausforderung in seinem Heimatbundesland
und in dem Bundesland, in dem seine politischen Wurzeln sind,
anzunehmen. Und ich freue mich, dass die Zustimmung zu Franz Schnabl
als Spitzenkandidat für die kommende Landtagswahl und als
designierter Landesparteivorsitzender einstimmig ausgefallen ist.
Niederösterreich ist aufgrund seiner geografischen Größe und aufgrund
seines Stimmenpotenzials für die SPÖ ein wichtiger Faktor. Jetzt gilt
es, jene Stärke, die die SPÖ bei Bundeswahlen immer wieder zeigt,
auch auf die Landtagswahl umzusetzen und die SPÖ zur bestimmenden
Kraft in Niederösterreich zu machen. Ich bin zuversichtlich, dass das
gelingen wird und danke Matthias Stadler dafür, dass er den Weg für
dieses Ziel geebnet hat!“

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