Neues Volksblatt: "Mai-Scherz" von Herbert SCHICHO

Ausgabe vom 27. April 2017

Linz (OTS) - Nicht nur Brauchtumsfreunde, sondern auch die Genossen haben derzeit alle Hände voll zu tun. Ja, der 1. Mai wirft seine Schatten voraus. Und während erstere sich darüber den Kopf zerbrechen, wie sie den Baum diebstahlsicher machen, wollen die roten Strategen ihre Kampagnen-Fähigkeit beweisen: Die Arbeiterkammer verkauft via Rap ihre Leistungskarte als Waffe gegen ausbeuterische Unternehmer. Wer das Video gesehen hat, fragt sich, was ist älter:
der Mantel von Präsident Kalliauer, die Katze im Schlussbild oder der klassenkämpferische Ton, der bereits zu groben Verstimmungen in der Sozialpartnerschaft führt. Gestern legten nun die Landespartei und ihre Vorsitzende Birgit Gerstorfer nach und präsentierten ihre Vision einer Kampagne — dabei wird gedichtet: „KMU. EPU. Yabadabadoo“, dabei wird gewortspielt: „Arbeitnehmer sind komplett beschteuert“ und wir erfahren auch, dass Birgit gegen Scheißjobs und „penetrant“ ist. Zu gefährlichen Missverständnissen könnte der Slogan „Gleiches Gehalt, teureres Leben? Schluss damit.“ führen. Und vermutlich am Linzer Hauptplatz vor dem Fenster von SPÖ-Bürgermeister Luger wird Gerstorfer das Plakat mit dem Spruch „Für interne Streitereien hab ich leider keine Zeit“ positionieren. Bisher gab es ja nur zum 1. April eine Scherzpflicht, doch entweder ist die SPÖ Oberösterreich ein wenig langsam, oder sie will einen neuen Trend setzen: Den Mai-Scherz.

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