Stronach/Lugar: Flüchtlingskrise ist Hauptursache für Brexit

Kern soll Sprechstunden abhalten statt Pizza ausliefern

Wien (OTS) - „Wir haben viel über den Brexit gehört, aber nichts über dessen Ursachen“, kommentierte Team Stronach Klubobmann Robert Lugar in seinem Debattenbeitrag die EU-Erklärung von Kanzler und Vizekanzler. Hinter den vorgeschobenen Gründen wie Arbeitslosigkeit stecke aber das Problem der Flüchtlingskrise, „die britische Bevölkerung hat gemerkt, dass es so nicht weitergehen kann."

Als Hauptproblem beim Brexit und innerhalb der EU sieht Lugar die Islamisierung, „es gibt eine Kaste in der Kommission, die glaubt, mit der Zuwanderung Gutes zu tun für die Bürger - und alle Kritiker werden als europafeindlich abgestempelt“. Der Team Stronach Klubobmann sieht die EU als wichtiges Friedensprojekt „aber man muss kritisch sein dürfen!“

Lugar erinnerte, dass beschlossen wurde, dass 17 Mio. Zuwanderer nötig sein werden. Deshalb seien die Flüchtlingsströme umgeleitet worden, um Arbeitskräfte nach Europa zu holen. „Doch die, die gekommen sind, sind nicht qualifiziert“, so Lugar, der warnte: „Wenn wir zu den bis zu 500.000 Arbeitslosen noch 100.000 ins Land holen – das geht sich nicht aus!“

Viele in der Kommission wollen aber auch noch einen Kulturaustausch. Lugar: „Das ist die offizielle Agenda der Kommission mit der Strategie dahinter: Wenn die Unterschiede zwischen den Völkern weg sind, dann gibt es keine Kriege!“ Dabei gebe es eine einfachere Lösung, um Kriege zu verhindern, „die wirtschaftliche Zusammenarbeit!“, erinnerte Lugar und verlangte: „man muss den europäischen Völkern zuhören, nicht über sie drüberfahren!“

Von Kanzler Kern und Vizekanzler Mitterlehner habe man aber keinen Satz gehört, „dass Sie es besser machen wollen - das ist das Problem“, so Lugar an die Regierungsspitze. „Wenn Sie Pizza ausliefern müssen um den Menschen zuzuhören – könnten Sie einfach Sprechstunden einrichten“, empfahl Lugar dem Kanzler. Dieser komme aus der Privatwirtschaft und sei den Kontakt „zu einfachen Menschen“ wohl gewohnt.

Das Problem sei aber, „dass es Kanzler Kern egal ist, was die Österreicher wollen. Er will nur beruhigen und etwas Valium verteilen, ist aber nicht bereit, etwas zu tun“. Solang aber die EU und die Länder nicht bereit sind, auf die Bürger zu hören, „wird es Austrittstendenzen geben!“, warnte Lugar.

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