• 24.04.2017, 10:55:13
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  • OTS0059

VP-Obernosterer: „Steige von AHS-Unterstufe für Hermagor nicht herunter!“

Bildungsministerium-„Nein“ zur AHS-Unterstufe in Hermagor wird nicht zur Kenntnis genommen. Mittwoch Termin mit Verantwortlichen im Parlament.

Utl.: Bildungsministerium-„Nein“ zur AHS-Unterstufe in Hermagor wird
nicht zur Kenntnis genommen. Mittwoch Termin mit
Verantwortlichen im Parlament. =

Wien (OTS) - „Alle, die wir seit Jahren für eine AHS-Unterstufe für
Hermagor kämpfen, nehmen das „Nein“ des Bildungsministeriums so nicht
zur Kenntnis. Am Mittwoch gibt es mit den Verantwortlichen aus dem
Bildungsministerium daher einen Termin im Parlament“, sagt heute
VP-Nationalrat Gabriel Obernosterer, der sich bekanntlich mit Eltern
und politischen Vertretern von Hermagor für die Errichtung einer
AHS-Unterstufen-Klasse einsetzt. „Hier steht SPÖ-Ideologie vor
Ausbildung, vor der Strukturerhaltung im ländlichen Raum, vor
Elterninteressen, vor Maßnahmen gegen Abwanderung. Hier geht’s ums
reine Durchsetzen des roten Schulmodells Neue Mittelschule. Da darf
es wohl nichts anderes mehr geben“, spricht Obernosterer Klartext.

Zum Inhalt: Dieser Tage teilte die Bildungsministerin Kärnten
schriftlich mit, dass eine Errichtung einer AHS-Unterstufe in Kärnten
nicht möglich sei. Das Ministerium hat die ablehnende Haltung des
Landesschulratspräsidenten Altersberger und des Kärntner
Bildungsreferenten LH Kaiser übernommen und begründet das „Nein“ mit
zu geringen Schülerzahlen.

„Es gibt 3 Varianten, diese AHS-Unterstufenklasse einzurichten. Das
Bildungsministerium hat diese Varianten nicht einmal geprüft. Und ich
gehe davon aus, dass das Ministerium vom Landesschulratspräsidenten
nicht vollständig informiert worden ist“, erklärt Obernosterer. Daher
der Termin am Mittwoch im Parlament.

Zumal auch das Schreiben des Landesschulratspräsidenten Altersberger
von März (liegt vor) an das Bildungsministerium klar als Aufforderung
zu verstehen sei, die AHS-Unterstufe in Hermagor politisch
„abzudrehen“. Altersberger schreibt wörtlich an die
SP-Bildungsministerin, man „….erhoffe sich durch eine klare
Meinungsäußerung seitens des Bundes ein Ende der Diskussionen…“.

„Das ist politische Willkür, das ist der erste
Landesschulratspräsident, der sich im Auftrag des Bildungsreferenten
LH Kaiser gegen mehr Qualität in einem Bezirk ausspricht, der gegen
die Eltern agiert und vor allem, der 10-11jährige mit dem Zug lieber
täglich ins Gymnasium nach Villach schickt, als eine AHS-Klasse in
Hermagor zuzulassen“, weist Obernosterer hin.

Außerdem gebe es von Altersberger selbst eine schriftliche Zusage
(liegt vor) für die Errichtung der AHS-Unterstufen-Klasse in
Hermagor, nachdem der Landesschulratspräsident eine Platzerhebung
durchgeführt hat und keinen anderen Schulstandort gefährdet sah.
„Diese Zusage entstand, weil der Platz in bestehenden Schulen
vorhanden ist, weil kein anderer Standort gefährdet ist und
Schülerzahlen, wie sie jetzt dargestellt werden, damals kein Argument
waren“, erinnert Obernosterer.

Die 3 Modelle sehen die Errichtung einer AHS-Unterstufen-Klasse im
bestehenden BORG vor, oder ein Verbundmodell mit der neuen
Mittelschule, also eine AHS-Klasse in der bestehenden Mittelschule
oder ein Verbundmodell mit Nötsch, wo es jetzt schon eine Kooperation
mit der AHS-Oberstufe in Hermagor gibt.

Für die Errichtung einer AHS-Unterstufen-Klasse entstehen zudem dem
Land Kärnten keine Kosten. Die Statistik Austria berechnet für
Kärntens AHS-Unterstufen außerdem einen Zuwachs bis 2030 von über
1.300 Schülerinnen und Schüler.

„Ja, wir haben eine hohe Ausbildungs-Qualität in Hermagor, ja, wir
haben eine hohe Maturaquote. Und ja, wir wollen sie erhalten,
verbessern und ausbauen. Das müsste eigentlich das Ansinnen jedes
Landesschulratspräsidenten und jedes Bildungsreferenten sein. Ich
habe noch nicht erlebt, dass Verantwortliche in diesen Positionen
dermaßen dagegen arbeiten“, so Obernosterer. (Schluss)

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