Stronach/Steinbichler: Schluss mit den Strafsanktionen gegen „böse“ Milchbauern!

Großmolkereien wollen Bauern eine Lektion erteilen und gefährden damit die Betriebe

Wien (OTS) - „Wie hier mit Milchbauern und deren Familien umgegangen wird, wie hier Existenzen und Betriebe leichtfertig gefährdet werden – das ist eine Frechheit und nicht mitanzusehen!“, kritisiert Team Stronach Agrarsprecher Leo Steinbichler die Untätigkeit der Molkereimanager und deren Funktionären nach dem Aus der Milchhandelsgesellschaft Alpenmilch Logistik. Ganz offensichtlich „will man hier jene Milchbauern bestrafen, die eine Vermarktung abseits der großen Molkereien versucht hatten. Mit diesen Strafsanktionen muss Schluss sein!“, verlangt Steinbichler.

Der Team Stronach Mandatar erinnert an die Wichtigkeit der Milchbauern: „Hier geht es um Familien, um Jobs aber auch um die nachhaltige Landschaftspflege. Aber ganz offensichtlich wird darauf gewartet, dass Betriebe zugrunde gehen, um sie günstig erwerben zu können!“ Laut Steinbichler seien die zusätzlichen Milchmengen von den ehemaligen „Freie Milch“-Bauern für die Großmolkereien Berglandmilch, Gmundner Milch und NÖM „ohne weiteres zu verkraften. Diesen Großbetrieben geht es nur um ihren verletzten Stolz und darum, den Bauern eine Lektion zu erteilen!“

Angesichts der Absatzprobleme für Milch und Milchprodukte fordert Steinbichler auch ein Ende der Russland-Sanktionen. „Die EU hat unseren Bauern einen wichtigen Exportmarkt versperrt. Wenn die Sanktionen nicht aufgehoben werden, muss sich Österreich einen Alleingang überlegen!“, so Steinbichler.

Kritik übt Steinbichler auch am Verhalten der Landwirtschaftskammer: „Wozu zahlen die Milchbauern ihre Zwangsbeiträge, wenn sie statt Unterstützung nur leere Worte bekommen? Gerade in solch schwierigen Zeiten müsste die Landwirtschaftskammer klar als Interessenvertreter auftreten!“, mahnt Steinbichler.

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