6. Österreichischer Interdisziplinärer Palliativkongress

"Kontroversen in Palliative Care" vom 27.-29.4.2017 in Bregenz

Wien/Bregenz (OTS) - Die Österreichische Palliativgesellschaft (OPG) veranstaltet ihren diesjährigen Jahreskongress im Festspielhaus Bregenz. Als wissenschaftliche Fachgesellschaft agiert die OPG im Palliativ- und Hospizbereich und im Gesundheits- und Sozialsystem, um die Bedingungen der Betreuung von schwerkranken und sterbenden Menschen in Österreich zu verbessern. Das Erleiden unerträglicher Schmerzen ist die vorrangigste Befürchtung von Menschen, wenn sie an ihr Lebensende denken. Leiden bedeutet aber mehr als Schmerzen zu haben. Es beeinträchtigt den Menschen in all seinem Sein und all seinen Lebensbereichen, denen ganzheitlich begegnet werden muss. Leiden lindern – Palliative Care kann das mit interdisziplinärer Teamarbeit leisten.

Der geographischen Lage im Dreiländereck entsprechend findet der österreichische Palliativkongress erstmals grenzüberschreitend in Kooperation mit der Ostschweiz, Bayern und Baden Württemberg statt. Dadurch ergeben sich interessante Vergleiche über die Entwicklung und den Stand von Palliativ- und Hospizstrukturen. Durch dieses Konzept wird mit über 1000 in Palliative Care professionell engagierten Menschen gerechnet. Das lokale Kongresspräsidium besteht - ganz bewusst - aus einer Pflegeperson, DGKS Anna Frick MSc, einem Sozialarbeiter, Dr. Karl Bitschnau, und einem Palliativmediziner, Dr. Otto Gehmacher.

Bei der Eröffnung wird sich Prof. Andreas Heller aus Wien dem Kongressmotto entsprechend mit der Frage „Palliative Care - ist Alles Eitel Wonne?“ auseinandersetzen. Der große österreichische Schriftsteller Michael Köhlmeier wird dazu literarisch-philosophisch beitragen. In weiterer Folge werden unterschiedliche Themen und Herausforderungen - auch kontroversiell - besprochen, welche in der Behandlung von schwerkranken und sterbenden Menschen auftreten können. Beispielsweise werden vorausschauende Planung, Schmerztherapie und die Begleitung von Menschen im Zusammenhang mit Migration am Kongress thematisiert.

Eine gute Palliative Care Betreuung ist die Antwort auf die immer wieder aufkommende „Sterbehilfe Diskussion“. Dem Kongressmotto entsprechend wird auch einem öffentlichen „Publikumsabend“ am Freitag, dem 28.4. Raum gegeben. Unter dem Titel „Sterbebegleitung statt Sterbehilfe“ werden 2 Ärzte, eine Pflegeperson und ein Seelsorger an Hand von Beispielen aus ihrer alltäglichen Arbeit berichten und sich anschließend einer Podiumsdiskussion stellen.

Der Palliativkongress dient einem breiten fachlichen Austausch und will wieder neue Impulse für die zukünftige Palliativarbeit im Land setzen. Die Österreichische Palliativgesellschaft (OPG) besteht als interdisziplinäre Fachgesellschaft seit 1999 und wird sich auch in Zukunft dafür einsetzen, dass schwerkranke und sterbende Menschen im österreichischen Gesundheits- und Sozialsystem achtsam wahrgenommen und adäquat betreut und umsorgt werden.

6. Österreichischer Interdisziplinärer Palliativkongress

Datum: 27. bis 29. April 2017

Ort: Kongresshaus Bregenz
Platz der Wiener Symphoniker 1
6900 Bregenz

Alle Informationen zum Kongress finden Sie unter www.palliativ.at.

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Harald Retschitzegger, MSc.
Präsident der Österreichischen
Palliativgesellschaft (OPG)
harald.retschitzegger@gmail.com
M: 0650/5 90 90 90

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