• 26.04.2017, 11:11:44
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Plenarsaal in der Hofburg nimmt Gestalt an

Einbauten im großen Redoutensaal schreiten zügig voran - knapper Zeitrahmen kann dank Vorfertigung eingehalten werden

Utl.: Einbauten im großen Redoutensaal schreiten zügig voran -
knapper Zeitrahmen kann dank Vorfertigung eingehalten werden =

Wien (PK) - Die Hofburg wird ab kommenden Sommer das Parlament
beherbergen. Für die Dauer der Generalsanierung des
Parlamentsgebäudes werden Nationalrat und Bundesrat zum ersten Mal in
der Geschichte außerhalb des Hauses am Ring tagen. Die vielfältigen
Vorbereitungsarbeiten zur großen Absiedelung laufen auf vollen
Touren. "Wir sind in sämtlichen Bereichen im Zeitplan", berichtet
Parlamentsvizedirektor und Projektleiter Alexis Wintoniak.

In den Redoutensälen der Hofburg wird zurzeit gesägt und gehämmert,
gestemmt und gebohrt. In den prunkvollen Räumen, in denen
üblicherweise Kongresse oder Bälle stattfinden, herrscht derzeit
geschäftiges Treiben einer anderen Art. Dieser Trakt der Hofburg ist
eine große Baustelle. Im Sommer wird hier das Parlament einziehen.

Ende August beginnt die Generalsanierung des Parlamentsgebäudes. Bis
dahin muss das Haus am Ring komplett geräumt sein, der gesamte
Betrieb übersiedelt in verschiedene Ausweichquartiere. Nationalrat
und Bundesrat werden drei Jahre lang im großen Redoutensaal tagen,
der zu diesem Zweck in einen Plenarsaal umgebaut wird.

Robert Neunteufel von der Burghauptmannschaft (BHÖ) ist der
Projektverantwortliche für das außergewöhnliche Bauvorhaben. Er
beschreibt die Herausforderung: "In sehr kurzer Zeit müssen wir in
ein historisches, unter Denkmalschutz stehendes Gebäude einen voll
funktionsfähigen Sitzungssaal einbauen. Alleine die Einbringung der
zum Teil mehrere hundert Kilo schweren Elemente in den Redoutensaal
war ein logistischer Kraftakt."

Neunteufel ist jedoch mit dem bisherigen Verlauf der Arbeiten sehr
zufrieden. Alles laufe nach einem exakt durchkomponierten Regieplan
ab, denn die Zeit sei denkbar knapp. Aus Rücksicht auf die Ballsaison
konnte erst Ende Februar mit den Arbeiten begonnen werden, im Juni
müssen sie abgeschlossen sein. Um diesen ambitionierten Zeitrahmen
einhalten zu können, braucht es ein reibungsloses Zusammenspiel aller
beteiligten Unternehmen.

Plenarsaal wird in Modulen angeliefert und zusammengefügt

Der Plenarsaal wurde in einer Halle in Schwechat aufgebaut und in der
Folge in Einzelteile zerlegt. Diese werden nunmehr nach Wien
transportiert und in die Hofburg eingebracht. Dank der Vorproduktion
und der modularen Bauweise ist gewährleistet, dass in nur drei
Monaten derart komplexe Einbauten in einen sensiblen Bestand erfolgen
können.

Die Galerie für die Besucherinnen und Besucher ist weit gediehen. Sie
wird von der Firma Mach Holzbau, Wien, gemeinsam mit URBAS Stahl- und
Anlagenbau aus Völkermarkt hergestellt. Als nächstes folgt das Podest
für das Plenum, für das die Firma Selberherr aus Schwechat
verantwortlich zeichnet. Die Ausstattung - Abgeordnetentische,
Regierungsbank, Präsidium, Stoffpaneele für die Saalakustik - liefert
die Tischlerei Schwarzott aus Baden. Im kleinen Redoutensaal sind die
Arbeiten bereits abgeschlossen. Hier wurden von der Firma Josef Göbel
aus Fladnitz an der Teichalm Besprechungskojen für die Fraktionen
eingebaut.

Alles in allem werden für die Einbauten rund 4.300 Quadratmeter
Brandschutzplatten, mehr als 50 Kubikmeter Holz, 30 Tonnen Stahl
sowie rund 7.500 Stück Schrauben, Gewindestangen und
Winkelverbindungen verarbeitet.

Die technische Ausstattung beginnt nach den letzten Plenarsitzungen
von Nationalrat und Bundesrat Ende Juni, Anfang Juli. Dann können
Tonanlage, Kameras und sonstiges Equipment im Parlamentsgebäude
abgebaut werden.

Temporäre Pavillons an das Parlament übergeben

Auch bei den drei temporären Büropavillons auf dem Heldenplatz und im
Bibliothekshof der Hofburg läuft alles nach Plan. Die Gebäude wurden
dieser Tage termingerecht von den ausführenden Firmen übergeben.
Jetzt folgen die parlamentsspezifischen Einbauten, etwa die IT-
Installation oder die Sicherheitseinrichtungen.

Demnächst erhalten die Pavillons auch eine attraktive Hülle. An den
Fassaden werden Netzfolien montiert, die zum Sicht- und Sonnenschutz
dienen, aber auch eine dekorative Funktion haben. Das Konzept des
Dornbirner Designbüros Sägenvier sieht vor, dass sich Zitate aus
verschiedenen Verfassungs- und Gesetzestexten wie Perlenschnüre rund
um die Gebäude winden. Einzelne markante Begriffe daraus werden in
den EU-Amtssprachen als grafische Interpunktionen eingesetzt.

Ende Juni startet die Übersiedelung, die in neun Tranchen erfolgen
wird und Mitte August abgeschlossen sein muss. Auch dazu laufen die
Vorbereitungen seit langem. So wurde in einem großangelegten
Digitalisierungsprozess das vorhandene Papiervolumen drastisch
reduziert, sodass nur etwa ein Zehntel übersiedelt werden muss.
(Schluss) red

HINWEISE: Aktuelle Informationen zur Sanierung des Parlamentsgebäudes
finden Sie auf www.sanierung.parlament.at. Aktuelle Fotos finden Sie
auf der Website des Parlaments unter
www.parlament.gv.at/SERV/FOTO/ARCHIV.

Rückfragehinweis:

Parlamentsgebäudesanierungsgesellschaft m.b.H.
Gerhard Marschall
Tel: (+43 1) 40110 - 2277
Mobil: 0676 8900-2277
E-Mail: office@pgsg.at

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