SoHo verurteilt Verfolgung Homosexueller im Iran

Traschkowitsch/Menclik: Iran verschärft Vorgehen gegen Schwule - Verhaftungen, Denunzierungen und angedrohte Todesstrafe

Wien (OTS/SK) - Der Iran hat das Vorgehen gegen homosexuelle Männer – Homosexualität ist dort strafbar und mit der Todesstrafe bedroht - weiter verschärft. Der Bundesvorsitzende der sozialdemokratischen LSBTI-Organisation SoHo Peter Traschkowitsch und seine Stellvertreterin Michaela Menclik fordern die Staatengemeinschaft auf, „hier rasch tätig zu werden und einzuschreiten. Denn Menschenrechte werden hier mit Füßen getreten“. ****

Die prominente kanadische NGO IRQR (Iranian Railroad for Queer Refugees), die sich für iranische LSBTI-Personen einsetzt, hat darüber berichtet, dass mehr als 30 Männer zwischen 16 und 30 Jahren bei einer Party verhaftet wurden, weil sie schwul sein sollen. Menclik verurteilt das Vorgehen der iranischen Polizei aufs Schärfste. „Es ist schmerzlich und völlig unverständlich, dass Länder wie der Iran und Tschetschenien gegen Lesben und Schwule vorgehen“, so die stellvertretende SoHo-Vorsitzende, die an die vom Kreml geduldete Verfolgung Homosexueller in Tschetschenien erinnert.

„Wir fordern daher von Seiten der EU rasch, dass Homosexuelle aus dem Iran eine humanitäre Aufenthaltsbewilligung erhalten und dass dies in den EU-Mitgliedstaaten rasch umgesetzt wird. Diesen Menschen muss geholfen werden, damit sie überleben. Hier hilft nur noch die Flucht“, so Traschkowitsch. „Es ist eine Schande, dass sowas im 21. Jahrhundert passiert“, so Traschkowitsch und Menclik. (Schluss) bj/mp

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