• 20.04.2017, 13:54:38
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  • OTS0175

AUVA-Arbeitsunfallstatistik 2016: Unfallrate gesunken, deutlich weniger Tote

Wien (OTS) - Im Jahr 2016 ist die Unfallrate (Zahl der Arbeitsunfälle
pro 1.000 Beschäftigte) auf den neuen Rekordwert von 24,59 gesunken.
Die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle sank erfreulicherweise um 18.

In Österreich verzeichnete die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt
(AUVA) nach den aktuellen statistischen Auswertungen im vergangenen
Jahr 159.088 Schadensfälle. Davon entfielen 102.874 Arbeitsunfälle
auf Erwerbstätige, 55.032 Unfälle betrafen Kindergartenkinder,
Schülerinnen und Schüler sowie Studierende, 1.182 Fälle von
Berufskrankheiten wurden anerkannt. Im Vergleich zum Jahr 2015 konnte
die AUVA – nicht zuletzt dank des neuen Rekords von knapp 3 Millionen
unselbständig Erwerbstätigen – ein Plus bei ihren Versicherten
verzeichnen: Mit 4.927.700 Personen waren bei der AUVA 2016 um 1,5
Prozent mehr Menschen gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten
versichert als noch 2015. Berechnet man die Zahl der Arbeitsunfälle
pro 1.000 unselbständige Beschäftigungsverhältnisse, so kann die AUVA
erneut einen Rückgang verzeichnen: 2016 lag die Unfallrate bei 24,59
(2015: 24,73).

Besonders erfreulich ist, dass 2016 auch ein deutlicher Rückgang bei
den tödlichen Arbeitsunfällen verzeichnet werden konnte: Starben 2015
noch 124 Menschen bei einem Arbeits- oder Wegunfall, so waren es im
vergangenen Jahr nur mehr 106.

Für Obmann DDr. Anton Ofner sind die vorliegenden Zahlen eine
Bestätigung der von der AUVA eingeschlagenen Strategie: „Mit unseren
zahlreichen Präventionsaktivitäten in österreichischen Betrieben
aller Größen versuchen wir erfolgreich zu verhindern, dass es
überhaupt zu Arbeitsunfällen kommt. Und wenn doch etwas passiert,
dann nutzen wir in unseren Unfallkrankenhäusern und unseren
Rehabilitationszentren alle Erkenntnisse der modernen Medizin, um die
Unfallfolgen möglichst gering halten zu können. Die marginale
Steigerung der absoluten Zahlen an Arbeitsunfällen zeigt uns aber
auch deutlich, dass wir in unserer Präventionsarbeit nicht nachlassen
dürfen, sondern sie im Gegenteil weiter forcieren müssen.“

Nicht zuletzt dank der bestmöglichen medizinischen Versorgung von
Unfallopfern ist die Zahl der Krankenstandstage nach Arbeitsunfällen
im vergangenen Jahr um 46.349 gesunken. Für die heimischen Betriebe
bedeutet dies eine Einsparung von fast 9 Millionen Euro bei
gleichzeitigem Produktivitätsgewinn, die Kosten für die
österreichische Volkswirtschaft sanken um rund 30 Millionen Euro.

Über die AUVA:

Bei der AUVA sind über 4,9 Millionen Personen gesetzlich gegen
Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert. Die AUVA finanziert
ihre Aufgaben fast zur Gänze aus Pflichtbeiträgen der Dienstgeber und
übernimmt dafür die Haftung für Arbeitsunfälle und das Auftreten von
Berufskrankheiten. Prävention ist die Kernaufgabe der AUVA, denn
Unfallverhütung und die Vorbeugung von Berufskrankheiten senken die
Kosten für die weiteren Kernaufgaben Heilbehandlung, Rehabilitation
und finanzielle Entschädigung von Unfallopfern.

Die AUVA betreibt die Unfallkrankenhäuser Meidling und Lorenz Böhler
in Wien, die Unfallkrankenhäuser Graz, Linz, Salzburg, Klagenfurt und
Kalwang sowie die Rehabilitationszentren Meidling, Weißer Hof in
Niederösterreich, Häring in Tirol und die Rehabilitationsklinik
Tobelbad in der Steiermark. In den Einrichtungen der AUVA werden
jährlich über 370.000 Patientinnen und Patienten behandelt, davon
mehr als 46.000 stationär.

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