• 28.04.2017, 14:15:54
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WK Kärnten startet neue Kampagne: „Mittelstand – fit fürs Land“

Nur Unternehmer schaffen Arbeitsplätze, bieten Einkommen und halten die Menschen im Land. Mit einer Kampagne will die Wirtschaftskammer auf die Bedeutung des Mittelstands hinweisen.

Utl.: Nur Unternehmer schaffen Arbeitsplätze, bieten Einkommen und
halten die Menschen im Land. Mit einer Kampagne will die
Wirtschaftskammer auf die Bedeutung des Mittelstands
hinweisen. =

Klagenfurt (OTS) - Die aktuell anziehende Konjunktur ist höchst
erfreulich und wird für viele Unternehmen ein leises Aufatmen nach
schwierigen Jahren bringen. Auch für den Arbeitsmarkt erhofft sich
die Wirtschaftskammer Kärnten eine entsprechende Belebung und wieder
mehr Jobchancen für viele Menschen. Präsident Jürgen Mandl: „Aber
dieses Mailüfterl sollte uns nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir
wieder mehr verinnerlichen müssen: Wer nicht sät, der wird nicht
ernten. Und ohne Unternehmen gibt es keine Jobs, keine Einkommen,
keinen Wohlstand und letztlich auch keinen Staat.“

Stimmt die Grundhaltung?
Diese schlichte Erkenntnis ist angesichts der oft zumindest
unternehmerunfreundlichen Ideen in der Politik oder des Videospots
der Arbeiterkammer Oberösterreich, in der die Unternehmer als
selbstverliebte Ausbeuter dargestellt und lächerlich gemacht werden,
oder in Anbetracht der Steuerbelastung der Mittelschicht in der
Bevölkerung generell offenbar in Vergessenheit geraten. Mandl: „Ich
habe ab und zu Zweifel, ob hier die grundsätzliche Einstellung
unserer Gesellschaft zum Thema Arbeit und Leistung noch stimmt.“

Kampagne für den Mittelstand
Deshalb hat sich die Wirtschaftskammer Kärnten vorgenommen, die wahre
Bedeutung des Mittelstands und der leistungsbereiten Menschen für
Gesellschaft und Wohlstand wieder stärker ins Bewusstsein zu rücken.
Die bunte Start-up-Szene genießt ebenso wie die zunehmende Zahl an
Ein-Personen-Unternehmer viel politische und mediale Aufmerksamkeit,
die Industrie ist aufgrund ihrer Bedeutung immer präsent. Mandl: „Und
im Hintergrund und abseits des Blitzlichts arbeitet und schafft der
Mittelstand mehr als 70 Prozent der Arbeitsplätze in Kärnten und drei
Viertel der Wertschöpfung. Wir wollen mit einem Bündel an Maßnahmen
die Wertschätzung erhöhen für die Verdienste der mittelständischen
Unternehmen in der Kärntner Bevölkerung, bei Politik und Medien, aber
auch bei den Unternehmen selbst. Warum der Mittelstand? Weil die KMU
in Österreich und in Kärnten die Hidden Champions unseres Wohlstands
sind.“

Mittelstand – fit fürs Land
Diese oft eigentümer- und familiengeführten Betriebe will die WK mit
der multimedialen Kampagne „Mittelstand – fit fürs Land“ vor den
Vorhang holen. Mandl: „In den kommenden Wochen werden wir mit
Inseraten, in Medienkooperationen und mit Veranstaltungen die
Bedeutung des Mittelstands für Kärnten darstellen und auch
professionell in Form eines Kärntner Mittelstandsreports von der
KMU-Forschung Austria untersuchen lassen.“ Zu den Highlights der
Kampagne aus der Feder von Tom Ogris zählen auch Inseraten- und
Plakatsujets mit Kärntner Unternehmerinnen und Unternehmer sowie ein
emotionales Kurzvideo, realisiert mit der mehrfach ausgezeichneten
Firma Intermedia.

