• 27.04.2017, 12:26:03
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  • OTS0164

Kirche begrüßt Heimopferrentengesetz

Kardinal Schönborn würdigt einstimmigen Gesetzesbeschluss als Zeichen der Verantwortung des Staates für Opfer - Bischof Küng: Neben Hilfe für Opfer Missbrauchsprävention und Bewusstseinsbildung fortsetzen

Utl.: Kardinal Schönborn würdigt einstimmigen Gesetzesbeschluss als
Zeichen der Verantwortung des Staates für Opfer - Bischof
Küng: Neben Hilfe für Opfer Missbrauchsprävention und
Bewusstseinsbildung fortsetzen =

Wien (KAP) - Auf breite Zustimmung innerhalb der katholischen Kirche
stößt das am Mittwoch beschlossene Heimopferrentengesetz. Durch den
einstimmigen Beschluss im Nationalrat werden ab Juli Opfer von
Misshandlungen in Heimen und in Pflegefamilien eine Rentenleistung in
Höhe von 300 Euro erhalten. "Es ist ganz im Sinn der Opfer, dass der
Staat mit diesem Gesetz Verantwortung übernimmt", sagte Kardinal
Christoph Schönborn am Donnerstag im Interview mit "Kathpress".
"Besonders erfreulich und vorbildlich" sei dabei "die
parlamentarische Einstimmigkeit über Parteigrenzen hinweg sowie die
rasche Berücksichtigung der Verbesserungsvorschläge zur
Regierungsvorlage", erklärte der Vorsitzende der Bischofskonferenz.

Positiv reagierte auch Bischof Klaus Küng, der innerhalb der
Bischofskonferenz für diesen Themenbereich zuständig ist: "Das nun
beschlossene Gesetz ist ein weiterer bedeutsamer öffentlicher
Schritt, um den Opfern von Gewalt und Missbrauch konkret beizustehen,
und ein Signal dafür, konsequent die Arbeit zur Aufklärung,
Missbrauchsprävention und Bewusstseinsbildung fortzusetzen", erklärte
der St. Pöltner Bischof gegenüber "Kathpress".

Die Unabhängige Opferschutzanwältin Waltraud Klasnic bezeichnete in
einer Aussendung den Allparteienkonsens und die weiteren
Verbesserungen im Heimopfergesetz "als ein sehr positives Signal". Es
komme auf eine "möglichst unbürokratische Vollziehung des Gesetzes
und Hilfestellung für die oft schwer traumatisierten Betroffenen" an,
erklärte Klasnic, die im Vorfeld der Beschlussfassung als Expertin an
einem Hearing im Parlament teilgenommen hatte. Die
Opferschutzanwaltschaft werde weiterhin ihre Expertise im Interesse
der Betroffenen und der Prävention und Bewusstseinsbildung
einbringen. "Bei der Bekämpfung und Verhinderung von Gewalt und
Missbrauch und der Opferhilfe kann und darf es keinen Schlussstrich
geben", betonte Klasnic.

Mehr:
https://www.kathpress.at/goto/meldung/1497227/kirche-begruesst-heimop
ferrentengesetz

((ende)) PWU/PER
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