ÖSTERREICH: Lopatka kritisiert Kern scharf

In Sachen Türkei: ÖVP-Klubchef vermisst Mut beim Kanzler - "Redet in Wien anders, als er in Brüssel handelt"

Wien (OTS) - ÖVP-Klubchef Reinhold Lopatka nimmt in ÖSTERREICH (Sonntagsausgabe) Kanzler Christian Kern ins Visier, konkret dessen Aussagen über ein Ende der EU-Beitrittsverhandlungen der Türkei:
„Bisher hat sich der Kanzler dadurch ausgezeichnet, dass er in Wien anders geredet hat, als er in Brüssel gehandelt hat. Während der Außenminister am 13. 12. 2016 mutig Haltung bewahrte und erreicht hat, dass es zunächst keine Ratsschlussfolgerungen zur Türkei gegeben hat, ist der Kanzler wieder einmal in die falsche Richtung umgefallen. Er hat am 16. 12. 2016 dem Beschluss der Regierungschefs zugestimmt, der sogar eine Beschleunigung der Beitrittsgespräche vorsieht. Es ist also hoch an der Zeit, dass Kern sein Reden und Handeln in Gleichklang bringt.“

Kern solle beim nächsten EU-Rat Schlussfolgerungen über die Beitrittsverhandlungen blockieren und ein Ende derselben fordern: „Er hat bisher in Österreich anders geredet als er in Brüssel gehandelt hat. Das ist absolut widersprüchlich, was er bisher hier gemacht hat.“
Ob die stete Kritik am Kanzler nicht über kurz oder lang zu Neuwahlen führt? Lopatka: „Von meiner Seite her soll das darauf hinauslaufen, dass der Bundeskanzler einfach in Brüssel so handelt, wie er hier in Wien redet. Und diesen Mut vermisse ich beim Bundeskanzler bisher.“

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