Vorkrisenniveau nicht erreicht
Dass der Kärntner Mittelstand mehr Aufmerksamkeit braucht, beweisen
die Zahlen: „Wir sehen eine solide Ausgangsbasis, aber kaum
Wachstum“, erklärte Peter Voithofer, Direktor der KMU Forschung
Austria. In Kärnten sei der Mittelstand im weiteren Sinne
(Unternehmen zwischen 0 und 500 Beschäftigten) mit rund 99,9 aller
Betriebe noch ausgeprägter als im österreichischen Durchschnitt, in
seiner Entwicklung aber schwächer. Voithofer: „Während sich die Zahl
mittelständischer Unternehmen sowie deren Bruttowertschöpfung nach
krisenbedingten Rückgängen wieder erholt haben, konnte der
Mittelstand in Bezug auf Umsatz, Beschäftigung sowie insbesondere in
Hinblick auf die Bruttoinvestitionen das Vorkrisenniveau des Jahres
2008 bislang nicht wieder erreichen.“ Die Ursachen liegen für
Voithofer in der unterschiedlichen Wirtschaftsstruktur - weniger
hochprofitable IKT-Unternehmen, mehr schwächerer Tourismus – und in
der Bürokratie: „Berufliche Selbstständigkeit kann man heute ohne
juristischen Begleitschutz kaum mehr ausüben. Seit 2006 hat es
beispielsweise 70 Änderungen alleine im Arbeitsrecht gegeben – das
ist ein Fortsetzungsroman, den jeder Arbeitgeber lesen sollte.“

Stimmen des Mittelstands
„Ich bin ein EPU und zähle mich auch zum Mittelstand“, erklärt die
Klagenfurter Jungun-ternehmerin Sarah Al-Hosini (Sarah sagt) ihre
Unterstützung der Kampagne. „Wir sind die fleißigen Bienen, die ihren
eigenen Arbeitsplatz schaffen und wenn möglich auch noch weitere.
Eigentum, Leistung und Risiko – das ist meine persönliche
Work-Life-Balance, auch wenn es Tage gibt, die eine Katastrophe
sind“, schildert Al-Hosini lächelnd ihren Unternehmeralltag. Den
kennt auch Franz Ronge bestens, der 2004 nach einer Laufbahn bei
internationalen Unternehmen als Geschäftsführer zum
Wellpappeproduzenten Tewa kam und das Unternehmen 2012 übernahm. „Mit
52 war ich damals sicher der älteste Jungunternehmer zumindest in
Feldkirchen“, erinnert sich Ronge. Er wünscht sich von der
WK-Kampagne, nicht nur den Mittelstand zu präsentieren, sondern auch
die Themen anzusprechen, die dem Mittelstand das Leben schwermachen,
wie die Lohnnebenkosten oder die allgegenwärtige Bürokratie: „Andere
Wirtschaftsbereiche können sich da vielleicht besser helfen. Aber wir
haben andere Gene als ein Konzernmanager, der Entscheidungen trifft,
die in einem Familienbetrieb zu 1000 Prozent anders fallen würden.“

Was wäre der Tag der Arbeit…
…ohne Arbeitgeber? Auch der „Tag der Arbeitgeber“ übermorgen am 30.
April dient dem Ziel, auf die besondere gesellschaftliche Bedeutung
des Unternehmers hinzuweisen. Diese Würdigung gilt natürlich
gleichwertig für die steigende Zahl an Ein-Personen-Unternehmen, denn
sie haben ebenfalls bereits einen besonders wichtigen Arbeitsplatz
geschaffen: ihren eigenen. Die Tradition, den Tag der Arbeit am 1.
Mai mit dem Aushängen der österreichischen Fahne zu untermalen, hat
die Wirtschaftskammer auch heuer auf den Tag der Arbeitgeber tags
zuvor ausgedehnt und alle Unternehmer und öffentlichen Institutionen
Kärntens ersucht, es ihr gleichzutun. Am 1. Mai bleiben dann die
Fahnen zu Ehren der Mitarbeiter und des Feiertages selbstverständlich
gehisst.

Ludwig-von-Mises-Journalistenpreis
„Die moderne Zivilisation steht und fällt mit der Person des
Unternehmers, das hat schon der große österreichische Ökonom Joseph
Schumpeter zu Beginn des 20. Jahrhunderts festgestellt. Mit der
seitdem enormen wirtschaftlichen Entwicklung ist diese Erkenntnis
noch viel wahrer geworden“, so Mandl. Um diesen Zusammenhang wieder
stärker zu verankern, schreibt die Wirtschaftskammer auch heuer
wieder den Ludwig-von-Mises-Journalistenpreis aus, der
journalistische Arbeit auszeichnet, die diese besondere Rolle des
Unternehmers für die Allgemeinheit verdeutlichen. Die Einreichfrist
endet im Oktober.

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