„Am Schauplatz“-Reportage Nachgefragt: Kampf im Park

Am 27. April um 21.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Was ist los in den Wiener Parks? Diese Frage stellte sich das „Am Schauplatz“-Team im Sommer 2016. Jugendbanden sollen dort ihr Unwesen treiben, mit Drogen dealen und sich Schlägereien liefern. Vor allem zwischen jungen tschetschenischen und afghanischen Männern soll es immer wieder zu Konflikten kommen. So las man es vergangenes Jahr fast täglich in den Schlagzeilen.

Entstanden ist damals eine „Am Schauplatz“-Reportage, die nicht nur mit dem renommierten Renner-Preis ausgezeichnet wurde, sondern auch in sozialen Medien für Aufsehen sorgte. Der seltene Einblick in die fremde Lebenswelt dieser Jugendlichen war wochenlang Gesprächsthema. Fast ein Jahr später will „Am Schauplatz“-Reporterin Julia Kovarik für die Reportage „Nachgefragt: Kampf im Park“ – zu sehen am Donnerstag, dem 27. April 2017, um 21.05 Uhr in ORF 2 – wissen, was aus den Jugendlichen von damals geworden ist. Ist der Konflikt zwischen jungen Afghanen und Tschetschenen inzwischen gelöst? Die Spurensuche hat sie unter anderem in Österreichs einziges Jugendgefängnis nach Gerasdorf am Steinfeld geführt.

„Ich bin 24 Stunden im Park“, sagt etwa Achmadullah (20) aus Afghanistan. Er ist 2011 mit Hilfe eines Schleppers nach Österreich gekommen. „Damals war ich ein guter Junge und wollte es im Leben weiterbringen“, sagt er. „Jetzt bin ich Scheiße geworden.“ Er träumt von einem normalen Leben und einem richtigen Job. Wie so viele nach ihm ist er „unbegleitet“ geflüchtet. Die afghanische Community versucht, sich um die Jugendlichen zu kümmern. Aber es seien inzwischen zu viele, sagt Abdul Ghani Nasari aus der afghanischen Moschee.

Bei den tschetschenischen Jugendlichen ist die Flucht schon länger her – aber auch bei ihnen hat die Integration oft nicht funktioniert. Said (18) und seine Clique verbringen ihre Tage im Park. Er ist seit zehn Jahren in Österreich. „Ich wollte eigentlich Arzt werden, weil mein Vater im Krieg in Tschetschenien gefallen ist", erzählt er. „Aber es hat nicht geklappt mit der Schule.“ Jetzt ist er arbeitslos, wie viele seiner Freunde. „Sie sind eine verlorene Generation. Vaterlos“, beschreibt es Huseyn Ishanov, einer der sogenannten „Ältesten“ in der tschetschenischen Gemeinschaft.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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